Dossier

Menschen_Oktober 2020


1 Konsequenter Neustart

Die Blanco Professional Gruppe hat mit Egon Kofler einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung – und der eine große Aufgabe

Foto: Blanco Professional

Obererdingen. Egon Kofler (r.) ist seit Oktober neuer Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der Blanco Professional Gruppe. Zuvor war er unter anderem als Geschäftsführer bei E.G.O. Austria Elektrogeräte in Österreich und als CEO bei der italienischen Defendi Gruppe tätig. Beide Unternehmen gehören, ebenso wie Blanco Professional, zur Blanc & Fischer Familienholding. Koflers erste Aufgabe ist es, die seit Jahren angeschlagene Blanco Professional nachhaltig zu sanieren.

Der Betriebswirt Kofler leitet die Blanco Professional Gruppe gemeinsam mit Michael Huber (l.), Geschäftsführer Technik.

Johannes Haupt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Blanc & Fischer Familienholding, unterstreicht in einer Mitteilung: "Egon Kofler hat bereits bei verschiedenen E.G.O.-Töchtern gezeigt, dass er in der Lage ist, Unternehmen aus schwierigen Situationen wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Er kennt sich aufgrund seiner bisherigen Stationen in unserer Unternehmensgruppe bestens aus und hat zudem auch tiefe familiäre Bindungen an den Standort Oberderdingen. Daher bringt er aus unserer Sicht alle Voraussetzungen mit, um Blanco Professional wieder erfolgreich zu machen."

Kofler freut sich auf seine neue Aufgabe: "Als die Anfrage kam, habe ich sofort zugesagt. Gemeinsam mit dem leistungsstarken Team von Blanco Professional möchte ich das Unternehmen strukturell und nachhaltig weiterentwickeln und eine tragfähige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft schaffen."

Dabei erhält er künftig auch Unterstützung von Bernd Rupprecht (M.), der ab November 2020 als neuer Director/Head of Sales Catering bei Blanco Professional eintritt und den Gesamtvertrieb der Geschäftseinheit Catering verantworten wird.

Koflers Vorgänger Roland Spleiss ist im ersten Quartal des laufenden Jahres ausgeschieden und hat sich dem Vernehmen nach mit einem Beratungsunternehmen selbstständig gemacht.

2 André Lomsky übernimmt das Ruder

Der neue Chef der KTG Karlruhe Tourismus prägt gleich zum Amtsantritt den Begriff Gast neu

Foto: oh

Karlsruhe. "Willkommen an Bord, Kapitän Lomsky, allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!", mit diesen Worten begrüßte Karlsruhes Erste Bürgermeistern Gabriele Luczak-Schwarz (Mitte) den neuen Geschäftsführer der KTG Karlsruhe Tourismus. Die KTG stellte im Rahmen eines virtuellen "Käptn's Talk" André Lomsky (l.) als neuen "Kapitän" vor. Das Ruder für die KTG überreichte Torsten Dollinger, der Stadtkämmerer von Karlsruhe, der von Januar bis September 2020 als Interimsgeschäftsführer der KTG agierte.

Lomsky präsentierte bei der Live-Übertragung seine Thesen und Ideen für den Tourismus in Karlsruhe: "Das "Wir-Gefühl" steht dabei ganz oben auf meiner Agenda: Nur gemeinsam mit viel Kreativität und Innovation kann sich Karlsruhe im Wettbewerb der Städte erfolgreich behaupten. Dafür braucht es jedoch Kooperationen und Ko-Kreationen aller Partner und Verantwortlichen, die die Destination vermarkten."

Auch der Begriff "Gast", so Lomsky, soll künftig in Karlsruhe weitergedacht werden als "Karlsruher auf Zeit" und alle Gäste umfassen, die kurzfristig oder für einen längeren Zeitraum nach Karlsruhe kommen, hier leben, arbeiten oder studieren. Um die Destination nachhaltig zu entwickeln - und zwar sozial, ökologisch und ökonomisch - wird die neue Geschäftsführung gemeinsam mit dem Team der KTG und den Partnern eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln. Lomsky führt aus: "Nachhaltig sein bedeutet, die Destination über die Aufenthalts- und Begegnungsqualität zu definieren. Nachhaltigkeit ist für uns aber weit mehr als ein Trend, auf den wir aufspringen, weit mehr als ein Sticker, den wir uns ans Revers heften. Wir wollen gemeinsam mit den Partnern, die Destination Karlsruhe für 365 Tage im Jahr gestalten und weitentwickeln, um das ganze Jahr attraktiv für Besucher zu sein."

