Dossier

Menschen_Juni 2020


1 Mulag bekommt einen Vertriebschef

Der Spezialfahrzeughersteller treibt damit die Internationalisierung voran

Foto: Mulag

Mulag stellt sich im Vertrieb neu auf – im Rahmen einer weiteren Internationalisierung der Vertriebsaktivitäten haben sich die Gesellschafter und der Aufsichtsrat des Unternehmens entschieden, die Expertise im Bereich Vertrieb zu verstärken.

Andreas Vorig wird als Geschäftsführer, beginnend ab 1. September, schrittweise die Vertriebsbereiche Flughafen und Straßenunterhaltung, sowie Marketing und den After-Sales-Service verantworten. Werner Wössner, Inhaber und Geschäftsführer, betont: "Gerade unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen ist die vertriebliche Ausrichtung und Weiterentwicklung eines Unternehmens von großer Bedeutung. Wir freuen uns, mit Andreas Vorig einen ausgewiesenen Branchenexperten gewonnen zu haben. Er zeichnet sich durch seinen umfangreichen Erfahrungsschatz insbesondere im internationalen Vertrieb von Kommunalfahrzeugen, als auch durch seine langjährige Tätigkeit als Geschäftsführer im kommunalen und industriellen Umfeld sowie im Flughafengeschäft aus".

"Mulag steht als mittelständiges Unternehmen in der Zukunft vor großen Aufgaben. Dies umfasst besonders die Erschließung neuer Märkte, die Erweiterung des Produktspektrums sowie die Digitalisierung", so Holger Wössner, der als Geschäftsführer weiterhin die Bereiche Finanzwesen, Produktmanagement, IT und strategische Unternehmensentwicklung verantworten wird.

Uwe Meißner, technischer Geschäftsführer, ergänzt: "Wir haben zahlreiche neue Produkte und Entwicklungsprojekte, die wir durch den Ausbau des Vertriebs absichern werden."

Das 1953 gegründete und in dritter Generation geführte Familienunternehmen aus Oppenau im Schwarzwald beschäftigt über 330 Mitarbeiter und erreichte 2019 in seinen Geschäftsfeldern Flughafen und Straßenunterhaltung einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro.

2 Neuer Technikchef bei Hymer

Hans-Georg Rauh folgt auf Jochen Hein

Foto: Hymer

Bad Waldsee. Hans-Georg Rauh ist neuer Technischer Gescha?ftsfu?hrer des Wohnmobilherstellers Hymer. In dieser Rolle verantwortet er ku?nftig die Entwicklung und Konstruktion, das Qualita?ts- und das Supply Chain Management sowie die Bereiche Produktion und Personal.

Rauh soll in enger Zusammenarbeit mit Christian Bauer und Jo?rg Mayer die Gescha?fte des Unternehmens am Standort Bad Waldsee lenken. Er folgt auf Jochen Hein, der die Technische Gescha?ftsfu?hrung der neu gegru?ndeten Thor-Tochtergesellschaft Hymer USA u?bernimmt. Rauh berichtet, ebenso wie sein Vorga?nger, an Jan Francke, den COO der Erwin Hymer Group.

Hans-Georg Rauh bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung aus den Bereichen Produktentwicklung, Projektmanagement, Lean Management und Lean Production in der Automobilzulieferindustrie mit. Von 1995 bis 2012 war er Entwicklungschef beim Autozulieferer WET. Anschließend folgten drei Jahre als Chief Technology Officer bei BOS. Die vergangenen vier Jahre war er als freier Unternehmensberater tätig.

„Die Neu- und Weiterentwicklung von Produktkonzepten mit hohem Kundennutzen bei gleichzeitigem Fokus auf der Erho?hung der Produktivita?t durch die Standardisierung u?ber Bauka?sten, sind zentrale Hebel fu?r die ku?nftige Ausrichtung“, so Rauh. „Ich freue mich darauf, in zahlreichen innovativen Projekten an die bisher erzielten Erfolge anzuknu?pfen und die Gescha?ftsta?tigkeit von Hymer maßgeblich mitzugestalten.“

3 Schöler Fördertechnik mit neuem Geschäftsfeld

Michael Reinhoffer übernimmt den Vertrieb des Bereichs Industriemaschinen

Foto: Schöler Fördertechnik AG

Die Schöler Fördertechnik erweitert seine Geschäftsfelder. Der Vertrieb von Komplementärprodukten, die nicht im Linde-Portfolio aufgeführt sind, münden in den neuen Geschäftsbereich der Schöler Industriemaschinen. Die Leitung des Bereichs übernimmt Marcus Hahn, bisheriger Vertriebsleiter bei Schöler für Linde Produkte. Die Vertriebsleitung liegt bei Michael Reinhoffer. Ziel der Neugründung ist eine zentralisierte Betreuung für alle Produkte über das Linde Portfolio hinaus, um somit ein breiteres Angebot zu bieten.

Durch die Neugründung bildet Schöler ein Team in der Beratung und dem Verkauf rund um Spezialgeräte für die Intralogistik. Hahn als ehemaliger Vertriebsleiter der Schöler Fördertechnik für Linde Produkte übernimmt den Auf- und Ausbau dieses neuen Bereiches. Die Suche nach einem Nachfolger seiner bisherigen Aufgaben läuft bereits auf. Schöler Industriemaschinen vereint Produkte von der Reinigungstechnik bis zum Schwerlaststapler. Es handelt sich hier um Produkte, die das Portfolio der Linde Material Handling nicht abdeckt.

