Dossier

Menschen_Dezember 2020


1 Sick mit neuer Vorstandsstruktur

Der Sensorspezialist verfolgt mit den Personalien zwei Ziele: Digitalisierung und Globalisierung

Foto: Sick AG

Die Sick erweitert ihren Vorstand zum 1. Januar 2021: Feng Jiao (Bild oben) wird neu in den Vorstand berufen und verantwortet das Ressort Sales & Service. Mats Gökstorp (Bild unten), bisher verantwortlich für Sales & Service, übernimmt das neu geschaffene Ressort Products & Marketing. Mit dieser Entscheidung stellt der Aufsichtsrat der Sick die Weichen für weiteres Wachstum im sich schnell wandelnden Technologie- und Marktumfeld der Sensorik.

Feng Jiao ist Ingenieur und international erfahrener Vertriebsspezialist, der auf langjährige Berufserfahrung in Nordamerika und Asien zurückblickt. Seit 2014 leitet der 51-jährige Kanadier die Geschäftsaktivitäten des Sick-Konzerns in China und zeichnet für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens auf dem chinesischen Markt verantwortlich. Bevor er bei Sick eintrat, war Feng Jiao in leitenden Vertriebspositionen der Technologieunternehmen Harting und Siemens tätig. In seiner Funktion als Vorstand Sales & Service wird er künftig den Vertrieb aller Märkte und Regionen des Sick-Konzerns verantworten und weltweit weitere Wachstumspotenziale für Sick heben, insbesondere in den Regionen Amerika und Asien.

Gökstorp, seit 2013 Vorstand für Sales & Service, wird das neu geschaffene Ressort Products & Marketing übernehmen. Darin werden alle Funktionen zusammengefasst, die für die marktseitige Umsetzung der Digitalisierung erforderlich sind. Gökstorp verfügt über einen umfassenden Erfahrungsschatz im Vertrieb und Produktmanagement. Innerhalb der neuen Vorstandsstruktur wird es seine Aufgabe sein, die Verbindung zwischen Produkt, Vertrieb und Kunden zu stärken und Sick zu einem Komplettlösungsanbieter weiterzuentwickeln.

Robert Bauer, Vorsitzender des Vorstands der Sick, wird sich weiter auf das Themenfeld Technology & Digitalization fokussieren und die Innovationsstärke des Konzerns ausbauen. Die Ressortverantwortlichkeiten von Martin Krämer (HR & Legal), Markus Vatter (Controlling, Finance & IT) und Tosja Zywietz (Operations) bestehen unverändert fort.

"Mit Feng Jiao wird die Unternehmensspitze mit einem erfahrenen Vertriebsexperten erweitert, der die Sick-Welt bestens kennt. Wir freuen uns sehr, ihn im Vorstandsgremium begrüßen zu dürfen", erklärt Klaus M. Bukenberger, Aufsichtsratsvorsitzender der Sick: "Wir sind davon überzeugt, dass die neue Vorstandsstruktur ein wichtiger Motor für die Digitalisierung des Unternehmens ist und das globale Wachstum des Sick-Konzerns nachhaltig sichert."

2 Gaehn folgt auf Lomsky

Der Gemeinderat Rottweil hat endgültig die Weichen für die Nachfolge bei der Wirtschaftförderung gestellt

Foto: Stadt Rottweil

Der Gemeinderat der Stadt Rottweil hat Ines Gaehn zur neuen Leiterin der Abteilung Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing gewählt. Gaehn ist seit gut einem Jahr als Wirtschaftsförderin bei der Stadt Rottweil tätig und übernahm bereits kommissarisch die Leitung der Abteilung von André Lomsky, der im Oktober als Geschäftsführer zur Karlsruher Tourismus wechselte. "Wir sind sehr froh darüber, dass wir die Stelle zeitnah wiederbesetzen können, gerade auch mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie für die Wirtschaft und den Tourismus", betonte OB Ralf Broß (Bild links).

Gaehn sei bereits in der Stadt und im Team der Stadtverwaltung bestens vernetzt und habe durch ihre langjährige Projekterfahrung überzeugt. Dies sei gerade auch in der Corona-Pandemie wertvoll. So kümmert sich Gaehn unter anderem um die regelmäßige Information der Rottweiler Unternehmen über Hilfsprogramme von Bund und Land und forcierte das Einkaufen bei lokalen Unternehmen unter dem Motto "Rottweil erleben und genießen".