Bei der Frage, wie eine stärkere Positionierung Karlsruhes als Tourismusdestination lokal, regional und überregional aussehen könnte, erhielt Lomsky wertvolle Unterstützung in den Talkrunden: Andreas Braun, Geschäftsführer der TMBW Tourismus Marketing Baden-Württemberg, Hansjörg Mair, Geschäftsführer der STG Schwarzwald Tourismus, René Skiba, Geschäftsführer der Tourismus Nördlicher Schwarzwald und Martin Wacker, Geschäftsführer der KME Karlsruhe Marketing und Event beteiligten sich an der angeregten Diskussion.

Das Thema Corona beschäftigte alle Anwesenden, jedoch sahen die Referenten auch mit Zuversicht in die Zukunft. "Erkenntnisse aus der digitalen Besucherlenkung und Mobilität, die Karlsruhe während der Krise erlangt hat, können von großem Nutzen für später sein.", erläuterte beispielsweise Braun. Auch die Projektgruppe "Chancen", mit der die KTG auf den Erfahrungen seit dem Lockdown aufbaut, soll künftig über die Grenzen der Stadt agieren, damit, so Lomsky, "die Region Karlsruhe stark aufgestellt ist, wenn Menschen wieder reisen können. 'Karlsruhe bleibt besser', ist unser Motto für die Zukunft und ich freue mich schon darauf, dies mit den Partnern von nah und fern zu realisieren."

Lomsky war zuvor Wirtschaftsförderer der Stadt Rottweil.

3 Uli Burchardt darf bleiben

Der Konstanzer OB kann sich im zweiten Wahlgang behaupten. Der Wahlkampf sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit

Foto: Aurelia Scherer

Konstanz. Amtsinhaber Uli Burchardt hat sich im zweiten Wahlgang mit 49,5 Prozent der abgegeben Stimmen gegen seine Herausforderer Luigi Pantisano (45,1 Prozent) und Andreas Matt (5,1 Prozent) durchsetzt – wobei Beobachter angesichts des polarisierten Wahlkampfs mit einem engeren Resultat oder sogar dem Sieg von Pantisano gerechnet hatten. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,4 Prozent.

Vor allem der Klimaschutz prägte die Debatten – Konstanz war die erste Stadt in Deutschland, die den Klimanotstand ausrief. Vornehmlich jüngere Einwohner warfen der Verwaltungsspitze aber vor, die Ziele nicht ernst gfenug zu nehmen. Aber auch die politische Herkunft von Pantisano sorgte für Diskurse: Er ist Mitglied der Partei Die Linken und arbeitet im Büro des Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger. Allerdings ging er mit beiden Informationen nicht unbedingt offen um. Angesichts der Chance, dass erstmals in einer deutschen Großstadt ein Linker OB werden könnte, sorgte für bundesweite Beachtung – sogar dem "Spiegel" war der Umstand eine Story wert.

Für das CDU-Mitglied Burchardt ist es die zweite Amtszeit. Bei seiner ersten Wahl errang er im zweiten Wahlgang 39,1 Prozent der Stimmen.

4 Vera Schraner setzt sich durch

Die 47-Jährige gewinnt die Bürgermeisterwahl gegen den Amtsinhaber

Foto: privat

Büsingen. Mit 50,49 Prozent der abgegebenen Stimmen hat Vera Schraner die Bürgermeisterwahl in der Enklave Büsingen am Hochrhein im ersten Wahlgang für sich entschieden. Sie lag damit gut sieben Prozent vor dem Amtsinhaber Markus Möll, der damit nach einer Amtszeit den Posten räumen muss. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,22 Prozent. Schraner ist die erste Frau auf dem Posten im Landkreis Konstanz.