Die Schöler Fördertechnik AG ist seit 1966 süddeutscher Vertragshändler der Linde Material Handling und Logistikdienstleister mit den Schwerpunkten Vertrieb, Miete und Service von Flurförderfahrzeugen sowie der Beratung im Bereich des Materialflusses. Die Schöler Fördertechnik AG hat den Sitz in Rheinfelden (Baden), weitere Niederlassungen befinden sich in Achern, Zimmern ob Rottweil, Stuttgart, Ulm, Singen (Hohentwiel) und Bad Waldsee. 2015 wurden die Geschäftsfelder um die Bereiche der automatisierten Reinigungstechnik, der Energielösungen im Bereich der Lithium-Ionentechnologie und neuen System- und Sicherheitslösungen in der Intralogistik erweitert.

4 Hugo Boss findet neuen Vorstandschef

Der Modekonzern holt sich Verstärkung von einem Wettbewerber

Foto: oh

Metzingen. Der Modekonzern Hugo Boss hat einen Nachfolger für Vorstandschef Mark Langer gefunden, der das Unternehmen Ende September verlassen wird. Allerdings wird sein Nachfolger erst Monate später übernehmen: Daniel Grieder (Foto) übernimmt Anfang Juni 2021.

Grieder, 58, wechselt von Tommy Hilfiger nach Metzingen. Er ist seit 30 Jahren im Modebusiness und war seit 2014 war er CEO bei Hilfiger.

„Ich komme in einer spannenden Phase und freue mich sehr darauf, meinen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser deutschen Fashion-Ikone zu leisten“, sagt Grieder.

5 Mosolf baut Geschäftsführung aus

Zwei neuer Geschäftsführer bei Tochterfirma

Foto: oh

Kirchheim. Der Auto-Logistiker Mosolf baut die Geschäftsführung seiner Tochterfirma Move-Tec um. Seit kurzem gehören Matthias Wollenberg (l.) und Markus Schrick zur Geschäftsführung des Unternehmens.

Markus Schrick übernimmt die Verantwortung für Vertrieb und Marketing. Matthias Wollenberg übernimmt den Service-Bereich. Move-Tec verantwortet den Sonderfahrzeugbau im Unternehmen und kümmert sich auch um die Weiterentwicklung der Elektromarke Tropos.

„Mit Markus Schrick und Matthias Wollenberg holen wir außergewöhnliches Know-how und internationale Automobilerfahrung in unser Unternehmen“, so Jörg Mosolf, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

6 Neuer Chefaufseher bei Xing

Martin Weiss löst Stefan Winners ab

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Offenburg. Die Burda-Tochter New Work, die Firma hinter Xing, hat einen neuen Chef in ihrem Aufsichtsrat. Martin Weiss hat jetzt den Vorsitz im Kontrollgremium übernommen.

Er folgt damit Stefan Winners, der nicht wieder angetreten war und das Gremium verlässt. 

Auch an der operativen Spitze gibt es eine Änderung, die jedoch bereits kommuniziert wurde: Petra von Strombeck hat den Vorstandsvorsitz von New Work übernommen.

7 Sick verkleinert den Vorstand

Nach dem Abschied von Reinhard Bösl wird sein Posten nicht neu besetzt

Foto: oh

Waldkirch. Der Sensortechniker Sick verkleinert seinen Vorstand. Reinhard Bösl (Foto), bisheriger Leiter der Sparte Systems & Automation, wird das Unternehmen aus Altersgründen verlassen. Sein Vertrag läuft noch bis Ende Juni. Bösl war 13 Jahre im Sick-Vorstand.

„Reinhard Bösl war ein maßgeblicher Partner, der die Brachensegmente zukunftsorientiert aufgestellt und das Thema Nachhaltigkeit mit Weitsicht in der Unternehmensstrategie verankert hat“, sagt Sick-Konzernchef Robert Bauer.

Sein Posten wird nicht wieder besetzt. Die Aufgaben Bösls werden unter den übrigen fünf Vorständen verteilt. Dies sind neben BAuer noch Vertriebsvorstand Mats Gökstorp, Personalchef Martin Krämer, CFO Markus Vatter und Tosja Zywietz, COO.

8 Neuer Chef bei Baxter in Hechingen

Rémi Helmig übernimmt die Verantwortung am Standort

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Hechingen. Rémi Helmig hat die Geschäftsleitung des Baxter-Standorts Gambro Dialysatoren übernommen. Der 40-Jährige leitet den Baxter-Standort Hechingen. Dort entwickelt und produziert das Unternehmen Dialysegeräte und -zubehör. 

Der gebürtige Schweizer hat Biotechnologie studiert und ein Zusatzstudium in Betriebswirtschaft absolviert. Für die Position des Geschäftsführers bringt er nach Unternehmensangaben optimale Voraussetzungen mit. Seine berufliche Karriere beinhaltet Stationen in weltweit operierenden Unternehmen der Pharmazeutischen Industrie. Er hat im In- und Ausland von England über Südafrika und Deutschland in verschiedenen Positionen als Werksleiter und Geschäftsführer gearbeitet.

