GFT verdient weniger

Der Technologiekonzern legt beim Umsatz weiter zu und die Kunden honorieren das Cloudgeschäft. Das Minus beim Ergebnis hat zwei Gründe

 
Foto: Roland Halbe / GFT
 

Stuttgart. Die GFT Technologies hat im ersten Quartal den Umsatz um sechs Prozent gesteigert, fünf Prozent rein organisch, wie CEO Marika Lulay betont. Hier spüre man den Drang der Kunden, verstärkt auf Cloudlösungen zu setzen. In konkreten Zahlen bedeutet das: Der Umsatz stieg auf 112,48 Millionen Euro, im Vorjahresquartal lag die Kennzahl noch bei 105,72 Millionen.

Allerdings konnte weder das Ergebnis vor Steuern, noch das Konzernergebnis mit dem Umsatz Schritt halten: Ersteres ging um fünf Prozent auf 3,02 Millionen Euro zurück. Und das Konzerergebnis sank sogar um 16 Prozent auf 2,28 Millionen Euro. Doch für beide Rückgänge hat Lulay klare Erklärungen: Einerseits investierte man in die Vertriebskapazitäten, was wiederum die Personalaufwendungen um elf Prozent nach oben trieb. Und am Ende stieg auch noch die Steuerquote.

Davon abgesehen sieht sich Lulay die GFT aber gut gerüstet, egal ob in Sachen Cloud und Digitalsierung, wie auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Bei Ersterer profitiere man immer stärker von der breiteren Aufstellung bei den Kunden der AG. Und die Convid-Krise habe bislang keine Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der GFT.

Da zwar die Auswirkungen der Krise laut CEO bislang "überschaubar", aber noch nicht abschließend absehbar seien, hat der Verwaltungsrat reagiert: Den Aktionären wird nun vorgeschlagen, die Dividende statt wie geplant 0,30 Euro je Aktie auf 0,20 Euro zu reduzieren. Damit würde sich GFT finanziell weiter stärken.

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