Schraner ist in Büsingen geboren und aufgewachsen, nach verschiedenen Stationen lebt sie wieder in dem Ort und sitzt auch im Gemeinderat. Aus deren Reihen kam auch die Aufforderung zur Kandidatur.

Zur Besonderheit von Büsingen als deutsche Enklave in Schweizer Gebiet finden Sie hier eine Reportage.

5 Michael P. Witzack verstärkt die Geschäftsleitung

Er ist in der Führung eines Bäckereimaschinenherstellers

Foto: oh

VS-Villingen/Lünen. Michael Paul Witzak (l.) wird neben Wolfgang Fuhst zweiter Geschäftsführer der GBT Bäckerei Technologie. Als Geschäftsführer verantwortet er die Bereiche Vertrieb und Service. Ein Schwerpunkt wird neben dem Ausbau des Vertriebs in Europa insbesondere die Entwicklung neuer Märkte sein. Ein wichtiges Ziel ist es, die Expansion für den weltweit erfolgreichen Hersteller von Bäckereimaschinen und Anlagen, der in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen feiert, voran zu treiben, wie es in einer Mitteilung heißt.

Witzak arbeitete nach dem Studium der Elektrotechnik und seiner Promotion im Bereich Werkzeugmaschinen in verschiedenen Führungspositionen bei namhaften Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus darunter auch Marktbegleiter. "Mit Herrn Witzak haben wir einen sehr erfahrenen und strategischen Manager mit umfangreichen Branchenkenntnissen gewonnen, der mit uns die Erfolgsgeschichte der GBT-Gruppe weiterführen wird," so der CEO und Enkel von Winkler Gründer Fridolin Winkler, Wolfgang Fuhst.

6 Stefan Wolf ist neuer CFO

Er entlastet damit einen anderen Vorstand

Foto: oh

Hattersheim. Stefan Wolf ist seit Oktober neuer Chief Financial Officer (CFO) der Hilscher Gesellschaft für Systemautomation. Unter seiner Leitung stehen laut Mitteilung die Bereiche Human Resources, Finance, Controlling, Umwelt- und Qualitätsmanagement, IT und Facility Management des Technologieführers.

Damit unterstützt er Sebastian Hilscher, der die Leitung dieser Bereiche zu Beginn des Jahres kommissarisch übernommen hatte. Zusätzlich wird Wolf ein Teil des bestehenden Managementteams von Hilscher sein.

Wolf verfügt über langjährige Erfahrungen im kaufmännischen Bereich und war zuletzt bei der Amicra Microtechnologies in Regensburg ebenfalls als CFO tätig.

7 Hauptgeschäftsführung gesucht

Michaele Eberle wird in einem Jahr ihren Posten abgeben

Foto: IHK Ostwürttemberg/Engelbert Schmid

Aalen. Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg, wird ihren Dienstvertrag nicht über die Laufzeit hinaus verlängern, wie die Kammer mitteilt. Damit endet spätestens zum 31. Oktober 2021 die Zusammenarbeit. Das Präsidium hat die Entscheidung demnach "mit Bedauern zur Kenntnis genommen und dankt Frau Eberle für ihre langjährige und erfolgreiche Arbeit für die IHK Ostwürttemberg."

Gleichzeitig verstehe das Präsidium die Beweggründe von Frau Eberle. "Noch jung an Lebens- und Berufsjahren möchte ich mich thematisch und möglicherweise auch räumlich verändern. Nach fünf tollen Jahren für die Wirtschaft der Region ist dafür nun die Zeit gekommen", erklärt Eberle in einem Schreiben an das Präsidium. In diesem Schreiben bedankt sich Eberle auch für das Vertrauen, das ihr in den Jahren von Vollversammlung und Präsidium entgegengebracht wurde.