„Die Vorstellung für ein Unternehmen tätig zu sein, das sich mit Leidenschaft dafür einsetzt, Leben zu retten und zu erhalten, begeistert mich“, so Helmig. „Deshalb freue ich mich sehr, dass mir die verantwortungsvolle Aufgabe als Geschäftsführer von der Baxter-Konzernleitung übertragen wurde.“

Von Jens Schiele, Leiter Produktion, und Krzysztof Nawrocki, Leiter Finanzen & Controlling, die sich interimsweise die Geschäftsleitung des Baxter-Standorts geteilt haben, hat Helmig ein engagiertes Team übernommen. „Die Belegschaft ist unglaublich motiviert, gerade in dieser herausfordernden Zeit der Pandemie leistet sie unglaublich viel“, betont Helmig.

9 Lothar Zipse ist tot

Der Unternehmer starb an einer Corona-Erkrankung

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Kenzingen. Der südbadische Unternehmer Lothar Zipse ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Wie seine Familie bekannt gab, starb Zipse an einer Corona-Erkrankung.

Zipse war Inhaber mehrere Ausbaumärkte in am Oberrhein. Vor 40 Jahren gründete er sein Unternehmen in einem Ortsteil von Herbolzheim und setzt dabei vor allem auf den Naturstoff Kork als Bodebelag.

Zuletzt gab es vier Märkte – in Kenzingen, Rust, Offenburg und Gundelfingen. Im Unternehmen sind aktuell 120 Mitarbeiter beschäftigt.

10 Schreiber verlässt BAM

Der langjährige Vorstand geht einen neuen Weg

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Stuttgart. Das Bauunternehmen BAM muss sich an der Spitze neu aufstellen. Vorstand Frank Schreiber hat das Unternehmen nach 22 Jahren verlassen.

Ende Mai hat Schreiber sich von BAM verabschiedet. Laut Unternehmensangaben wird er sich beruflich neu orientieren. Aus Schreibers Linkedin-Profil geht hervor, dass er sich dem norddeutschen Bauunternehmen Bunte als Geschäftsführer angeschlossen hat.

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr und bedanken uns bei Herrn Schreiber für die langjährige gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine weitere Karriere alles Gute“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme.

Die Nachfolge im Vorstand ist noch offen. Bis auf weiteres wird Frank Thiesen in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem Management-Team die Aufgaben von Frank Schreiber als Director Operations übernehmen.

11 Elring-Klinger verlängert mit Technikvorstand

Reiner Drews ist seit zwei Jahren im Vorstand des Autozulieferers tätig

Foto: oh

Dettingen. Der Autozulieferer Elring-Kliner hat den Vertrag von Vorstandsmitglied Reiner Drews frühzeitig um fünf Jahre bis Ende März 2026 verlängert. Das gab das börsennotierte Unternehmen jetzt bekannt. Reiner Drews gehört dem Vorstand der Elring-Klinger seit dem 1. April 2018 an und verantwortet dort das Ressort Produktion.

„Wir freuen uns, die hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Reiner Drews fortzusetzen“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Eberhardt die Entscheidung „Seine unternehmerische Kompetenz und seine langjährige Produktionserfahrung sind für Elring-Klinger von großem Nutzen und stärken bei Mitarbeitern, Zulieferern und Kunden die Sicherheit und das Vertrauen in den Konzern.“

Reiner Drews ist seit dem 1. April 2018 Vorstandsmitglied bei Elring-Klinger. Dort ist er verantwortlich für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen Werke und den Bereich Qualitätssicherung. Zuvor war er zwölf Jahre lang als Geschäftsbereichsleiter in führender Funktion für den Konzern tätig.

12 ED Netze baut die Spitze um

Der Netzbetreiber nutzt die neue Struktur für eine Neuausrichtung

Foto: Energiedienst Holding AG

Rheinfelden. Joachim Pfister und Boris Philippeit sind die neuen Geschäftsführer des Netzbetreibers ED Netze. Das teilte das Unternehmen mit. Pfister (im Foto links) kommt von der Netze BW und übernimmt die Verantwortung für den technischen Bereich. Philippeit stammt aus der Energiedienst-Gruppe: Er leitete zuletzt den Stab und die Kommunalbetreuung.

Diese Funktion der Kommunalbetreuung wird er auch an seiner neuen Position bei ED Netze zusätzlich zum kaufmännischen Bereich verantworten. Damit bekommt der Netzbetreiber neue Strukturen: "Mit der Neuausrichtung wollen wir die Leistungsfähigkeit der ED Netze weiter verbessern, das Konzessionsgeschäft stärken und langfristig neue Umsatz- und Ertragsquwellen erschließen", so Philippeit.

Die ED Netze versorgt mit mehr als 330 Mitarbeitern 295.000 Netzkunden in Südbaden mit Strom und bietet Dienstleistungen wie Betriebsführungen bei Trinkwasser, Straßenbeleuchtung und Breitbandnetzen.

13 Trauer um Hans Mezger

Der Konstrukteur legendärer Motoren verstarb im Alter von 90 Jahren

Foto: Porsche AG

Stuttgart. Hans Mezger ist nach Angaben von Porsche im Alter von 90 Jahren verstorben. Das Unternehmen verdankt ihm unter anderem den luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor des Porsche 911 sowie des TAG-Turbo Formel-1-Motors. Zudem hat er die Geaamtkonstruktion des 917 sowie dessen Zwölfzylinder-Motors verantwortet.