"Es ist wichtig, dass gerade in Krisenzeiten die Unternehmen verlässliche Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung haben und wir ihnen schnell Hilfestellungen geben", ergänzt auch Bürgermeister  Christian Ruf. Weitere Schwerpunkte ihrer bisherigen Arbeit bei der Stadt Rottweil sind der Aufbau des Innenstadtmanagements, die Entwicklung der Tourismusmarke und die Projektmitarbeit bei der Erstellung des Rahmenplans für die Landesgartenschau RW 2028.

"Ich freue mich sehr über das in mich gesetzte Vertrauen und werde mich auch weiterhin mit großer Leidenschaft und Freude für die Bereiche Wirtschaft, Stadtmarketing und Tourismus einsetzen", so  Gaehn, die im Landkreis Rottweil aufgewachsen ist.

Schon während ihrer Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei der Trend Factory konnte sie sich im Rahmen des Ferienzaubers sowie vieler anderer Veranstaltungen mit der hiesigen Wirtschaft und den unterschiedlichen Akteuren vertraut machen. Auch nach ihrem abgeschlossenen Studium der Betriebswirtschaftslehre im Fachbereich Consulting & Controlling an der DHBW in Villingen-Schwenningen arbeitete sie weiter als Projektleiterin im Bereich Business-Events bei der Agentur, bevor sie dann vor knapp sechs Jahren zu einer Kreativ- und Contentagentur ins Rhein-Main-Gebiet wechselte. Dort war sie in enger Abstimmung mit dem Vorstand für Unternehmen wie Thyssenkrupp Elevator, Daimler oder Ferrero zuständig, beriet diese bei verschiedensten Kommunikations- und Strategiefragen einschließlich der entsprechenden Umsetzung und dem zugehörigen Projektmanagement.

3 Zwei neue Vorstände für Badenova

Der Aufsichtsrat bestellt einen Nachfolger für Finanzvorstand Maik Wassmer und für Technikvorstand Mathias Nikolay

Foto: badenova AG & Co. KG

Der Energie- und Umweltdienstleister Badenova bekommt im Sommer 2021 zwei neue Vorstände. Es handelt sich dabei um Hans-Martin Hellebrand (Foto oben) und Heinz-Werner Hölscher (Foto unten). Hellebrand kommt für den ausgeschiedenen Finanzvorstand Maik Wassmer, Hölscher ist der designierte Nachfolger des Technikvorstandes Mathias Nikolay, der im Februar 2022 in den Ruhestand geht.

Der Aufsichtsrat der badenova hat in seiner turnusmäßigen Sitzung Ende November beide neuen Vorstände bestellt. Sie werden beide im Sommer 2021, voraussichtlich im Juli, bei Badenova starten und dann das Vorstands-Team um den Vorsitzenden Thorsten Radensleben und Mathias Nikolay ergänzen.

Hellebrand (40), verheiratet, zwei Kinder, ist derzeit sowohl Geschäftsführer der Eprimo, dem bundesweit agierenden, digitalen Energiediscounter der Eon, als auch der Revulution, einem IT-Fullservice-Anbieter für Energieversorger . Zuvor war er mehrere Jahre für RWE im Silicon Valley tätig und begleitete dort federführend digitale Innovationsprojekte, Investitionen in Start-Ups sowie Partnerschaften mit der Stanford University. Außerdem leitete er dort eine Tech-Ausgründung als CFO/COO. Der Diplom-Kaufmann mit MBA startete seine berufliche Karriere 2006 im Controlling der RWE IT, welches er von 2012 bis 2014 als Controlling-Leiter europaweit verantwortete. Er wurde 2016 vom CIO-Magazin mit dem IT-Executive-Award ausgezeichnet und ist Autor zahlreicher Publikationen zu Finanz- und Innovationsthemen.

Hölscher (46), verheiratet, zwei Kinder ist aktuell Geschäfts­führer der SWO Netz und Vorstandvorsitzender von Civitas Connect (Kooperationsplattform kommunaler Unternehmen zur Förderung von Smart City/Region in Kommunen). Zudem vertritt er die SWO in diversen Aufsichtsgremien und Verbänden. Von 2014 bis2020 war er in Personal­union Geschäftsführer der mit Innogy und sieben Kommunen gemeinsam neu gegründeten SWTE Netz sowie der Stadtwerke Tecklenburger Land. Der Diplom-Ingenieur mit MBA begann seine Karriere vor rund 20 Jahren im operativen Netzgeschäft der MVV Energie in Mannheim. Nach unterschiedlichen Funktionen in den Bereichen Asset und Regulierungsmanagement der Eon Energie in München wechselte er 2011 zur SWO nach Osnabrück.

