Dossier

Menschen_März 2021


1 Schöler mit neuem Vertriebsleiter

Der Fördertechnik-Spezialist hat Alexander Seeber von der Position überzeugt – der bringt breite Erfahrung mit

Foto: Schöler Fördertechnik AG

Rheinfelden. Alexander Seeber (Foto) hat die Vertriebsleitung der Schöler Fördertechnik von Marcus Hahn übernommen. Der Intralogistikspezialist gewinnt damit nach eigener Einschätzung "einen erfahrenen Vertriebsexperten".

Seeber arbeitet demnach seit mehr als 20 Jahren im Vertrieb für Investitionsgüter. Zu seinen vorherigen Stationen gehören unter anderem die Leitung des Kommunal- und Behördenverkaufs beim LKW-Hersteller MAN Truck & Bus Deutschland, sowie die Händlernetzentwicklung weltweit, Europa, Deutschland und BU für die Marken MAN, Kia Motors Europe, Skoda- Auto Deutschland und Alfa Romeo Deutschland.

Bei Schöler übernimmt der 49-jährige die Steuerung der drei Verkaufsregionen, des Key Accounts, der Innendienstmannschaft und des Kompetenz Centers Intralogistik von Marcus Hahn. Der langjährige Vertriebsleiter wechselte im Jahr 2020 als Vertriebsleiter in den neuen Geschäftsbereich der Schöler Industriemaschinen.

Für den künftigen Erfolg der Schöler bringt Seeber nach eigenen Angaben "das ganzheitliche Verständnis dafür, wie eine Organisation funktionieren muss, um den Kunden in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns zu stellen" mit in seine neue Position. "Wir wollen wegweisender Partner für unsere Kunden sein und dafür bedarf es einer ständigen Flexibilität, um auf Veränderungen im Markt zu reagieren", so Seeber.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit Alexander Seeber jemanden gefunden haben, der die für uns so wichtige operative Stelle des Vertriebsleiters mit einerseits viel Erfahrung – andererseits mit viel neuen Ideen ausfüllt und uns als Firma Schöler weiter voranbringt," so Ulrich Kurz, Vorstand Vertrieb bei der Schöler Fördertechnik.

Die Schöler Fördertechnik hat den Sitz in Rheinfelden sowie weitere Niederlassungen in Achern, Zimmern ob Rottweil, Stuttgart, Ulm, Singen (Hohentwiel) sowie Bad Waldsee und unterhält ein Servicenetz von über 200 zertifizierten Kundendiensttechnikern.

2 Ravensburger mit neuen Dach-Chef

Yasin Ate? steigt in die Geschäftsleitung ein – der Vorgänger geht aus einem guten Grund

Foto: Ravensburger/Anja Köhler

Ravensburg. Yasin Ate? (45, Foto) übernimmt ab April die Geschäftsleitung der Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) der Ravensburger Verlag. Ate? berichtet an Susanne Knoche (47), Group Managing Director Global Sales. Er folgt auf Michael Bartl (65), der sich Ende Mai nach 49 Jahren bei Ravensburger in den Ruhestand verabschiedet.

"Ich freue mich sehr, dass wir als Nachfolger für Michael Bartl einen erfahrenen Ravensburger Kollegen gefunden haben, der unser Unternehmen und den Markt ausgesprochen gut kennt. Ich wünsche Yasin Ate? in dieser neuen Funktion viel Freude und Erfolg", sagte Knoche.

"Michael Bartl danken wir sehr für seine außerordentlichen Leistungen, sein Engagement und sein Herzblut, mit dem er den Ravensburger Vertrieb geführt hat. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, die Vertriebsorganisationen von Spielwaren und Büchern zu einem modernen und sehr erfolgreichen Vertriebsteam zu vereinen. Wir wünschen ihm für seinen wohlverdienten Ruhestand alles Gute", so Knoche weiter.

