Preisträger 2011

Der Abend der Innovatoren

Die Sparkasse Schwarzwald-Baar hat die Innovationspreise übergeben. Fraunhofer-Chef Hans-Jörg Bullinger warf dabei einen humorvollen Blick auf Ideen und deren Umsetzung. Mit ernstem Hintergrund

Die Träger des Innovationspreises 2011 waren in bester Feierstimmung
Die Träger des Innovationspreises 2011 waren in bester Feierstimmung

Den 1. Preis erhielt der Maschinenbauer J. G. Weisser Söhne aus St. Georgen für eine Spezialeinheit zum Unrunddrehen für Werkzeugmaschinen.

Den 2. Preis teilen sich der Lichtspezialist Herbert Waldmann aus VS-Schwenningen für eine LED-Lupenlampe und das Geisinger Bauunternehmen Uhrig für das Gesamtkonzept Thermliner, einen flexiblen Wärmetauscher für Abwasserrohrleitungen.

Den 3. Preis bekam Benjamin Kienzler aus Vöhrenbach für sein Ständer-System Snowtec für Photovoltaikanlagen. Econo unterstützt als Medienpartner des Innovationspreises die Preisträger mit Firmenporträts.

Einen Sonderpreis erhielt die Zinzendorfschule in Königsfeld: Die Einrichtung erstellte einen Neubau mit bemerkenswert geringen Verbrauchs- und Herstellungskosten.

Sparkassen-Vorstand Arendt Gruben: Preis mit ernstem Hintergrund
Sparkassen-Vorstand Arendt Gruben: Preis mit ernstem Hintergrund

Am Ende verriet Hans-Jörg Bullinger noch ein Geheimnis. Nämlich das Geheimnis des Erfolgs innovativer Unternehmen: „Sie müssen einfach nur täglich zehn gute Ideen haben …“ Die Aussage des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Doch sie passt herrlich zu diesem Anlass: Zum zweiten Mal hat die Sparkasse Schwarzwald-Baar ihren Innovationspreis im Rahmen einer reizvollen Abendveranstaltung übergeben.

Fraunhofer-­Präsident Hans-Jörg Bullinger sprach mit Verve über Innovationen
Fraunhofer-­Präsident Hans-Jörg Bullinger sprach mit Verve über Innovationen

Und wer würde besser in so einen Rahmen passen als der Chef eines der innovativsten Netzwerke in Deutschland? Immerhin sind die Fraunhofer-Gesellschaften mit einem jährlichen Etat von 1,7 Milliarden Euro ein Pfund in der Forschungslandschaft. Präsident Bullinger ist sich dessen bewusst. Aber er lässt es nicht raushängen. Lieber nimmt er in einem Parforceritt aus Vortragsfolien und freier Rede gespickt mit reichlich Verve und noch mehr Humor die Zuhörer mit auf die Sinnsuche: Warum soll man denn innovativ sein?

Die Antwort ist schlicht: „Wenn wir nicht unseren Lebensstandard senken wollen, müssen wir besser sein als die anderen. Denn höhere Preise lassen sich am Markt nur durch Schnelligkeit und Qualität rechtfertigen.“ Wen Bullinger mit „die anderen“ meint, ist klar: die Schwellenländer. „30 Jahre haben die fleißig trainieren können und wir haben ihnen unsere Maschinen dafür geliefert. Und jetzt setzen die sie auch noch erfolgreich ein!“ Für den Fraunhofer-Chef ist klar: „Mit einem Weiter-so haben wir keine Chance.“

Die Innovationen der Preisträger standen im Mittelpunkt des Interesses
Die Innovationen der Preisträger standen im Mittelpunkt des Interesses

Ergo braucht es Innovationen, um vorne zu bleiben. Die Chancen dafür stehen gut. Das belegten auch klar die von Bullinger aufgezeigten Megatrends wie mehr Mobilität in vielen Bereichen und ein steigendes Sicherheitsbedürfnis auf mehreren Ebenen, die Schonung der Natur oder das Achten auf die eigene Gesundheit. In all diesen Bereichen sind die Unternehmen aus dem Land und der Region schon jetzt gut dabei.

Doch wie bleiben sie es? Dafür lieferte Bullinger einen Vier-Punkte-Plan: 1. Eine klare Strategie. 2. Das beste Team mit den besten Arbeitsbedingungen. 3. Ein fester Wille. 4. Ein stetiges Controlling.

Doch halt. Stur nach Plan ist nicht. Bullinger: „In den Firmen muss eine Innovations-Kultur entwickelt werden.“ Klingt abgehoben? Lässt sich aber statistisch belegen: Nur vier Prozent der Ideen werden im Büro geboren. Nur sechs in Meetings. Bullinger: „Aber 40 Prozent beim Spaziergang!“

Die Preisübergabe sorgte für reichlich Gesprächsstoff
Die Preisübergabe sorgte für reichlich Gesprächsstoff

Wo indes die Prämierten der Sparkasse die Idee für ihre Innovationen bekamen, wurde an dem Abend zumindest offiziell nicht geklärt. Auf etwas anderes hingegen legte Arendt Gruben, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, Wert: „Der Innovationspreis geht nicht an die besten Kunden. Die Prämierung erfolgt in einem klar nachvollziehbaren Prozess!“ Für den Manfred Kühne und Markus Hoch, beides Professoren an der Hochschule Furtwangen, heuer erstmals verantwortlich waren. Im Plauderton brachte das Duo seine Entscheidungskriterien zu den einzelnen Unternehmen den Zuhörern näher.

Wobei Kühne und Hoch nicht zuständig waren für die Reihenfolge der Prämierten (siehe Kasten). Die legte eine Jury unter Beteiligung von Thomas Albiez, Hautgeschäftsführer der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, und Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz, fest. Was Sparkassen-Vorstand Gruben am Ende die Überleitung in Richtung Büfett erleichterte: „Wenn Sie mit Ihrer Platzierung unzufrieden sind, dann sprechen Sie die beiden an.“


Eine Bildergalerie der Preisübergabe finden Sie hier.

Den 1. Preis erhielt der Maschinenbauer J. G. Weisser Söhne aus St. Georgen für eine Spezialeinheit zum Unrunddrehen für Werkzeugmaschinen.

Den 2. Preis teilen sich der Lichtspezialist Herbert Waldmann aus VS-Schwenningen für eine LED-Lupenlampe und das Geisinger Bauunternehmen Uhrig für das Gesamtkonzept Thermliner, einen flexiblen Wärmetauscher für Abwasserrohrleitungen.

Den 3. Preis bekam Benjamin Kienzler aus Vöhrenbach für sein Ständer-System Snowtec für Photovoltaikanlagen. Econo unterstützt als Medienpartner des Innovationspreises die Preisträger mit Firmenporträts.

Einen Sonderpreis erhielt die Zinzendorfschule in Königsfeld: Die Einrichtung erstellte einen Neubau mit bemerkenswert geringen Verbrauchs- und Herstellungskosten.

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Artikel zur Preisübergabe

Herbert Waldmann, J. G. Weisser Söhne, Kienzerl Ltd. und Uhrig Kanaltechnik erhalten den Sparkassen-Innovationspreis ...

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