Badenova Vorstandsvorsitzender Radensleben freut sich auf die neuen Kollegen: "Wir leiten damit zweifellos in der Führung der badenova einen Generationswechsel ein, der uns auch mit ganz vielen neuen Impulsen und Themen bereichern wird."

4 Christian Garrels neuer Kommunikationschef

Die Haufe Gruppe ordnet damit die Kommunikationsaktivitäten neu

Foto: Haufe Group SE

Die Haufe Group ordnet ihre Kommunikationsaktivitäten neu und hat Christian Garrels zum Geschäftsbereichsleiter Marke, Kommunikation und Nachhaltigkeit ernannt. Der 45-Jährige startet im Januar 2021 bei der Freiburger Unternehmensgruppe und berichtet in seiner Funktion an CEO Birte Hackenjos. Zu seinem künftigen Aufgabengebiet gehören die interne und externe Unternehmenskommunikation, Corporate Branding sowie die Themen Nachhaltigkeit und Interessenvertretung.

Die Position wurde neu geschaffen, um Relevanz und Wirkungsgrad der Haufe-Kommunikationsaktivitäten künftig noch umfassender gerecht zu werden. Hackenjos: "Christian Garrels ist ein extrem versierter, hochqualifizierter Kommunikationsprofi mit langjähriger Erfahrung im Medien-, Technologie- und Mobilitätsumfeld. Seine ausgezeichnete Expertise wird uns helfen, die Haufe Group sowohl im Bereich der strategischen Markenführung als auch in allen Belangen moderner, integrierter 360°-Kommunikation neu aufzustellen."

Garrels war in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Führungspositionen unter anderem für den ADAC, Axel Springer und ProSiebenSat.1 sowie zuletzt freiberuflich als Unternehmens- und Kommunikationsberater tätig.

5 Personalwechsel bei Dekra

Das Prüfunternehmen ordnet sein Topmanagement neu

Foto: Dekra SE

Generationswechsel im Topmanagement bei Dekra: Mit Wirkung zum Januar 2021 wird Stan Zurkiewicz (41), bisher verantwortlich für die Region East und South Asia, Nachfolger von Clemens Klinke (64) als COO und Vorstandsmitglied Dekra. Er wird damit zuständig für die zukünftig weltweit sechs Regionen, das operative Geschäft und den Vertrieb. Mit Wirkung zum April 2021 übernimmt Ulrike Hetzel (48), zuvor Executive Vice President bei der Robert Bosch, die Nachfolge von Ivo Rauh (60) als CTO und Vorstandsmitglied Dekra. Sie verantwortet künftig die Bereiche Services, Innovation und IT. Der seit 2019 amtierende Finanz- und Personalvorstand der Dekra, Wolfgang Linsenmaier (54), wird zum Januar 2021 zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben Vorstandsmitglied Dekra.

Zurkiewicz arbeitet seit 2009 nach der Übernahme von Kema Quality als General Manager China für die SE und verantwortet seit 2016 die heutige Region East & South Asia. Unter seiner Leitung als Executive Vice President erzielte die Region ein jährlich zweistelliges Umsatzwachstum und eine deutliche Ergebnissteigerung.

Hetzel ist eine Fachfrau auf den Feldern Digitalisierung, IT und Unternehmensinfrastruktur. Die studierte Bauingenieurin und Betriebswirtin arbeitete zuletzt mehr als fünf Jahre bei der Robert Bosch – zunächst als Vice President Corporate IT und seit 2017 als Executive Vice President und Mitglied der Geschäftsleitung Corporate IT. Zuvor war sie 16 Jahre lang bei IBM – unter anderem als Geschäftsführerin des Bereichs Infrastructure Technology Services.