Ate? verfügt über langjährige Erfahrung in der deutschsprachigen Handelslandschaft. Er startete 2006 bei Ravensburger und war nach verschiedenen Vertriebspositionen zuletzt Leiter des Key Account Managements. In dieser Funktion verantwortete er die Entwicklung und Umsetzung der Vertriebsstrategie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Bartl wird Ende Mai in den Ruhestand gehen. Er begann seine berufliche Karriere 1972 bei Ravensburger und stieg dort über mehrere Stationen zum Vertriebsleiter auf. Im Juli 2019 übernahm er im Zuge der Ausrichtung der Ravensburger Gruppe zur produkt- und markenübergreifenden Organisation die Gesamtleitung des Vertriebs DACH.

3 Wechsel bei Breuninger

Der Modehändler baut die Führung um: Felix Kreyer konzentriert sich unter anderem auf die "Kundenzentrierung" und bringt Erfahrungen aus Berlin mit

Foto: Breuninger

Stuttgart. Zum Mai 2021 wird Felix Kreyer als neuer Chief Customer Officer in die Breuninger Unternehmensleitung berufen, wie das Unternehmen mitteilt. Er löst Sven Bernhardt ab, der das Unternehmen verlässt.

Mit Kreyer hat das Modeunternehmen nach eigener Aussage "einen ausgewiesenen E-Commerce- und Omnichannel-Experten" gewinnen können. Kreyer, der seine Laufbahn bei McKinsey startete, bringt demnach langjährige Top-Management-Erfahrung in der Berliner Start-up-Szene sowie im Online-Business mit und hatte führende Rollen unter anderem bei Zalando und zuletzt bei Marc O'Polo inne, wo er als Geschäftsführer den gesamten E-Commerce leitete.

Bei Breuninger verantwortet der 42-jährige zukünftig neben dem Bereich Digital Business & Multichannel auch den stark gewachsenen und etablierten Online-Shop breuninger.com sowie das für Breuninger wichtige Thema Kundenzentrierung.

Breuninger-Chef Holger Blecker: "Wir heißen Felix Kreyer herzlich im Breuninger Team willkommen und freuen uns sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit. Unser Unternehmen befindet sich in einer Phase, in der sich das Online-Geschäft hervorragend entwickelt. Zahlreiche wachstumsorientierte Konzepte und Investitionen sind in naher Zukunft geplant. Für die spannenden Aufgaben, die vor ihm liegen, wünschen wir ihm viel Erfolg. Wir sind uns sicher, dass Felix Kreyer mit seiner langjährigen Erfahrung wichtige und zukunftsweisende Impulse in unserer Omnichannel-Strategie setzen wird."

Kreyer folgt auf Bernhardt, der seit 2017 Mitglied der Unternehmensleitung war und Breuninger auf eigenen Wunsch verlässt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. "Zu unserem Bedauern, hat sich Sven Bernhardt entschieden, eine Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung außerhalb von Breuninger wahrzunehmen", so Blecker. "Wir akzeptieren seinen Wunsch und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute." Bernhardt scheidet zum 30. September 2021 aus dem Unternehmen aus.

Die Breuninger Unternehmensleitung besteht damit ab 01. Mai 2021 aus Holger Blecker (Chief Executive Officer und Vorsitzender der Unternehmensleitung), Marcus Weller (Chief Financial Officer), Sandra Hartmann (Chief Merchandising Officer), Benjamin Fuest (Chief Sales Officer), Ulrich Wölfer (Chief Real Estate Officer), Dr. Frank Postel (Chief Technology Officer) und neu Dr. Felix Kreyer (Chief Customer Officer).

4 Mike Schilling bleibt Vize

Der Dachdeckermeister bekommt die Rückendeckung des Zentralverbandes der Handwerker

Foto: ZVDH

Köln/Grünkraut. Mike Schilling (50, Foto) wurde im Rahmen der Delegiertenversammlung als Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) wiedergewählt. Schilling erhielt laut Mitteilung 82,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Die Mitglieder des ZVDH-Präsidiums werden alle drei Jahre neu gewählt. Schilling ist Dachdeckermeister und seit 2007 alleiniger Geschäftsführer der Firma Gabur, ein Dachdeckerbetrieb mit mehr als 30 Mitarbeitern in Grünkraut im Landkreis Ravensburg. Schilling ist bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Ehrenämtern im Dachdeckerhandwerk tätig, engagiert sich aber auch beispielsweise in kulturellen Einrichtungen und Sportvereinen.