Wobei Porsche zunächst gar kein Auge auf den jungen Absolventen des Studiengangs Maschinenbau an der Uni Stuttgart geworfen hatte: Er habe 28 Stellenangebote bekommen, erinnerte sich Mezger in späteren Jahren, nur von Porsche sei keines dabei gewesen – dabei wollte er unbedingt bei den Zuffenhausenern arbeiten.

Also bewarb sich Mezger auf gut Glück, bekam eine Stelle in der Konstruktion von Dieselmotoren angeboten und landete dank Überzeugungskraft am Ende doch in der Berechnungsabteilung für Sportwagen. Das war 1956 und seit dieser Zeit war der legendäre Konstrukteur dem Unternehmen bis zuletzt eng verbunden.

14 Glöckl-Frohnholzer neuer Breitbandchef

Der Ingenieur sieht Glasfaser als alternativlos an

Foto: Landratsamt Ortenaukreis

Offenburg. Die Gesellschafterversammlung der Breitband Ortenau hat Josef Glöckl-Frohnholzer (im Foto rechts) zum neuen Geschäftsführer bestimmt. Der 57-jährige Ingenieur setzte sich gegen 28 Bewerber durch. "Wir haben einen versierten Telekommunikations-Experten für diese wichtige Position gewinnen können", kommentierte Landrat Frank Scherer (im Foto links) die Personalie.

Glöckl-Frohnholzer arbeitet seit mehr als 30 Jahren in leitenden Funktionen in der Branche. Zuletzt war er Geschäftsführer bei einem Telekommunikationsunternehmen in Norddeutschland, das den Glasfaserausbau strategisch vorantrieb. Dort verantwortete er die Bereiche Technik, Vertrieb und Finanzen.

Die Einschätzung von Glöckl-Frohnholzer ist deshalb wenig überraschend: "Im Zuge der Gigabitgesellschaft und der zunehmenden Digitalisierung ist der Glasfaseranschluss alternativlos."

Sein Vorgänger Peter Lassahn ist nach drei Jahren aus persönlichen Gründen laut der Breitband Ortenau "in seine schwäbische Heimat zurückgekehrt".

Die Breitband Ortenau wurde 2017 gegründet. Die Aufgabe des Unternehmens ist es, die Kommunen beim Breitbandausbau zu unterstützen und zu beraten.

15 Jautz bleibt an der Spitze

Die Mehrheit eines Hochschulrates stehen hinter dem Wirtschaftsrechtler

Foto: Hochschule Pforzheim

Pforzheim. In einer außerordentlichen Sitzung hat sich die Mehrheit des Hochschulrates der Hochschule Pforzheim für eine zweite Amtszeit von Rektor Ulrich Jautz ausgesprochen. Der 56-jährige Jurist nannte als Ziele für die kommenden acht Jahre die digitale Transformation bei Lehr- und Lerninhalten voranzutreiben. Dadurch sollten auch die Studierenden auf die Veränderungen der Arbeitswelt unter dem Stichwort "lebenslanges Lernen" vorbereitet werden.

Jautz ist seit 2001 Professor für Wirtschaftsrecht an der Hochschule. Zuvor war er nach dem Studium in Tübingen mehrere Jahr in einer Anwaltskanzlei in Stuttgart tätig. Seti 2014 ist er Rektor der Hochschule.

16 Go-Ahead stellt die Spitze neu auf

Charles Hodgson führt nun das in der Kritik stehende Eisenbahnunternehmen

Foto: Go-Ahead

Stuttgart. Stefan Krispin hat die Position des Geschäftsführeres bei allen Gesellschaften der Go-Ahead in Deutschland niedergelegt. Das teilte das Unternehmen mit. Charles Hodgson und Elodie Brian führen die Unternehmen nun gemeinsam. Hodgson verantwortet seit acht Jahren die strategische Entwicklung der Gruppe mit Sitz in England, Brian die Finanzen.

Go-Ahead ist ein privates Eisenbahnunternehmen und betreibt in Deutschland unter anderem Linien von Stuttgart aus nach Aalen, Ulm und Karlsruhe. In den vergangenen Monaten stand das Unternehmen immer wieder wegen Zugausfällen und Unpünktlichkeit in der Kritik.

17 Kerstin Krieglstein kehrt zurück

Die Rektorin der Uni Konstanz wird in gleicher Position an eine andere Hochschule gewählt

Foto: Uni Freiburg/Patrick Seeger

Freiburg. Die Uni Freiburg bekommt erstmals eine Frau als Rektorin: Kerstin Krieglstein wurde für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt, sie wird das Amt im Oktober antreten. Die Findungskommission habe die Kandidatin vorgeschlagen, die "uns mit deutlichen Abstand am geeignetsten für das Amt erschien", so Andreas Barner, Vorsitzender des Universitätsrates und der Führungskommission.

Für Krieglstein ist es eine Rückkehr: Zwischen 2007 und 2014 war sie bereits als Professorin für Anatomie in Freiburg, bevor sie an die Uni Konstanz wechselte. Am Bodensee war sie seit August 2018 Rektorin.

Als Vision für die Uni Freiburg in ihrer ersten Amtszeit formulierte die Gewählte "die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre führende Position national und international auszubauen". Dies solle "natürlich" in einen erneuten Förderantrag beim Bund als Exzellenzuniversität münden.