Klinke scheidet zum Jahresende altersbedingt aus der weltweit tätigen Expertenorganisation aus. Er begann 1984 seine Karriere bei Dekra als Prüfingenieur und Gutachter an der Niederlassung Göttingen, war von 2004 bis 2015 in der Geschäftsführung der Dekra Automobil GmbH, davon neun Jahre als Vorsitzender. In diesem Zeitraum stieg der Umsatz der größten Einzelgesellschaft von Dekra auf deutlich mehr als eine Milliarde Euro. Bevor er 2019 im Zuge der neuen Unternehmensstruktur TOM 2020 COO wurde, verantwortete er acht Jahre lang als Vorstandsmitglied Dekra das außergewöhnliche Wachstum der größten Business Unit Dekra Automotive.

Rauh verlässt Dekra am Ende seines dritten Vertragsmandats am 31. März 2021 nach genau neun Jahren auf eigenen Wunsch. Als Vorstandsmitglied für die Business Unit Industrial baute er von 2012 bis 2018 den Umsatz auf fast eine Milliarde Euro aus. Infolge der neuen Unternehmensstruktur wurde er CTO mit Zuständigkeit für die Entwicklung der acht Geschäftsfelder (Service Divisions) sowie die Zukunftsthemen Innovation & Digitalisierung und globale IT.

6 Neuer Vorstandschef bei Homag

Der bisherige Vorstandsvorsitzende Pekka Paasivaara hat den Vertrag nicht verlängert, der Nachfolger steht fest

Foto: Homag

Ralf W. Dieter (Foto) wurde vom Aufsichtsrat der Homag Group mit Wirkung zum 1. Januar 2021 zum Vorstandvorsitzenden bestellt. Er wird das Amt zusätzlich zu seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Dürr wahrnehmen, deren Tochtergesellschaft die HOMAG Group ist. Bisher war Dieter Vorsitzender des Aufsichtsrats der Homag. Dieses Amt und seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat legt er zum 31. Dezember nieder. Zudem wurde Gerhard Federer zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden ab dem 1. Januar 2021 gewählt.

Dieter: "Aufgrund meiner langjährigen Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Homag Group kenne ich das Unternehmen sehr gut. Ich freue mich sehr darauf, nun die operative Verantwortung zu übernehmen."

Der bisherige Vorstandsvorsitzende, Pekka Paasivaara, hatte Ende September mitgeteilt, nicht für eine Vertragsverlängerung zur Verfügung zu stehen, und scheidet Ende des Jahres laut Mitteilung "in bestem gegenseitigen Einvernehmen" aus. Dieter dankte ihm: "Pekka Paasivaara hat großen Anteil an der Weiterentwicklung von Homag. Er hat besonders den Ausbau des internationalen Geschäfts erfolgreich vorangetrieben."

Der Vorstand der Gruppe besteht ab Januar neben Dieter und Finanzvorstand Rainer Gausepohl. Neues Mitglied im Aufsichtsrat der Homag soll Jochen Weyrauch, Mitglied des Vorstands der Dürr, werden. Der Antrag zur entsprechenden gerichtlichen Bestellung wurde gestellt. Nachfolger des kürzlich verstorbenen Aufsichtsratsmitglied Jochen Berninghaus ist Steffen Lorscheider, Partner in der Anwaltskanzlei Spieker & Jäger aus Dortmund.

7 Friedhelm Schaal wird Ehrenmitglied

Das Cyberlago würdigt damit die Leistung für den Aufbau des Netzwerks

Foto: cyberLAGO e.V.

Bei der Mitgliederversammlung des Cyberlago wurde Friedhelm Schaal (Mitte), Wirtschaftsförderer der Stadt Konstanz, zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt. "Wir möchten damit Friedhelm Schaals große Verdienste um den Verein würdigen", erklärt Andreas Owen (rechts), Vorstandsvorsitzender des Vereins. "Er ist einer der Initiatoren des Vereins und hat wesentlich zur positiven Entwicklung des Netzwerks beigetragen. Sein Engagement war außerdem maßgeblich dafür, dass aus ersten Treffen von IT-Experten im Jahr 2013 der Cyberlagee.V. gegründet und dieser von Anfang an mehr als nur finanziell von der Stadt Konstanz unterstützt wurde."

"Ich freue mich sehr über diese Ehrung", so Schaal, der bei der Mitgliederversammlung auch auf die Anfänge des Netzwerks zurückblickte: "Bereits 2011 wussten wir, welche Bedeutung das Thema IT und Digitalisierung für die Wirtschaft in der Bodenseeregion haben würde. Wirtschaftsförderung ohne starke Netzwerke wäre nur die halbe Miete. Cyberlago spielt in der Region eine starke Rolle und es erfüllt mich mit Stolz zu sehen, wie sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt hat und wie viel er bewegt."