Als wiedergewählter ZVDH-Vizepräsident ist er für die Bereiche Berufsbildung und Betriebswirtschaft zuständig. "Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir durch die Wiederwahl ausgesprochen wurde. Mit ganzer Kraft und vielen neuen Ideen werde ich die Arbeit angehen. Dabei ist mir wichtig, nah an der Praxis zu bleiben und die Dinge nicht unnötig komplizierter machen, als sie sind. Netzwerken, sich austauschen und offen sein für Neues liegt mir dabei besonders am Herzen", sagt Schilling.

5 Florian Gruner ist der Fünfte

Ein Architekturbüro stellt mit der Personalie die Führung noch breiter auf

Foto: René Müller

Tübingen. Architekt Florian Gruner (Foto) ergänzt die Geschäftsführung von A+R Architekten. Das Büro wurde 1985 von Gerd Ackermann und Hellmut Raff als Ackermann+Raff gegründet. Bereits vor rund zehn Jahren haben die Gründer den Übergang des Architekturbüros mit seinen mittlerweile 100 Mitarbeitern in Stuttgart und Tübingen an die nächste Generation angestoßen. Mit der Aufnahme von Florian Gruner als mittlerweile fünften Geschäftsführer erfolgte der nächste Schritt.

Heute wird das Büro von den fünf Partnern Raff, Oliver Braun, Walter Fritz, Alexander Lange und Gruner geleitet. Der Architekt Gruner ist bereits seit 2010 bei A+R und wird zusammen mit dem  Team den  Weg des Büros weiter beschreiten. "Seit Längerem hat sich Florian Gruner für unser Büro als wichtige Stütze bei komplexen Bauaufgaben erwiesen", betont die Geschäftsführung: "Nun wird er mit noch größerer Verantwortung zum optimalen Gelingen unserer Projekte beitragen."

6 Andreas Eschbach in Council berufen

Der CEO des gleichnamigen Softwareherstellers wurde aufgrund seiner Erfahrung mit Transformationsprozessen aufgenommen

Foto: eschbach

Bad Säckingen. Der Gründer und CEO Andreas Eschbach ist in das Forbes Technology Council aufgenommen wurde. Eschbach ist Entwickler der digitalen Plant Process Management Lösung Shiftconnector für Produktionsbetriebe der Prozessindustrie. Eschbach wurde nach eigen Angaben von dem Aufnahmekomitee aufgrund "der Tiefe und Vielfalt seiner Erfahrungen" berufen. Diese umfassen unter anderem Führungsrollen in digitalen Transformationsinitiativen für chemische und pharmazeutische Produktionsbetriebe bei Kunden weltweit.

Eschbachs Lösung Shiftconnector optimiert die Betriebskommunikation rund um die Uhr und verknüpft menschliche Beobachtungen und Anwenderwissen mit Produktionsdaten, um die Sicherheit und Performance von Produktionsanlagen zu verbessern. Die Aufnahmekriterien des Forbes Technology Council beinhalten ein erfolgreiches Unternehmenswachstum, sowie persönliche und berufliche Leistungen und Auszeichnungen.

"Wir sind hocherfreut, Andreas Eschbach in unserer Community willkommen zu heißen", betont Scott Gerber, Gründer des Forbes Councils, zu der auch das Forbes Technology Council gehört. "Die Mission des Forbes Councils ist es, außergewöhnliche Führungspersönlichkeiten der Branche zusammenzubringen und ein kuratiertes, von persönlichen Beziehungen belebtes Netzwerk zu schaffen, das jedes Mitglied dabei unterstützt, beruflich zu wachsen und sich in die Entwicklung der Branche einzubringen."

Als neues Mitglied dieses Councils wird sich Eschbach nach eigenen Angaben in einem privaten Forum mit anderen renommierten Führungskräften und Experten austauschen. Darüber hinaus wird er mit einem professionellen Redaktionsteam zusammenarbeiten, um sein Expertenwissen in Fachartikeln auf Forbes.com zu teilen, und gemeinsam mit anderen Experten in öffentlichen Q&A-Panels mitwirken.