Bis zur Beendigung ihres Dienstvertrags wird die Hauptgeschäftsführerin weiterhin ihrer Funktion nachgehen und eine reibungslose Nachfolge unterstützen. Mit der Suche wird das Präsidium umgehend beginnen, um den dafür notwendigen Prozess, an dessen Ende die Wahl durch die gewählten Vollversammlungsmitglieder steht, in die Wege zu leiten. Die Berufung eines neuen Hauptgeschäftsführers wird im Laufe des Jahres 2021 erfolgen. In der nächsten Sitzung der Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg im November wird das Präsidium über die nächsten Schritte im Detail informieren.

Das Präsidium hat Frau Eberle für die frühzeitige Information gedankt. "Damit ist für Vorbereitung und Durchführung des Bewerbungsverfahrens zur Nachfolge ausreichend Zeit", sagte IHK-Präsident Markus Maier.

Eberle wurde im September 2016 von den Mitgliedern der IHK-Vollversammlung gewählt und trat am 1. November die Stelle an der Spitze des IHK-Hauptamtes an. In ihren Beweggründen hat Eberle auch erklärt, dass sie mit der Erfahrung und dem Wissen, das diese vielfältige Aufgabe mit sich bringt, eine sehr gute Basis für ihre berufliche Weiterentwicklung sieht. "Ich bin dankbar dafür, dass mir das Ehrenamt im Jahr 2016 diese Möglichkeit eröffnet hat. Jetzt muss ich um Verständnis bitten und bedanke mich für die Zusage, dass mir von Seiten des Präsidiums keine Steine in den Weg gelegt werden", schreibt Eberle in ihrer Begründung an das Präsidium.

8 Wolf-Rüdiger Michel wird Vize

Die Landkreisverwaltung stimmt für den Landrat aus Rottweil

Foto: Landratsamt Rottweil

Villingen-Schwenningen. Im Rahmen der 40. Landkreisversammlung wurde einstimmig der Landrat des Landkreises Rottweil, Wolf-Rüdiger Michel, zum Vizepräsidenten des Landkreistages Baden-Württemberg gewählt. Der Verwaltungsjurist ist zugleich auch Vorstandsvorsitzender des Kommunalen Arbeitgeberverbands Baden-Württemberg.

Der Präsident des Landkreistags, der Tübinger Landrat Joachim Walter, gratulierte ihm zur Wahl und erklärte: "Ich freue mich, dass mit der Wahl von Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel zum Vizepräsidenten die Führungsriege des Landkreistags nun wieder komplett ist. Gerade in diesen Pandemiezeiten braucht es einen personell optimal aufgestellten Landkreistag, um die Landkreise kraftvoll in ihrer Arbeit unterstützen zu können. Gemeinsam mit dem neuen Vizepräsidenten Dr. Wolf-Rüdiger Michel und den beiden bereits amtierenden Vizepräsidenten, Landrat Heinz Eininger und Landrat Dr. Achim Brötel, werden wir die Belange der Landkreise und der Menschen, die dort leben, weiterhin engagiert voranbringen."

Neu ins Präsidium des Landkreistags gewählt wurden die Landräte Roland Bernhard (Landkreis Böblingen), Reinhard Frank (Main-Tauber-Kreis), Stefan Dallinger (Rhein-Neckar-Kreis) und Frank Scherer (Ortenaukreis). "Ich beglückwünsche die Kollegen zu ihrer Wahl und bin dankbar, dass sie sich mit ihrer ganzen Erfahrung und Expertise in die Präsidiumsarbeit einbringen. Gute Verbandsarbeit beruht immer auf dem Miteinander vieler kluger Köpfe", betonte der Landkreistagspräsident.

9 Volksbank mit neuem Prokuristem

Wolfgang Wehrle übernimmt eine weitere Position

Foto: Volksbank in der Ortenau

Offenburg. Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank in der Ortenau haben Wolfgang Wehrle (im Bild rechts neben dem Vorstandsvorsitzenden Markus Dauber) nun auch für die Volksbank Prokura erteilt. 2019 erhielt er bereits Prokura für die First Innovation Invest, eine Tochtergesellschaft der Volksbank, die als strategischer Finanzierungspartner innovative, digitale Geschäftsmodelle bei der Gründung, Start-up Phase, Wachstum oder beim Erreichen einer führenden Marktposition unterstützt.