Aus rund 30 Gründungsmitgliedern ist mittlerweile ein Netzwerk mit 117 Mitgliedern aus der internationalen Bodenseeregion geworden, das auf europäischer Ebene als Exzellenzcluster ausgezeichnet wurde. Cyberlago hat die Funktion des Transformationstreibers, trägt gezielt Impulse und Bedarfe zu Kernthemen wie digitale Geschäftsmodelle und neue Technologien in die Region und die ansässigen Unternehmen und möchte damit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit steigern.

8 Herma: planmäßiger Wechsel

Bei dem Konzern geht Thomas Baumgärtner in den Ruhestand – sein Nachfolger steht bereits fest und kommt von Chiron

Foto: HERMA GmbH

Die Herma mit Hauptsitz in Filderstadt vollzieht planmäßig einen Wechsel in der Geschäftsführung: Guido Spachtholz (47, Bildmitte) löst beim Spezialisten für Selbstklebetechnik ab März 2021 Thomas Baumgärtner (Bild rechts) ab, der in den Ruhestand geht. Er übergibt seinem Nachfolger als Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereichs Haftmaterial "nach einer 16-jährigen Wachstums- und Erfolgsgeschichte einen bestens aufgestellten Geschäftsbereich, der in der Branche als hocheffizienter Innovationsführer gilt", so der Vorsitzende der Geschäftsführung Sven Schneller; und weiter: "Neben dem Erreichten blicke ich sehr dankbar auf eine überaus vertrauensbasierte Zusammenarbeit zurück, die uns auch die äußerst ambitionierten Ziele und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer gemeinsamen Zeit im Unternehmen erreichen und meistern ließ."

Spachtholz wird sich ab Januar 2021 am zuletzt abermals massiv erweiterten Unternehmensstandort Filderstadt in seine neue Aufgabe einarbeiten.

Baumgärtner war 2005 zu Herma gekommen und hatte als Geschäftsführer den Geschäftsbereich Haftmaterial übernommen. Er forcierte die Entwicklung zum Technologieführer mit dem Ziel, kontinuierlich stärker zu wachsen als der Markt. "Dies erreicht zu haben, ist auch für die weitere Entwicklung des heutigen Gesamtunternehmens von enormem Wert", betont Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender des Beirats. "Die Gesellschafter und der gesamte Beirat sind Dr. Thomas Baumgärtner für seine sehr erfolgreiche Geschäftsführung einerseits und für das Erlangen nachhaltiger technologischer Benchmarks und Effizienz andererseits überaus dankbar", so der Beiratsvorsitzende weiter.

Mit dem in diesem Jahr in Betrieb genommenen, neu hinzukommenden Produktionsareal erfolgt neben einem weiteren Innovationssprung auch eine Steigerung der jährlichen Haftmaterial-Kapazität um 50 Prozent auf 1,2 Milliarden Quadratmeter. Dazu erklärt Baumgärtner: "Bei alldem ist mir besonders wichtig, dass wir längst auch als ein besonders ressourcen- und umweltorientiertes Unternehmen wahrgenommen werden: produktseitig durch den mehrfachen Gewinn des Deutschen Verpackungspreises für Nachhaltigkeit; in der Produktion durch einen verringerten und optimierten Materialeinsatz sowie eine deutlich verbesserte Energieeffizienz. Diese ist auch ein entscheidender Baustein für die erreichte Klimaneutralität ab 2021."

Sein ebenfalls im Ingenieurwesen promovierter Nachfolger Guido Spachtholz war zuletzt Mitglied der Geschäftsführung der Chiron Gruppe mit Sitz in Tuttlingen, Spezialist für CNC-gesteuerte Bearbeitungszentren und Turnkey-Fertigungslösungen. Vormalige Stationen des gebürtigen Rheinländers waren die Stama Maschinenfabrik als Teil der Chiron Gruppe und die Alfred Schütte, ein führender Anbieter von Mehrspindel-Drehautomaten und 5-Achsen-CNC-Schleifmaschinen. "Mit seiner umfassenden Erfahrung in innovationsgetriebenem, internationalem Industriegeschäft wird Herr Dr. Spachtholz den strategischen Herma Wachstumskurs entscheidend mitgestalten und damit das erfolgreiche Werk von Dr. Baumgärtner fortsetzen", betont Sven Schneller.