"Ich bin begeistert, dem Forbes Technology Council als aktives Mitglied beizutreten. Die Aufnahme ist ein Beleg für die Bedeutung, die Shiftconnector bei branchenführenden Unternehmen erlangt hat, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern: eine unerbittliche Pandemie, sich verändernde gesetzliche Vorgaben, eine älter werdende Belegschaft sowie der Übergang in eine digitale Zukunft", so Eschbach.

7 Nathalie Etienne ist die Erste

Die Vorstandsvorsitzende von Weber Ultrasonics wurde in ein bundesweites Gremium berufen

Foto: Weber Ultrasonics / Claudia Meder

Karlsbad. Als erste Vertreterin der Ultraschallbranche und einzige Frau aus der Region Karlsbad, dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim wurde Nathalie Etienne in den "Senat der Wirtschaft" berufen. Das teilte das Unternehmen mit. Die gebürtige Karlsruherin ist Vorstandsvorsitzende der Weber Ultrasonics. Der "Senat der Wirtschaft" fördert bundesweit den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik zu gesellschaftlichen Fragen. Die Ernennungsurkunde überbrachte der Vorsitzende des "Senat der Wirtschaft", Honorargeneralkonsul Dieter Härthe.

"Ich freue mich sehr über die Berufung" sagt Etienne, die seit 2003 das Karlsbader Ultraschall-Technologieunternehmen führt. Sie wird ihre Ideen vor allem in der Kommission "Zukunft Personal und Arbeitswelt" einbringen. "Dieser Themenbereich liegt uns auch bei Weber Ultrasonics besonders am Herzen," erklärt sie. Nach der Vernetzung mit Senatsmitgliedern und Politikern will Etienne die Förderung von Frauen, sowie die Schaffung von wirksamen Zugängen und Teilhabe zu Bildung und Arbeit für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zum Schwerpunkt ihrer Arbeit im Gremium machen.

Der Senat setzt sich aus Persönlichkeiten der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland im Interesse des Gemeinwohls, sowie die ökosoziale Marktwirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene fördern. Mitglied kann man nur über eine Empfehlung werden. Die Zahl der Senatoren orientiert sich an der aktuellen Zahl der Bundestagsabgeordneten.

8 Reinhold Schnell führt einen Zweckverband

Der Bürgermeister treibt den Breitbandausbau voran

Foto: oh

Friedrichshafen. In der Verbandsversammlung wurde Reinhold Schnell (Foto 3. v.l.), Bürgermeister der Gemeinde Neukirch, zum neuen Verbandsvorsitzenden des Zweckverband Breitband Bodenseekreis (ZVBB) gewählt. Als seine Stellvertreter wurden Landrat Lothar Wölfle (Foto 2. v.r.) bestätigt und Ralf Meßmer (l.), Bürgermeister der Gemeinde Oberteuringen gewählt. Bernhard Schultes ist Geschäftsführer des Verbandes.

Der Zweckverband hat das Ziel, die flächendeckende Versorgung mit zukunftsfähigem Internet auch in ländlichen Regionen des Bodenseekreises sicher zu stellen. Dazu wird zunächst der Ausbau der unterversorgten Flecken in den Verbandsgemeinden in Angriff genommen. Mit dem so genannten FTTB Ausbau ("Fiber to the Building") wird die Infrastruktur für das modernste Glasfasernetz geschaffen, das für die ständig steigenden Geschwindigkeiten im Datenverkehr ausgelegt ist.

Mitglieder des ZVBB sind der Landkreis Bodenseekreis sowie die Städte und Gemeinden Bermatingen, Eriskirch, Heiligenberg, Langenargen, Markdorf, Meckenbeuren, Neukirch, Oberteuringen, Owingen und Sipplingen. Der Zweckverband koordiniert für die Verbandsgemeinden und den Bodenseekreis Planung, Bau und Betrieb der innerörtlichen Netze sowie des Backbones-Netzes.

9 Mahle verliert den Chef

Jörg Stratmann verlässt überraschend den Konzern – ein Nachfolger steht noch nicht fest

Foto: Mahle

Stuttgart. Jörg Stratmann (Foto oben), Vorsitzender der Geschäftsführung des Autozulieferers Mahle, verlässt seinen Posten Ende März. Das teilte das Unternehmen mit. Demnach haben sich der Aufsichtsrat um dessen Vorsitzenden Heinz Junker mit Stratmann "in bestem Einvernehmen" über das Ausscheiden geeinigt. Zu den Gründen gab es keine Angaben.