Der Vorgänger von Krieglstein, Hans-Jochen Schiewer, hatte sich nicht für eine dritte Amtszeit beworben. Er kehrt im Oktober auf seine Professur für Germanistische Mediavistik zurück.

18 Ulm: Sparkasse holt Kühn an die Spitze

Eigengewächs als Vorstand im Wartestand

Foto: oh

Ulm. Der Verwaltungsrat der Sparkasse Ulm hat Thorsten Kühn zum stellvertretenden Vorstadsmitglied ernannt. Der 38-Jährige ist damit ein heißer Kandidat auf einen Vorstandsposten bei der Bank. Der Vorstand besteht zurzeit aus dem Vorsitzenden Stefan Bill sowie Wolfgang Hack und Ulrich Heisele.

Damit scheint auch klar: Die Spitze der Ulmer Bank wird auch in den nächsten Jahren wenig divers gestaltet. Eine Frau an der Spitze der Bank ist damit unwahrscheinlich. Landesweit sind nur gut zwei Prozent der Vorstände in den Sparkassen Frauen. Ihr Anteil an der Belegschaft insgesamt liegt jedoch bei mehr als 50 Prozent.

Mit der Beförderung Kühns setzt die Bank auf ein Eigengewächs. Thorsten Kühn hat 1998 seine Ausbildung bei der Ulmer Sparkasse begonnen und sich seither stetig nach oben gearbeitet. Er war Vorstandsassistent, Abteilungs- und Bereichsleiter und leitet seit nunmehr fünf Jahren den Vorstandsstab.

19 Neuer Südwest-Chef beim TÜV

Björn Eislechner neuer Regionalleiter der Industrieservice-Sparte

Foto: oh

Stuttgart. Die TÜV SÜD Industrie Service hat Björn Eislechner zum neuen Regionalleiter Baden-Württemberg berufen. Damit übernimmt der Leiter der Niederlassung Stuttgart zusätzlich die Verantwortung für das Industrie- und Real-Estate-Geschäft des Dienstleistungskonzerns in einer der wichtigsten deutschen Wirtschaftsregionen. Als Regionalleiter folgt Eislechner auf Jürgen Frank, der im Herbst in den Ruhestand geht.

„Hier in der Region gibt es viele starke mittelständische Unternehmen, die in ihren Bereichen entweder Marktführer oder sogar Weltmarktführer sind“, sagt Björn Eislechner. „Mit unseren Leistungen tragen wir dazu bei, dass sich diese Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln und dass der Betrieb möglichst reibungslos läuft.“ Auch während der Corona-Krise führen die TÜV SÜD-Sachverständigen beispielsweise nach Möglichkeit alle notwendigen Prüfungen von überwachungsbedürftigen Anlagen wie Aufzügen oder Tankstellen durch, um die Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlagen auch in dieser kritischen Ausnahmesituation zu gewährleisten. Zudem nutzen vielen Unternehmen vorübergehende Stillstände zur Durchführung von Prüfungen, die für den sicheren Weiterbetrieb erforderlich sind.

Björn Eislechner hat im Juli 2017 die Leitung der Stuttgarter Niederlassung der TÜV SÜD Industrie Service GmbH übernommen. Nach seinem Studium des Produktionsmanagements an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Reutlingen startete der gebürtige Nürtinger seine berufliche Laufbahn bei einem Hersteller von Nutzfahrzeugersatzteilen in Stuttgart. Im Jahr 2008 wechselte er zu Otis, einem der weltweit führenden Hersteller von Aufzügen und Fahrtreppen. Er war hier in mehreren verantwortlichen Führungspositionen tätig, zuletzt als Regionalleiter für Baden-Württemberg, Hessen und Saarland. Im Jahr 2014 wechselte der Diplom-Betriebswirt (FH) zur ASK Kugellagerfabrik und verantwortete dort den weltweiten Geschäftsbereich Sales & Marketing, bevor er 2017 zu TÜV SÜD kam.

20 Busch regiert bei Pfeiffer durch

Vorstand wird verkleinert und ausgetauscht

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Maulburg. Der Pumpenhersteller Busch nutzt seinen Einfluss auf Pfeiffer Vacuum, um das Unternehmen an der Spitze neu aufzustellen. Wenn zum Jahresende der langjährige Pfeiffer-Chef Eric Taberlet aus dem Unternehmen ausscheidet, wird es eine neue Chefin im Unternehmen geben.

Dazu wird Pfeiffer Britta Giesen (Foto) verpflichten. Die bisherige COO bei ISS Facility rückt zum 1. Oktober in den Vorstand des Unternehmens und wird dann zum Jahreswechsel den Vorsitz übernehmen.

Für die bisherige Finanzchefin von Pfeiffer ist dann kein Platz mehr. Nathalie Benedikt, seit drei Jahren CFO der Pfeiffer-Gruppe, werde das Unternehmen dann verlassen, teilt Pfeiffer mit.

Aktuell besteht der Vorstand bei Pfeiffer aus drei Mitgliedern. Neben Taberlet und Benedikt gehört auch Wolfgang Ehrk als COO zur Konzernspitze. Er werde auch nach dem Umbau im Vorstand bleiben.