Spachtholz umreißt seine kommende Aufgabenstellung so: "Die gute Position im Haftmaterialgeschäft gilt es ebenso gezielt wie beherzt weiter auszubauen - durch kontinuierliche Optimierung aller Entwicklungs- und Fertigungsprozesse sowie durch eine impulsgebende Internationalisierung. Jedenfalls freue ich mich darauf, im HERMA Team möglichst immer ein Stückchen innovativer handeln zu können als der Wettbewerb."

Die HERMA mit Hauptsitz in Filderstadt ist ein führender europäischer Spezialist für Selbstklebetechnik. Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2019 in drei Geschäftsbereichen mit 1097 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 364,4 Millionen Euro.

9 Daniel Nill wird zum Partner

Der 36-Jährige kommt aus Berlin und verstärkt eine Agentur mit seiner Expertise

Foto: LINGNER.COM

Daniel Nill (36) ist nun Partner bei Lingner.com. Mit diesem Schritt verstärkt sich die B2B Digitalagentur im Bereich Transaktion und baut ihr Beratungs- und Umsetzungsportfolio aus. Nill kommt von der Turbine Kreuzberg  mit Sitz in Berlin. Plattformstrategie, dezentrale Infrastrukturen, Technologieinnovationen und ganzheitliche Digitalstrategien gehören zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten dort.

Nill begleitet B2B-Unternehmen in der Digitalisierung und sichert mit den umgesetzten Projekten die Zukunftsfähigkeit seiner Auftraggeber. Der Ansatz ist dabei immer technologiegetrieben und mit einem klaren Fokus auf eine Umsetzungsstrategie. B2B-Erfahrung bringt er nicht nur aus aktuellen Projekten, sondern auch aus seiner fast siebenjährigen Tätigkeit bei der Adolf Würth in Künzelsau mit. Bei Lingner.com wird er den Bereich Technologie verantworten und eine neue Säule für Transaktion aufbauen.

"Wir sind überzeugt, dass die Kombination aus Interaktion und Transaktion für jegliche Digitalisierungsinitiativen und -projekte unabdingbar ist. Nur wenn dies ganzheitlich gedacht und umgesetzt wird, geht man erfolgreich in die Zukunft. Daher freue ich mich, dass Daniel Nill uns hier weiter verstärkt und den Bereich Transaktion ausbaut", so Stefan Lingner, Geschäftsführer von Lingner.-com.

Mit seinem Wechsel kehrt Nill in die Region Heilbronn-Franken - seinem Lebensmittelpunkt - zurück. "Ich freue mich sehr, dass ich meine B2B- und Transaktionsexpertise bei Lingner einbringen kann. Ich bin überzeugt, dass von dieser zusätzlichen Facette die aktuellen und neuen Auftraggeber enorm profitieren werden. Wenn zukünftig die Beschaffung im B2B automatisiert stattfinden wird, dann ist eine Kombination von Transaktion und Interaktion unerlässlich. Und diese Zukunft will ich aktiv mitgestalten", sagt Nill über seine Motivation zum Wechsel.

Als Digitalexperten und Kreativberater vereint Lingner.com alle Disziplinen einer Full-Service-Agentur unter dem Dach der Villa Mertz in Heilbronn. Die Agentur arbeitet in einer "podularen" Organisation, die es erlaubt, für jedes Kundenprojekt das ideale A-Team zu formieren. Zu den Kunden zählen B2B-Schwergewichte wie Dentsply Sirona, Implenia, Progroup, Geberit und die Würth-Gruppe.

10 WVIB erweitert Geschäftsführung

Der Verband stellt Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer einen bisherigen Teamleiter zur Seite

Foto: WVIB Schwarzwald AG

Gerrit Christoph (Foto) fungiert nun als neuer stellvertretender Hauptgeschäftsführer der WVIB Schwarzwald AG und verstärkt die hauptamtliche Geschäftsführung um Hauptgeschäftsführer  Christoph Münzer und die Stellvertreterin Heidrun Riehle. Das teilte der Verband mit.