Stratmann übernahm vor drei Jahren den Posten, als Vorgänger Wolf-Henning Scheider als Chef zu ZF nach Friedrichshafen wechselte. Seit dem trieb er die ehrgeizigen Plänen zum Umbau des Konzerns voran: Bereits jetzt werden 60 Prozent des Umsatzes unabhängig vom Verbrennungsmotor erwirtschaftet. Das hat allerdings seinen Preis, 7400 Stellen wurden in den vergangenen beiden Jahren schon abgebaut, über weitere 7600 wird aktuell verhandelt – kein Wunder, dass sich die Arbeitnehmervertreter bislang nicht zum Abgang öffentlich äußerten. Laut "Handelsblatt" hatte Stratmann ohnehin wenig Rückhalt bei den Mitarbeitern, da er als Technokrat galt.

Der Abgang des Chefs kam derart überraschend, dass noch kein Nachfolger gefunden werden konnte. Deshalb wird Finanzchef Michael Frick (Foto unten) zunächst den Vorsitz der Geschäftsführung übernehmen.

10 Arburg stellt Landesgesellschaft neu auf

Konrad Szymczak übernimmt die Verantwortung in einem der wichtigsten Märkte für den Konzern

Foto: Arburg

Loßburg. Die Arburg-Niederlassung in Polen hat mit Konrad Szymczak (Foto) einen neuen Geschäftsführer. Er folgt Slawomir Sniady, der die Arburg Polska auf- und ausgebaut hat und nach 25 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Für Arburg ist Polen einer der wichtigsten und stärksten Märkte Europas und wird bereits seit 1992 durch eine eigene Niederlassung in Warschau betreut.

Der polnische Markt ist sehr ausgewogen: Starke Branchen sind Medizintechnik und Verpackung, aber auch Automobil, Weißwaren und Elektro/Elektronik. Arburg hat in den vergangenen Jahren zielgerichtet intensive Kontakte zu Kunden in allen genannten Branchen aufgebaut. Automation und Robotik gewinnen in Polen zunehmend an Bedeutung. Arburg bietet Lösungen für die jeweiligen Anforderungen und ist mit dem 2016 neu erbauten Niederlassungsgebäude in Warschau sowie seinem erfahrenen Team vor Ort sehr gut aufgestellt.

Dementsprechend setzt Szymczak seine zukünftigen Schwerpunkte als Geschäftsführer: "Ich denke, dass die weitere erfolgreiche Entwicklung der Arburg-Tochtergesellschaft in Polen maßgeblich vom Vertrauen der Kunden aus den verschiedenen Branchen in die Kompetenzen und die Flexibilität unseres Teams abhängen wird. Die Kunden kennen die Mitarbeitenden hier teilweise schon seit Jahren und haben ein enges Verhältnis zu Ihnen – sowohl persönlich als auch fachlich. Deshalb möchte ich die Entwicklung von Fähigkeiten und Skills bei den Mitarbeitenden wie auch bei mir selbst weiter zielgerichtet voranbringen und so die Kundenbeziehungen festigen und ausbauen."

Szymczak ist sowohl technisch als auch kaufmännisch akademisch ausgebildet. Er hat seinen Master of Science mit Engineer's degree im Studienfach Mechatronics, Robotics und Automation Engineering an der Politechnika Lodz erworben und zusätzlich einen Abschluss als Executive MBA an der Oxford Brooks University. Bevor er seine Stelle bei Arburg antrat, hat er als Geschäftsführer die polnische Niederlassung eines deutschen Familienunternehmens geleitet. Er kennt also sowohl den polnischen B2B-Markt als auch die Unternehmensphilosophie familiengeführter Unternehmen sehr gut - und schätzt dementsprechend deren unkomplizierte interne Kommunikation und auch die hohe Flexibilität.

