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Digitalisierung in der Medizin – Was die Daten verraten


Wo?

Youtube

Wann?

27.04.2021, ab 16.30 Uhr

Preis pro Person

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In digitalen Gesundheitsanwendungen liegt großes Potenzial für die Medizin der Zukunft. Doch welchen Stellenwert haben "echte Patientendaten" (Real World Data) in diesem Zusammenhang – für die Forschung, für Patienten und Ärzte, für die gesamte Gesellschaft? Wo stehen wir hier in Deutschland?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine virtuelle Podiumsdiskussion der Roche Diagnostics auf YouTube am 27. April 2021 ab 16:30 Uhr. An der kostenlosen Veranstaltung können alle teilnehmen, die sich für die Zukunft des Gesundheitswesens und der Medizin interessieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auf dem Podium diskutieren Experten des NCT (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen) Heidelberg und des Fraunhofer Institute for Digital Medicine (MEVIS), Bremen. Außerdem beteiligen sich eine Bioinformatikerin aus der Pharmaforschung bei Roche Penzberg, sowie eine Krebspatientin an der Gesprächsrunde.

Gäste können vor oder während des Events über die Umfrage-App Slido Fragen an die Diskussionsteilnehmer richten.

Das Ziel der Veranstaltung ist es, Aspekte wie Datenschutz und Datenhoheit, aber auch die künftige Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient zu thematisieren und eine interessante, kontroverse Diskussion über die Digitalisierung in der Medizin anzustoßen. "Die Zukunft der Medizin ist persönlich. Individualisierte Medizin funktioniert aber nur auf Basis großer Datenmengen, und zwar Gesundheitsdaten aus dem realen Versorgungsgeschehen", sagt Dr. Anna Bauer-Mehren, Leiterin der Abteilung Data Science in der Pharmaforschung von Roche Penzberg und Teilnehmerin der Podiumsdiskussion. "In Deutschland gehören die Patientendaten dem Patienten selbst. Für eine Nutzung müssen erst noch die notwendigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Forschung und Entwicklung zielgerichtet voranzutreiben und damit schließlich mehr Menschen besser und schneller behandeln zu können."

Patienten wie Eva Schumacher-Wulf sehen das Teilen ihrer Daten aus einem ganz anderen Blickwinkel: "Datenschutz ist etwas für Gesunde. Die wenigsten Patienten mit einer seltenen, schweren oder gar lebensbedrohlichen Krankheit haben ein Problem damit, ihre Daten zu teilen, denn sie erhoffen sich medizinischen Fortschritt aus der Verwendung ihrer Daten", macht die an Brustkrebs erkrankte und sehr engagierte Journalistin deutlich.

// Alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion im Überblick:

Prof. Dr. med. phil. Eva Winkler. Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und Sektion Translationale Medizinethik, Universitätsklinikum Heidelberg.
Eva Schumacher-Wulf, Brustkrebspatientin und Chefredakteurin "MammaMia - Die Krebsmagazine".
Dr. Anna Bauer-Mehren, Leiterin der Abteilung Data Science in der Pharmaforschung bei Roche Penzberg.
Prof. Dr. med. Andreas Schneeweiss, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg.
Prof. Dr. Ing. Horst K. Hahn, Institutsleiter Fraunhofer Institute for Digital Medicine MEVIS, Bremen.


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