Der Physiker und promovierte Maschinenbauer Christoph ist seit 2016 beim Verband als Teamleiter Technologie tätig. Inhaltlich steht er für die Entwicklung der wvib-Cluster in den Bereichen Automotive, Maschinenbau, Medizintechnik, Globalisierung und Nachhaltigkeit. Im Rahmen einer Ausrichtung auf weiteres Wachstum kommen nun die auszubauenden Themen Familienunternehmen und industrielle KMUs hinzu.

Der WVIB – gegründet 1946 von Unternehmern für Unternehmer – erwirtschaften 1.051 produzierende Unternehmen mit 380.000 Beschäftigten weltweit 75 Milliarden Euro Umsatz. In jährlich über 1.000 Veranstaltungen wachsen Unternehmens-Chefs und Führungskräfte im permanenten Erfahrungsaustausch, in Seminaren und Beratungen zu einer lernenden Gemeinschaft zusammen. Über 60 hauptamtliche Mitarbeiter spannen ausgehend vom Freiburger WVIB-Campus und dem Büro Stuttgart ein Netzwerk.

11 Heinrich Hiesinger kontrolliert (auch) ZF

Die Hauptversammlung hat den 60-Jährigen zum Nachfolger von Ernst Baumann gewählt

Foto: ZF

Die Hauptversammlung der ZF Friedrichshafen hat Heinrich Hiesinger (Foto) als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat des Unternehmens gewählt. Hiesinger folgt zum 1. Januar 2021 auf Ernst Baumann, 72, der das Gremium nach acht Jahren auf eigenen Wunsch verlässt.

Hiesinger gilt als ausgewiesener Experte und Kenner der Industrielandschaft und verfügt über langjährige Expertise als Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied namhafter Konzerne, zuletzt war er unter anderem bei Thyssen-Krupp und hat unter anderem den Bau des Testturms in Rottweil vorangetrieben. Hiesinger hatte nach der Promotion im Fachgebiet Elektrotechnik an der TU München seine Karriere 1992 im Siemens-Konzern begonnen, für den er bis 2010 in verschiedenen Funktionen und Unternehmensbereichen im In- und Ausland tätig war. Im selben Jahr wechselte er zur Thyssen-Krupp AG nach Essen als stellvertretender Vorsitzender des Vorstands; von 2011 bis 2018 führte er das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender. In dieser Zeit amtierte Hiesinger auch als Vizepräsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI). Neben seinem Mandat bei ZF gehört Hiesinger den Aufsichtsräten der BMW AG, der Deutschen Post AG und der Fresenius Management SE an.Die Vertreter der beiden ZF-Gesellschafter begrüßen, dass Hiesinger das Aufsichtsgremium von ZF verstärkt.

Die Zeppelin-Stiftung ist mit 93,8 Prozent Hauptgesellschafter der ZF Friedrichshafen AG und wird von Andreas Brand, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen und Vorsitzender des Stiftungsrats der Zeppelin-Stiftung, im Aufsichtsrat vertreten. 6,2 Prozent der Aktien werden von der Ulderup-Stiftung gehalten, die von Dr. Jochen Meinecke vertreten wird.

12 Felix von Stetten nun Institutsleiter

Hahn Schickard verstärkt sich mit dem Schritt in einem bestimmten Bereich

Foto: Hahn Schickard

Hahn-Schickard wächst und gedeiht: Mit nun 270 Mitarbeitenden an den vier Standorten Stuttgart, Villingen-Schwenningen, Freiburg und Ulm deckt der Verbund mit seiner Kompetenz auf dem Gebiet Mikrosystemtechnik eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsbereiche ab. Besonders dynamisch entwickelte sich in den vergangenen Jahren der Bereich Bioanalytische Testverfahren, maßgeblich vorangetrieben durch Felix von Stetten.

Durch Aufnahme von Stettens in das Gremium der dann fünf Hahn-Schickard-Institutsleiter (bisher  Alfons Dehé, Yiannos Manoli, Roland Zengerle und André Zimmermann) soll dieses Feld auch künftig mit hoher Dynamik weiter ausgebaut werden.

Das Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme, das bislang von dem Physiker Roland Zengerle geleitet wird, kann auf viele Erfolgsgeschichten verweisen mit zahlreichen Technologietransfers von der Forschung in die Praxis. Jüngstes Beispiel ist die Ausgründung des Unternehmens Spindiag im Jahr 2016, das im November 2020 ein Corona-Schnelltest in Laborqualität auf den Markt brachte.