11 AMK Motion mit neuem Chef

Stefan Buchner übernimmt die Leitung bei der Arburg-Tochter

Foto: privat

Loßburg/Kirchheim unter Teck. Die AMK Motion hat mit Stefan Buchner (Foto) einen neuen Geschäftsführer. Das Unternehmen, das international zu den Technologieführern in den Bereichen elektrische Antriebstechnik, Steuerungstechnik und industrielle Automatisierungstechnik zählt, ist seit der Übernahme durch die Arburg-Unternehmerfamilien Hehl und Keinath im Januar ein Teil der Arburg Gruppe.

An der Spitze von AMK Motion steht laut Mitteilung "ein ausgewiesener Branchen-Experte, der über langjährige und internationale Erfahrungen in den entsprechenden Geschäftsfeldern verfügt".

Buchner absolvierte ein Maschinenbaustudium an der FH Regenburg und sammelte Erfahrungen im industriellen Produktions- und Planungsumfeld. Vor seinem Einstieg bei AMK arbeitete der 39-Jährige mehrere Jahre bei einem mittelständischen Unternehmen im Bereich Antriebs-, Steuerungstechnik und Automation. In leitender Position verantwortete er unter anderem die Bereiche Entwicklung, Produktion und Qualitätsmanagement.

12 Michael Unger führt nun einen Lenkungskreis

Der ehemalige Balluff-Geschäftsführer verantwortet damit ein wichtiges Zukunftsprojekt für die Industrie im Land

Foto: Balluff

Stuttgart/Neuhausen a. d. F. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat Michael Unger (Foto) zum neuen Vorsitzenden des Lenkungskreises der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg berufen. Der frühere Geschäftsführer des Sensor- und Automatisierungsspezialisten Balluff tritt die Nachfolge von Manfred Wittenstein an, der den Vorsitz seit der Gründung der Initiative im Jahr 2015 innehatte.

"Ich danke Frau Dr. Hoffmeister-Kraut für das Vertrauen und Herrn Dr. Wittenstein für die tolle Arbeit", sagt Unger laut Mitteilung: "Meine Aufgabe ist es jetzt, mit der Allianz Industrie 4.0 mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg auf dem Weg zur Industrie 4.0 zu begleiten, zu beraten und die richtigen Kontakte herzustellen. KMU müssen klar erkennen können, welche Industrie 4.0-Maßnahmen ihnen konkreten Nutzen bieten. Schließlich kann nicht jedes Unternehmen dafür gleich eine eigene Abteilung aufbauen. Hier möchten die Allianz Industrie 4.0 und ich vor allem kleinen und mittleren Betrieben helfen: klar, pragmatisch und zielgerichtet."

Als Vorsitzender des Lenkungskreises koordiniert und leitet Unger künftig die Sitzungen des Leitungsgremiums gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium. Das Gremium legt die Strategie der Allianz Industrie 4.0 fest, die von den Partnerorganisationen in agilen Projektgruppen umgesetzt werden. Zudem vertritt Unger das Netzwerk des Landes auf Veranstaltungen.

Ziel der Allianz Industrie 4.0 ist es, die im Land vorhandenen Kompetenzen aus Produktions-, Informations- und Kommunikationstechnik zu bündeln und Unternehmen im Land mit ihrer Expertise zu unterstützen. Die Koordinierungsstelle der Allianz Industrie 4.0 ist beim VDMA e.V. Baden-Württemberg angesiedelt.

13 Neuer CEO bei Chiron

Vanessa Hellwing hat die Verantwortung übergeben und ist nun wieder "nur" Finanzchefin

Foto: CHIRON Group SE

Tuttlingen. Carsten Liske (Foto) hat die Position des Vorsitzenden geschäftsführenden Direktors der Chiron Group  übernommen und komplettiert damit das Führungsteam beim Hersteller von Bearbeitungszentren und -lösungen. "Mit Carsten Liske gewinnt unsere Unternehmensgruppe einen hochkompetenten CEO, der mehr als 20 Jahre Erfahrung im internationalen Investitionsgütergeschäft mitbringt", so Armin Schmiedeberg, Vorsitzender des Verwaltungsrats. Und weiter: "Er ist eine echte Bereicherung für die mittelständisch geprägte Chiron Group.".