Wehrle kam 2018 als Firmenkundenbetreuer für Investitionsfinanzierungen und Beteiligung zur Volksbank in der Ortenau. Er ist ein genossenschaftliches "Urgestein", denn den Grundstein zum Banker hat er bereits 1984 mit seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank Unterer Breisgau gelegt. Laut Mitteilung betreut Wehrle primär M & A-Finanzierungen.

10 Die Stuttgarter verliert einen Vorstand

Martin Kübler geht nach 15 Jahren

Foto: Stuttgarter Lebensversicherung a.G.

Stuttgart. Nach 15 Jahren hat Martin Kübler Anfang Oktober seine Vorstandsmandate bei der Stuttgarter Versicherungsgruppe niedergelegt. Das teilte das Unternehmen mit. Gründe wurden nicht genannt, auch nicht, wer seine Bereiche übernehmen wird. Er war unter anderem für die Prozessoptimierung und den Aufbau und der Entwicklung der Krankenzusatzsparte verantwortlich.

Laut Mitteilung "danken" Aufsichtsrat und Vorstand Kübler "herzlich für sein langjähriges, von hohem Engagement und herausragender Kompetenz geprägtes erfolgreiches Wirken". Sein Ausscheiden wird bedauert und man wünsche ihm "weiterhin alles Gute".

11 Duo feiert 30 Jahre

Ernst Prost und Günter Hiermaier haben ein Unternehmen gemeinsam groß gemacht

Foto: Liqui Moly

Ulm. Seit 30 Jahren sind Ernst Prost und Günter Hiermaier bei dem Öl- und Additivspezialisten Liqui Moly: Prost brachte Hiermaier 1990 mit, übernahm selbst die Leitung Vertrieb und Markting, sein Kompagnon wurde Verkaufsleiter Fachhandel Deutschland. Prost kaufte im Verlauf der Jahre den damaligen Eigentümern das Unternehmen ab.

In den drei Jahrzehnten hat das Duo einiges erreicht: Aus dem kleinen Familienunternehmen mit 55 Millioenn Euro Umsatz wurde einer der führenden Schmierstoffhersteller mit 569 Millionen Euro Umsatz mit einem breiten Engagement in verschiedenen Sportarten wie in sozialen Belangen. 2018 verkaufte Prost Liqui Moly an die Würth Gruppe, blieb als Chef an Bord und machte Hiermaier zum Co-Geschäftsführer.

"Es war schon immer viel los in unserem Laden. Deshalb verging die Zeit auch wie im Flug", kommentiert das Duo die drei Jahrzehnte.

12 Neuer Job für Holger Jahnke

Der Sedus Stoll-Vorstand übernimmt zusätzlich eine Position bei einer Tochter

Foto: Sedus Stoll

Dogern/Owingen. Holger Jahnke, Vorstand Marketing und Vertrieb bei dem Möbelspezialisten Sedus Stoll, übernimmt zusätzlich diese Aufgaben bei der Tochtergesellschaft Klöber. Der Grund: Der bisherige Vertriebs-Chef Ralf Johow hat das Unternehmen verlassen. Zu den Hintergründen gab es keine Angaben, lediglich eine Bestätigung der Personalie. Der "Südkurier" hatte zuerst darüber berichtet.

Johow kam vor rund drei Jahren nach Owingen und sollte bei Klöber vor allem das Geschäft mit dem Fachhandel auf Vordermann bringen. Der Ingenieur arbeitete zuvor beim Leuchtenhersteller Zumtobel sowie beim Einrichtungshaus Bauwerk.

Ein Nachfolger soll bis Anfang 2021 berufen werden. Neben Jahnke wird auch der Sedus-Technik-Vorstand Daniel Kittner die Geschicke von Klöber lenken. Das Unternehmen wurde 1935 gegründet und beschäftigt heute rund 120 Mitarbeiter. Der Schwerpunkt der Produkte liegt bei Drehstühlen, Sofas sowie Spezialmöbeln für Reinräume. Der Umsatz lag 2019 bei 20,7 Millionen Euro.