Busch hält über seine Holding Pangea die Mehrheit an Pfeiffer Vacuum. Nach Angaben des Unternehmens kontrolliert Pangea aktuell gut 60 Prozent der Anteile, daneben gibt es zwei weitere institutionelle Investoren mit je etwa drei Prozent der Anteile. Ein Drittel der Aktien befindet sich im Streubesitz.

21 Medica erweitert die Geschäftsführung

Jonathan Kopf soll die Marke Thera Trainer voran bringen

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Hochdorf. Der schwäbische Medizintechiker Medica hat seine Geschäftsführung erweitert. Seit kurzem gehört Jonathan Kopf zur Führungsspitze des Unternehmens.Als Ingenieur und langjähriger Strategieberater bei McKinsey ergänzt er die Geschäftsführung um Peter Kopf und Otto Höbel. „Mein Fokus liegt ganz klar auf neuen Märkten und neuartigen Lösungskonzepten“, so Kopf.

Aus der Marke Thera-Trainer haben die langjährigen Geschäftsführer Peter Kopf und Otto Höbel in den vergangenen Jahren einen weltweit agierenden Hidden Champion im Bereich robotikgestützte Bewegungstherapie gemacht. Jonathan Kopf übernimmt nun unter anderem den Bereich New Business Development – und setzt damit einen klaren strategischen Fokus auf die Erschließung zukunftsträchtiger Märkte und die Entwicklung neuartiger Lösungen.

„Durch den demografischen Wandel und die damit einhergehende Zunahme bestimmter Krankheitsbilder wie Schlaganfällen bietet der Markt für robotikgestützte Therapiegeräte enormes Wachstumspotenzial“, sagt Kopf. Weltweit nutzen Patienten bereits mehr als 70.000 Menschen die Produkte aus Hochdorf. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 110 Mitarbeiter und ist über Vertretungen in 70 Ländern präsent.

22 Schöck mit neuem Vertriebsleiter

Andreas Schmidt bringt reichlich Erfahrung in den neuen Job mit

Foto: oh

Baden-Baden. Andreas Schmidt hat die nationale Vertriebsleitung der Schöck Bauteile übernommen. In dieser Position berichtet er direkt an den Vorstandsvorsitzenden Mike Bucher.

Für seine Aufgabe beim Bauproduktespezialisten bringt Schmidt mehr als 30 Jahre Berufserfahrung im Vertrieb mit. Während seiner Laufbahn verantwortete er unter anderem die Vermarktung von Produkten namhafter Hersteller aus der Baubranche wie Novoferm, Rigips und Cembrit. Für das schweizerische Unternehmen Siga gestaltete er den Markteintritt in Irland. Zudem war er mehrere Jahre erfolgreich als Country Manager Deutschland für Trespa tätig.

"Mit Andreas Schmidt gewinnen wir für diese Führungsposition bei Schöck einen ausgewiesenen Baukenner und international erfahrenen Vertriebsprofi", so Vorstandschef Bucher.

Als Vertriebsleiter national wird Schmidt schwerpunktmäßig den Vertrieb neuer strategischer Produktkategorien aufbauen und die digitale Transformation im Vertrieb sowie das Vertriebs- und Kundenmanagement weiterentwickeln.

23 Neuer Vorstand bei Nexway

Der E-Commerce-Spezialist stellt sich an der Spitze neu auf – überraschend und nur wenige Wochen nach dem ersten Umbau

Foto: Nexway (Logo)

Karlsruhe. Norman Hansen hat überraschend seinen Posten als CEO verlassen – dabei hatte er erst Anfang April das Amt im Rahmen eines umfassenden Umbaus von Victor Iezuitov übernommen, der ebenfalls ohne Vorankündigung das Amt auf Ende April geräumt hatte.

Der Aufsichtsrat hat Jan Schulmeister und Christian Herkel als neue Vorstandsmitglieder berufen: Herkel hat als langjähriges Mitglied der Geschäftsführung die Position des CEO inne, Schulmeister fungiert als CFO. Er war zuvor bei der Credit Suisse und war mit verschiedenen Führungspositionen in Unternehmen in DEutschland und der Schweiz betraut.

24 Hubert Heller ist tot

Der Unternehmer starb im Alter von 83 Jahren

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Nürtingen. Die Heller Gruppe trauert um Hubert Heller, der  im Alter von 83 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Heller war Unternehmer mit Herz und Verstand und hat die Entwicklung von Heller hin zu einem der weltweit führenden Werkzeugmaschinenbauer und einer internationalen Unternehmensgruppe mit Niederlassungen rund um den Globus maßgeblich geprägt.

Schon sehr früh musste er Verantwortung für das Unternehmen übernehmen, nachdem der Vater im Jahr 1959 viel zu früh verstorben war. Im Januar 1960 trat er als junger Maschinenbauingenieur ins Familienunternehmen ein, wurde 1961 zum Geschäftsführer und 1963, mit gerade einmal 27 Jahren, zum Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt. In den rund 40 Jahren, in denen er, ab 1969 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Berndt, aktiv die Geschicke des Unternehmens leitete, hat Hubert Heller unzählige Spuren seines Wirkens hinterlassen. Ganz besonders auch bei vielen Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern.

