GFT: Sondereffekte trüben Zwischenbilanz

Die Mitte Juli veröffentlichte Gewinnwarnung schlägt sich nun im Halbjahresbericht nieder. Können die Stuttgarter das verkraften?

 
 

Stuttgart. Seinerzeit hatte GFT seine Erwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Grund waren Umsatzausfälle mit zwei Großkunden aus dem englischsprachigen Raum. Diese rechnet das Unternehmen denn auch präzise heraus – eine sinnvolle Vorgehensweise.

Denn im übrigen Geschäftsgebiet wächst GFT um sieben Prozent. Doch weil der Umsatz in Nord- und Südamerika sowie in Großbritannien unter der Stornierung zweier Großaufträge leidet, bleiben im Konzern davon nur noch fünf Prozent übrig. Immer noch ein gutes Wachstum. Zumal immer noch ein Gewinn vor Steuern und Bewertung von 18,34 Millionen Euro bleibt. Weniger aber als im Vorjahr.

Denn im englischsprachigen Bereich lässt das Geschäft spürbar nach. Fast fünf Prozent weniger Umsatz hat GFT hier eingespielt, außerdem zwei Millionen Euro für Restrukturierungsmaßnahmen aufgewendet. Damit dürften vor allem Abfindungen gemeint sein, dann die Zahl der Mitarbeiter für den englischsprachigen Raum sinkt um 120. Betroffen davon sind auch Entwicklungszentren in Polen und Brasilien.

Den Konzern ficht das kaum an. Unterm Strich wurden hier im zurückliegenden Jahr rund 250 neue Stellen geschaffen. Die Summe der Mitarbeiter steigt um fünf Prozent auf 4739. Konzernchefin Marika Lulay wiegelt daher ab. Die Sparmaßnahmen der beiden Großkunden würden auch im restlichen Jahr auf die Bilanz wirken. Doch: „Auf Basis unserer Finanz- und Technologieexpertise werden wir die Wachstumschancen weiterhin konsequent nutzen.“

Fazit: Um GFT muss man sich wohl erstmal keine Sorgen machen.

Übrigens: Ein Interview mit GFT-Verwaltungsratschef Ulrich Dietz finden Sie hier

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