13 Otto Julius Maier feiert Geburtstag

Der Verleger bleibt seinem Unternehmen auch mit 90 Jahren eng verbunden

Foto: Ravensburger AG

Ravenburg. Der Verleger Otto Julius Maier feiert am 6. Oktober seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar leitete von 1952 für mehr als vier Jahrzehnte die Geschicke des Puzzle-, Spiel- und Buchverlags Ravensburger – mit 22 Jahren trat er in dritter Generation den Posten an. In dieser Zeit wuchs das Unternehmen von damals 90 Mitarbeitern zu einer breit aufgestellten und international agierenden Gruppe mit rund 1500 Mitarbeitern. Zudem entwickelte er das blaue Dreieck als Markenzeichen.

Nach seinem Rückzug nach 43 Jahren leitete er bis 2008 den Aufsichtsrat des Unternehmens. Bis heute vertritt er als Mitgeschäftsführer der Ravensburger Holding die Belange der Eigentümerfamilie. Für sein Wirken erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen. Parallel war er 15 Jahre Präsident der IHK Bodensee-Oberschwaben.

14 Neuer Chef im Porsche-Zentrum

Aaron C. Arena übernimmt eine prominente Niederlassung

Foto: Porsche

Stuttgart. Aaron C. Arena hat die Leitung des Porsche Zentrums Stuttgart-Flughafen. Der 49-Jährige folgt auf Markus Neu, der das Unternehmen im Juni 2020 auf eigenen Wunsch verlassen hat. Arena gehört damit künftig zum Team von Franko Dorow, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Niederlassung Stuttgart. Zu der Gesellschaft gehören das Porsche Zentrum Stuttgart sowie das Porsche Zentrum Stuttgart-Flughafen.

"Wir freuen uns, mit Aaron C. Arena einen ausgewiesenen Vertriebsexperten für den wichtigen Standort am Stuttgarter Flughafen gewonnen zu haben", sagt Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland: "Er vereint langjährige Erfahrung im Vertrieb mit einer starken Verbundenheit zum Stammsitz der Marke. Wir sind davon überzeugt, dass er den Betrieb in diesen bewegten Zeiten erfolgreich in die Zukunft führt."

Aaron C. Arena kommt gebürtig aus Pforzheim. Zu seiner beruflichen Laufbahn gehören verschiedene Stationen im Automobilvertrieb. Unter anderem war er von 2009 bis 2018 Gesamtverkaufsleiter für Neuwagen in der Audi Niederlassung in Stuttgart. Zuletzt leitete er rund zwei Jahre lang das Audi Zentrum in Kempten und war Markenverantwortlicher der Marke Audi in der Seitz-Gruppe.

15 Sabine Rein nun Präsidentin

Die Professorin erhält ihre Ernennungsurkunde

Foto: oh

Konstanz. Nun ist es offiziell: Nachdem Ulrich Steinbach, Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, ihr die Ernennungsurkunde überreicht hat, hat Sabine Rein das Amt als Präsidentin der HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung angetreten. "Ich freue mich sehr, dass mit Professorin Rein nunmehr eine Persönlichkeit an der Spitze der HTWG Konstanz steht, die sowohl über breite Führungs- und Management-Qualitäten verfügt, als auch mit den Besonderheiten der Hochschulen für angewandte Wissenschaften seit vielen Jahren bestens vertraut ist", gratulierte Amtschef Steinbach.

Rein ist von Hochschulrat und Senat am 10. Juli mit breiter Mehrheit zur Präsidentin gewählt worden. Vor ihrem Wechsellehrte sie seit 2010 an der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) Betriebswirtschaft. An der HFT war sie von 2012 bis 2017 Prorektorin für Studium und Lehre sowie erste Vertreterin des Rektors. Nach ihrer Promotion an der Universität Potsdam war Rein bis zu ihrer Berufung in leitenden Positionen tätig, unter anderem in der Senatsverwaltung für Inneres des Landes Berlin und bei der Accenture in München. Seit 2010 ist sie Geschäftsführende Gesellschafterin der Rein Unternehmensberatung in Bondorf. Sie ist parallel Mitglied zahlreicher Kommissionen und Expertengruppen.

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