Liske begann seine Laufbahn bei der ABB Group in Zürich und bei Unaxis in Liechtenstein. 2006 übernahm er bei Oerlikon Esec in Cham, Schweiz, die Position des Chief Operating Officer. 2009 wechselte er zur Rieter in Winterthur, dem führenden Anbieter von Systemen für die Kurzstapelfaser-Spinnerei und durchlief dort verschiedene Führungspositionen. Neben seiner globalen Operations-Verantwortung war er von 2011 bis 2013 General Manager von Rieter in China. 2015 wurde er als Geschäftsbereichsleiter für After Sales in die Konzernleitung der Rieter Holding AG berufen. Zuletzt verantwortete er Rieters größten Geschäftsbereich Machines & Systems.

Mit seinem Eintritt bei Chiron leitet Liske das Ressort Operations mit den Bereichen Global Service, Produktion, Logistik, Einkauf und Qualitätsmanagement. Zusätzlich ist er für die Auslandsniederlassungen  Taicang, America, Mexico und India verantwortlich.

Die CEO-Funktion, die interimsweise von Finanzchefin Vanessa Hellwing ausgeübt wurde, übergeht laut Mitteilung unmittelbar an Liske.

14 All for One will den Vorstand erweitern

Michael Zitz soll in das Gremium aufsteigen – wenn die Anteilseigner mitmachen

Foto: Alle für One Group SE

Filderstadt. Der Vorstand der All for One Group, eine Consulting- und IT-Gruppe, soll von bisher zwei auf drei Personen erweitert werden. So soll Michael Zitz als neuer Vertriebsvorstand gemeinsam mit Vorstandssprecher, Lars Landwehrkamp, und Finanzvorstand, Stefan Land, die Geschicke der Gruppe lenken. Mit der geplanten Aufstockung untermauert der Aufsichtsrat nach eigener Aussage "den Wachstumskurs und die ambitionierten Wachstumsziele der Gruppe".

Mit Zitz rückt laut Mitteilung "ein stark vertriebs- und kundenorientierter Manager in den Vorstand der All for One Group, der als Mitglied des Group Management Boards in den letzten beiden Jahren das Customer Success Management als gruppenweite Kundendrehscheibe erfolgreich aufgebaut hat". Der 40-jährige Österreicher ist Mitgründer der auf Customer Experience spezialisierten B4B Solutions, die seit 2016 zur Gruppe gehört, und gilt als Experte rund um Digitalisierung und Customer Centricity.

"Mit der geplanten Vorstandserweiterung trägt der Aufsichtsrat den ambitionierten Wachstumszielen und den damit auch zunehmenden Anforderungen Rechnung. Ein starkes Augenmerk liegt hier sicher auf der Transformation im Kundenumfeld. Wir sind überzeugt mit Michael Zitz einen Vertriebsvorstand zu berufen, der die All for One Group mit auf die nächste Stufe heben wird", erläutert Josef Blazicek, Vorsitzender des Aufsichtsrats.

"Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Michael Zitz im Vorstand und bin überzeugt, dass wir gemeinsam die Gruppe erfolgreich weiterentwickeln werden. Michael ist nicht nur auf Grund seiner Fähigkeiten und Expertise der Richtige - wir sprechen auch kulturell die gleiche Sprache, haben das gleiche Wertesystem. Beides halte ich für einen enorm wichtigen Erfolgsfaktor", so Lars Landwehrkamp, Vorstandssprecher der All for One Group, über die geplante Vorstandserweiterung.

Im Rahmen der virtuellen Hauptversammlung der All for One Group SE, die am 11. März öffentlich stattfindet, wird sich Zitz den Aktionären und der Öffentlichkeit vorstellen und einen Einblick geben, welchen Beitrag er leisten will, um die Gruppe auf ihrem Erfolgskurs zu halten und weiter voran zu bringen. Die Erweiterung des Vorstands ist bis Ende März 2021 geplant.