Nach dem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand im Jahr 1999 übernahm Hubert Heller bis 2007 den Vorsitz des Aufsichtsrates der Heller Gruppe. Auch im Anschluss hat er regen Anteil an der Entwicklung des Unternehmens genommen, ein Besuch in der Firma und das direkte Gespräch waren ihm bis zuletzt wichtig.

Hubert Heller hat sich um den Werkzeugmaschinenbau in Deutschland verdient gemacht. Auch vertrat er das Unternehmen viele Jahre ehrenamtlich in diversen Verbandsgremien.

„Die Firma war sein Leben. Mit Hubert Heller verlieren wir eine große Unternehmerpersönlichkeit und einen bis zuletzt wichtigen Ratgeber. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seiner Familie. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren“, sagt Klaus Winkler, für die Geschäftsführung der Heller Gruppe.

25 Draht Center Hochrhein vor Wechsel

Für Carina Kuttruff ist die Übernahme der Geschäftsführung vorbereitet

Foto: Foto & Design

Laufenburg. Rolf Kuttruff hat die Weichen für den Wechsel der Geschäftsführung der Draht Center Hochrhein gestellt: Der 63-Jährige hat seine Tochter Carina in die Unternehmensführung geholt. Die 26-Jährige arbeitet bereits seit 2015 im Unternehmen mit, hat 2018 Einzelprokura erhalten und soll nun ab 2021 die alleinige Geschäftsführung übernehmen. Bis dahin wird die komplette Übergabe erfolgt sein.

Rolf Kuttruff führt das Unternehmen bereits seit 30 Jahren. Die Draht Center Hochrhein plant, montiert und wartet in Südbaden, der Schweiz und dem Elsaß Zaunsysteme aller Art. Zu Spanne der Kunden reicht vom Privatmenschen bis zum Großkonzern. Zudem hat das Unternehmen ein eigenes Zaunsystem entwickelt, das im deutschsprachigen Raum vertrieben wird. Das Unternehmen beschäftigt 15 eigene Mitarbeiter.

26 Aus dem Trio wird ein Duo

Die Kreissparkasse Rottweil stellt den Vorstand neu auf. Der Grund dafür ist schlicht

Foto: Kreissparkasse Rottweil

Rottweil. Nach 47 Jahren bei der Sparkasse, davon 18 Jahre im Vorstand, ist Roland Eckhardt in den Ruhestand gewechselt. Er hat zuletzt als stellvertretender Vorstand den Bereich Unternehmenskunden geleitet sowie zahlreiche IT- und Baugroßprojekte verantwortet: Darunter die Erstellung der größten Photovoltaikanlage im Landkreis und die Sanierung und Erweiterung der Hauptstelle in Rottweil. Für die geleistete Arbeit wurde Eckhardt die baden-württtembergische Sparkassenmedaille verliehen.

Nach dem Weggang von Eckhardt wird die Kreissparkasse Rottweil nun wieder von einem Duo geleitet: Matthäus Reiser bleibt der Vorsitzende des Vorstandes, Christian Kinzel ist Stellvertretender Vorstand.

27 Serviscope mit neuer Führung

Der Banken-Dienstleister wird nun von Frank Erb geführt – zusätzlich wurden weitere Positionen ausgetauscht

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Karlsruhe. Im Rahmen einer virtuellen Hauptversammlung wurden bei Serviscope wichtige Positionen neu besetzt: So hat der langjährige Vorstandsvorsitzende Kaya Aydinli mit der Hauptversammlung das Amt verlassen. Neu in dieser Position ist Frank Erb von der Fiducia & GAD IT. Parallel wurde Horst Möller, Geschäftsfeldleiter Kundenprojekte und Consulting der Fiducia & GAD, zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Er übernimmt den Posten von Jens-Olaf Bartels, der Anfang Januar tödlich verunglückt ist.

Sigrid Werner, Vorsitzende des Vorstandes der VR-Bank Alzenau, wurde in den Aufsichtsrat der Serviscope nachgewählt. Sie folgt auf Manfred Rockenfeller, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsbank Unterallgäu, der Ende des Jahre in den Ruhestand gehen wird.

Die Serviscope ist der zentrale Business Process Outsourcing Dienstleister für die Genossenschaftliche Finanz-Gruppe. Die AG mit Hauptsitz in Karlsruhe und mehreren Niederlassungen im Bundesgebiet unterstützt rund 400 Genossenschaftsbanken und Privatbanken mit standartisierten Prozessen und Dienstleistungen. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 22,1 Millionen Euro.

28 Finanzchef verlässt Badenova

Maik Wassmer verlässt den südbadischen Versorger überraschend

Foto: Badenova

Freiburg. Der Regionalversorger Badenova muss sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, wird der langjährige Vorstand Maik Wassmer das Unternehmen Ende Juni verlassen. Über die Gründe für seinen vorzeitigen Abschied gibt es zum Teil wild Spekulationen.

Wassmer verlässt das Unternehmen nach 13 Jahren und zwei Jahre vor dem Ende seine Vertrages. Die Badenova erklärt, es gebe „unterschiedliche Auffassungen innerhalb des Vorstands“ über die Zukunft der Badenova. Die Badische Zeitung mutmaßt, dass dies mit dem technologischen Wandel zu tun haben könnte, was die Badenova aber dementiert.

Auch die mögliche Rolle Wassmers als ewiger Kronprinz hinter Konzernchef Thorsten Radensleben wird als möglicher Grund für den Abschied genannt. Dies bleibt von der Badenova unkommentiert.