Im Jahr 2008 kam von Stetten als Bereichsleiter zu Hahn-Schickard und trieb mit seinem Team die Entwicklung derartiger molekulardiagnostischer Vor-Ort-Tests stark voran. Das damit verbundene Wachstum führte 2016 zur Gründung des Hahn-Schickard-Instituts für Mikroanalysesysteme in Freiburg. "Nun freue ich mich darauf meine spezifischen Erfahrungen zu bioanalytischen Fragestellungen in das Leitungsgremium einzubringen und weitere Zukunftsperspektiven zu erschließen", fasst von Stetten seine Ziele zusammen.

Von Stetten arbeitet heute an der Vision sogenannter molekular integrierter Testsysteme. Das sind Tests, die kein sequenzielles Pipettieren von Flüssigkeiten mehr benötigen, da alle Reaktionen quasi nebeneinander in einem miniaturisierten Reaktionsraum ablaufen können. Für von Stetten steht auch bei diesen Entwicklungen der Transfer in Anwendungen an vorderster Stelle, in mobile Testsysteme für die personalisierte Diagnostik sowie die Lebensmittel- und Umweltanalytik.

13 Aus drei werden zwei

Zum Jahreswechsel verändert sich die Zusammensetzung die Rösberg-Geschäftsführung

Foto: Rösberg Engineering / Sandra Jacques

Zum Jahresende wird aus der Rösberg-Dreierspitze ein Führungsdoppel. Ralph Rösberg (Bild rechts) übergibt nach 38 Jahren im Unternehmen und 28 Jahren in der Geschäftsführung seine Leitungs-Bereiche an seinen Sohn Paul Rösberg. Ute Heimann, die Tochter des Unternehmensgründers Manfred Rösberg, hat nach wie vor die kaufmännische Leitung inne. Ralph Rösberg steht der neuen Geschäftsleitung weiterhin beratend zur Seite.

Ute Heimann arbeitet seit ihrem BA-Studium im Jahr 1984 im Unternehmen, seit 2009 ist sie geschäftsführende Gesellschafterin und steht im neuen Führungsdoppel für Kontinuität. Paul Rösberg studierte an der Dualen Hochschule Karlsruhe Informationstechnik und absolvierte danach berufsbegleitend einen Abschluss zum MBA an der Hochschule Mannheim. Er ist seit 14 Jahren im Unternehmen, übernahm zuerst mehrere Jahre Projektverantwortung als Automatisierungsingenieur in der Prozessindustrie und leitete als Produktmanager erfolgreich die Entwicklung des Softwareproduktes Plant Assist Manager PAM. Er kennt also beide Kernbereiche des Unternehmens aus eigener Erfahrung.

Paul Rösberg verantwortete über Jahre die Leitung der Niederlassungen Ludwigshafen und Schwarzheide und ist seit Januar 2020 in der Geschäftsleitung. "In den kommenden Jahren möchten wir weiterhin als zuverlässiger Partner für unsere Kunden mit innovativen Lösungen einen Beitrag zur Digitalisierung in der Prozessindustrie leisten. Um auf diese Kundenbedürfnisse flexibel zu reagieren setzen wir auf eigenverantwortliche Teams mit kurzen Entscheidungswegen", benennt Paul Rösberg zwei seiner Ziele. Die Automatisierungsexperten können hier erfolgreiche Musterbeispiele von Großkunden der Prozessindustrie vorweisen, bei denen sie digitale Anlagendokumentation erfolgreich umgesetzt haben. Daran wollen sie künftig weiter anknüpfen.

Insgesamt blickt das Unternehmen auf ein sehr gutes Jahr zurück. Ralph Rösberg freut sich über einen guten Abschluss: "2020 war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir werden alle Umsatzziele erreichen, haben neue Mitarbeiter eingestellt und ich bin mir sicher, das Unternehmen wird auch künftig auf Wachstum setzen."

Rösberg Engineering, im Jahre 1962 in Karlsruhe gegründet, bietet mit 120 Mitarbeitern an fünf Standorten in Deutschland und in China maßgeschneiderte Automatisierungslösungen für international agierende Unternehmen der Prozessindustrie. Heute ist das Unternehmen ein international erfolgreicher Automatisierer und Entwickler von Softwarelösungen.

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