15 Michael Baldenhofer führt nun eine Wirtschaftsförderung…

…und über seinen Vorgänger gibt es keine Aussage

Foto: oh

Konstanz. Michael Baldenhofer hat die Geschäftsführung der Bodensee Standort Marketing übernommen. Das teilte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft in einer dünnen Pressemitteilung mit. Zudem solle das Unternehmen "in den nächsten Monaten neu ausgerichtet werden" – "sie soll dabei sowohl thematisch neue Schwerpunkte als auch eine neue Gesellschafterstruktur erhalten". Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Insbesondere gibt es keine Aussagen zur Zukunft von Baldenhofers Vorgänger Thorsten Leupold. Immerhin hatte dieser die Gesellschaft seit der Gründung vor gut 20 Jahren geführt und auch die Kampagne zur Vierländerregion Bodensee aus der Taufe gehoben. Zudem ist der gebürtige Horber Leiter der Stabstelle Wirtschaftsförderung, Europa- und Kreisentwicklung im Landratsamt Konstanz.

16 HTWG mit neuem Vize

Thomas Birkhölzer ist nun für zwei wichtige Bereiche an der Hochschule verantwortlich

Foto: oh

Konstanz. Thomas Birkhölzer ist neuer Vizepräsident für Lehre und Qualitätssicherung an der HTWG Konstanz, wie es einem Statement heißt. Der Hochschulsenat wählte den Professoren mit "überwältigender Mehrheit". Seine Amtszeit dauert drei Jahre.

Birkhölzer war bis zuletzt Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik. Er lehrt die Fächer Mathematik und Informatik. Er tritt die Nachfolge der langjährigen Vizepräsidentin Professorin Dr. Beate Bergé an.

In einem ersten Statement wird Birkhölzer zitiert: "Ich hatte das Glück, zu Beginn meiner Professorenzeit auf Kollegen zu treffen, die mir mit ihrem Engagement die Bedeutung der Lehre und die Begeisterung dafür vermittelt haben. Studierende ein Stück weit auf ihrem Weg zu begleiten und dazu beizutragen, ihnen Chancen zu eröffnen – und das ist ja der Kern von 'Lehre' – gehört für mich zu den besten Dingen, die man beruflich tun kann". Lehre und ihre Weiterentwicklung waren für ihn "so schon in der Vergangenheit meine Schwerpunkte, als Professor, Studiendekan und Dekan. Und ich bin mir sicher, dass ich auch als Vizepräsident einen Beitrag dazu leisten kann. Dies wird aber nur zusammen mit allen Beteiligten der Hochschule gelingen."

Schwerpunkte zu setzen sei gar nicht so einfach, sagt Birkhölzer. Denn Lehre sei "sehr vielfältig - hinsichtlich der Fachgebiete, der Platzierung im Studienverlauf, der beteiligten Charaktere und Vieles mehr. Es ist deshalb schwierig, einzelne Aspekte zu priorisieren und damit anderes vermeintlich niedriger zu werten. Mir ist auf jeden Fall wichtig, die gute Qualität unseres Lehr- und Lernklimas zu erhalten und weiter zu verbessern, 'Lästiges' so weit wie möglich zu verschlanken und zu automatisieren und Strukturen zu flexibilisieren, wenn Starrheit keinen Vorteil bringt". In einer "Herausforderung sind wir uns wahrscheinlich alle einig: Wir wollen und müssen die Erfahrungen der letzten beiden Corona-Semester analysieren, reflektieren und verarbeiten und damit zu neuen Formen von Studium und Lehre kommen, in der wir hoffentlich die Vorteile beider Welten – Präsenz und Online – nicht gegeneinander ausspielen, sondern optimal aufeinander abgestimmt nutzen".

Präsidentin Sabine Rein freut sich über den neuen Kollegen im Präsidiums-Team. "Ich bin sehr froh, mit Professor Birkhölzer einen Vizepräsidenten Lehre und Qualitätssicherung gewonnen zu haben, der vielfältigste Ideen für die Weiterentwicklung von Lehre und Lernen hat. Durch seine hervorragende Kenntnis der HTWG und ihrer Akteure und durch jahrelange Gremienerfahrung bringt er ausgezeichnete Voraussetzungen mit, um diese Ideen auch in die Tat umzusetzen. Ich habe ihn in den vergangenen Monaten als äußerst integren, differenziert handelnden Professor kennengelernt und bin mir sicher, dass er hervorragend in das Präsidums-Team passt."

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