Bis auf weiteres wird Radensleben nun auch die Verantwortung für die Finanzen des Konzerns tragen. Wann genau ein neuer Vorstand gefunden werden kann, ist unklar.

29 BN Netze stellt sich an der Spitze breiter auf

Robin Grey rückt als dritter Geschäftsführer auf

Foto: Badenova

Freiburg. Die Badenova-Tochter BN Netze hat einen dritten Geschäftsführer bekommen. Robin Grey bildet künftig eine Dreierspitze mit Volker Geis und Reinhold Lohr.

In dem Trio trägt Grey künftig die Verantwortung für den Bereich Markt und Entwicklung. Geis bleibt zuständig für die Technik, Lohr fürs Kaufmännische.

Robin Grey ist seit 14 Jahren für den Badenova-Konzern tätig. Er war unter anderem Teil der Unternehmenskommunikation und war Geschäftsführer der von der Badenova mit getragenen Klimapartner Oberrhein. Seit zwei Jahren ist er auch Geschäftsführer des Gründerzetrums Baden Campus in Breisach.

BN Netze ist mit 700 Mitarbeitern die größte Einheit im Badenova-Konzern. Das Unternehmen ist zuständig für den Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Netze, darunter 6500 Kilometer Stromleitungen und 8000 Kilometer für Erdgas.

Das Foto zeigt (von link) Reinhold Lohr, Robin Grey und Volker Geis.

30 Herzog wird Chef von BW-I

Er soll neue Impulse der staatlichen Gesellschaft setzen

Foto: oh

Stuttgart. Christian Herzog wird neuer Geschäftsführer von Baden-Württemberg International. Das hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut nun erklärt. „Wir sind überzeugt, dass Christian Herzog durch seine breite Expertise und seinen großen Erfahrungsschatz wichtige, neue Impulse bei der zukünftigen Ausrichtung von BW-I setzen wird“, so die Ministerin.


Herzog übernimmt den Posten Anfang August. Herzog war zuletzt für die staatliche GmbH „Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie“ tätig. Herzog war dort unter anderem für die Bereiche Digitale Wirtschaft, Internationalisierung und Start-ups verantwortlich.

BW-I unterstützt Unternehmen und Hochschulen bei der Internationalisierung und macht interaationales Standortmarketing. „Baden-Württemberg International befindet sich bereits auf einem guten Weg in die digitale Zukunft und hat insbesondere in den letzten Wochen und Monaten sein Dienstleistungsangebot auf die durch die Corona-Pandemie veränderte Situation angepasst“, so die Ministerin.

„Ich freue mich sehr über die neue Herausforderung und bedanke mich ganz herzlich für das Vertrauen“, so Herzog. „Der Abschied aus Berlin fällt mir nicht leicht, aber die Chance, die Unternehmen und Hochschulen in dem wirtschaftlich so starken Baden-Württemberg zu unterstützen, ist ein Angebot, das ein leidenschaftlicher Wirtschaftsförderer nicht ablehnen kann.“

31 Weckenmann erweitert Geschäftsführung

Mit Martin Schatz wurde ein dritter Geschäftsführer verpflichtet

Foto: oh

Dormettingen. Martin Schatz ist dritter Geschäftsführer des Anlagentechnikers Weckenmann aus Dormettingen. Schatz war seit etwas mehr als fünf Jahren Leiter der Abteilung Konstruktion und Entwicklung. Nun wurde er befördert.

„Mit diesem Schritt möchten wir den aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung noch besser begegnen und unsere Innovationskraft nachhaltig ausbauen“, so Hermann Weckenmann. Martin Schatz war vor seiner Zeit bei Weckenmann als Maschinenbauingenieur erfolgreich bei verschiedenen Unternehmen der industriellen Fördertechnik tätig und kennt das Industrieanlagen Projektgeschäft aus langjähriger Erfahrung.

Er wird zukünftig zusammen mit den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern, Wolfgang und Hermann Weckenmann, das weltweit tätige Familienunternehmen leiten. Sein Verantwortungsbereich umfasst Konstruktion, Entwicklung, Materialwirtschaft und Projektmanagement.

Mit dieser Personalentscheidung soll gesichert werden, dass Weckenmann seine Marktposition als bedeutender innovativer und leistungsfähiger Anlagenlieferant für die Betonfertigteilindustrie stärken und weiter ausbauen wird.

Das Foto zeigt (v.l.) Hermann Weckenmann, Martin Schatz und Wolfgang Weckemann.

32 Mirko Strauss hat eine neue Aufgabe

Er war zuletzt bei einem Luftfahrtzulieferer tätig

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Steinen. Mirko Strauss ist neuer Vertriebsleiter beim Wassertechniker H2O in Steinen bei Lörrach. Der 47-jährige Kaufmann wechselt vom Luftfahrtzulieferer Hydro aus Biberach an den Hochrhein. Zuvor war er auch für Jet Aviation, Lufthansa und Debitel tätig.

Bei H2O tritt Strauss die Nachfolge von Jochen Freund an, der das Unternehmen nach zwölf Jahren auf eigenen Wunsch verlassen habe, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt.

„Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung und darüber, Teil eines hochmotivierten Teams zu sein“, so Strauss. Er trägt die Verantwortung für den nationalen und internationalen Vertrieb.

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