Trigema ist sich für nichts zu schade

Wolfgang Grupp trifft sich mit dem Einkaufsvorstand aus einer prominenten Branche. Die Begründung des Inhabers des Bekleidungsherstellers ist wie immer pointiert

 
Foto: PR/Trigema
 

Burladingen. Der Einkaufsvorstand eines großen Automobilherstellers hat den Weg auf die Schwäbische Alb gewagt, um sich bei Trigema umzuschauen. Inhaber Wolfgang Grupp bestätigte ausgerechnet der "Bild" ein "loses Informationsgespräch" am Stammsitz in Burladingen. Es sollen die Chancen für die Produktion von Ledersitzen ausgelotet worden sein. 

Dass sich die Burladinger bislang vor allem im Bereich der Sport- und Freizeitkleidung einen Namen gemacht haben, ficht Grupp dabei nicht an: "Wenn ich von einem großen Autobauer gefragt werde, darf ich nicht 'Nein' sagen. Es ist meine Aufgabe als Unternehmer, den Wandel zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren, um Arbeitsplätze zu sichern."

Das Boulevard-Blatt zitiert den 77-Jährigen zudem mit der gewohnt pointierten Aussage: "Als Unternehmer darf man sich für nichts zu schade sein. Ich habe auch schon mit Aldi erfolgreich zusammen gearbeitet, während eine Konkurrenten den Verkauf über Discounter gescheut haben. Wer zu einem konstanten Wandel nicht bereit ist, darf sich nicht wundern, wenn er morgen keine Existenzgrundlage mehr hat."

Eine gewisse Ironie entdeckt man vor diesem Hintergrund in der Historie: Als Wolfgang Grupp 1969 die Geschäfte in der dritten Generation übernahm, hat er zunächst konsequent die Diversifizierung abgebaut. Die Wurzeln des Unternemen reichen bis 1919 zurück, als die Mechanischen Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer gegründet wurden.

Heute ist Trigema Inh. W. Grupp e.K. nach eigener Aussage der größte Hersteller von Sport- und Freizeitkleidung in Deutschland, bekannt für die ausschließliche Produktion im Inland. Weniger bekannt ist, dass Trigema zu den Schrittmachern der Branche gehört: So gibt es bereits seit 2006 ein kompostierbares T-Shirt im Angebot. Das Unternehmen beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter.

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