VR Wirtschaftsdialog Böblingen 2010

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24.02.2010; Fotos: Christian Hügerich

„Erfolg und Motivation in Zeiten der Veränderung“

Nach der  Fusion im Jahr 2009 weitet der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband seine seit drei Jahren im badischen Verbandsgebiet etablierte Reihe der VR-Wirtschaftsdialoge nun auch auf das württembergische Verbandsgebiet aus.

Auf der ersten Veranstaltung der VR-Wirtschaftsdialoge 2010 begeisterte Erfolgscoach Jörg Löhr seine Zuhörer. Sein wichtigster Rat für Unternehmer und Führungskräfte: das „Zielfoto immer vor Augen" zu haben. Das chinesische Wort für Krise wird gebildet aus den Elementen „wei" und „ji". Während ersteres Gefahr bedeutet, steht das zweite für Chance. „Um die zu verwirklichen, müssen wir aber ranklotzen", sagte Jörg Löhr vor den mehr als 200 Gästen der VR-Wirtschaftsdialoge. Econo ist Medienpartner der Veranstaltung, die am 24. Februar stattfand. Als Veranstaltungsort hatte sich der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband das Meilenwerk in Böblingen ausgesucht. Deren Verbandsdirektor Herbert Schindler freute sich, seine mittelständischen Kunden auf dem ehemaligen Flughafengelände begrüßen zu können.

Jörg Löhr zählt zu den angesehensten Management- und Persönlichkeitstrainern im deutschsprachigen Raum. 94 Spiele absolvierte er im Trikot der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Er war Europa-Cup-Sieger, Deutscher Pokalsieger und mehrfacher Deutscher Meister. Heute coacht er heute Spitzensportler, Trainer, Nationalmannschaften und Führungskräfte aus Unternehmen. „Denn die Wirtschaft kann vom Sport viel lernen", so Löhr. Doch bevor der Redner diese Lehren vorstellte, skizzierte er die gegenwärtige Situation. Sie sei geprägt von Unsicherheit, Wettbewerb über den Preis, schnelle Veränderung der Märkte und dem Kampf um Wahrnehmung. „Wir entwickeln uns von der Dienstleistungswirtschaft zur Erlebniswirtschaft", so Löhr. Erst durch unerwartete positive Erlebnisse werden Kunden zu Fans. Dies gilt es zu erreichen, um langfristig Erfolg zu haben.

Sein einstündiger Vortrag war gespickt mit Anekdoten, Witzen, Fotos und Filmeinspielungen, die die Gäste in Bann zogen. Inhaltlich gab er den Zuhörern erstens mit auf den Weg, bei allem Tun ein „Zielfoto im Kopf" zu haben. Löhr nannte dazu den Bundesligisten Eintracht Frankfurt als Beispiel, dessen Spieler sich vor zwei Jahren gemeinsam ein Punkte-Ziel setzten, dies dann auch erreichten und damit den Klassenerhalt schafften. Für unternehmerische Ziele sei es dabei wichtig, dieses Zielfoto immer wieder aufs Neue zu vermitteln. „Nur dann können Sie und Ihre Mitarbeiter ihre Kräfte darauf konzentrieren", beschwor Löhr das Auditorium. Löhr vermied es gleichwohl, seine Empfehlungen als einfache Patentrezepte zu verkaufen. Daher gelte zweitens: „Niederlagen bleiben nicht aus." Doch um Durstrecken zu überwinden, sei ein gewisses Maß an Optimismus notwendig. „Und damit meine ich nicht einen „Alles-wird-gut-Fatalismus", so der Coach.

Als dritten wichtigen Punkt nannte Löhr die „Magie des Teamspirit". Es sei Aufgabe der Unternehmer und Führungskräfte, hierfür einen Rahmen zu schaffen. Das fange bei der richtigen Personalauswahl an. „Nichts kostet mehr Kraft und Geld als die falschen Mitarbeiter", warnte Löhr. Die passenden Teammitglieder wiederum gelte es zu fördern und durch Selbstverantwortung zu fordern: „Verlangen Sie Lösungen – jammern ist verboten!" Und bei alldem sollten die Unternehmen auch hier die emotionale Komponente nicht vergessen, das heißt Erlebnisse schaffen und gemeinsam feiern. „Im Sport ist das ganz selbstverständlich", so der ehemalige Handballprofi. Damit verbunden sei Leidenschaft und Begeisterung. „Ohne die bringen Ihre Mitarbeiter keine 100 Prozent." In diesem Zusammenhang warnte Löhr ausdrücklich davor, über Druck und Angst zu führen. Dadurch lasse sich maximal 80 Prozent der Leistungskraft realisieren.

Als Tipp gab der Redner seinen Zuhörern eine Zahl mit auf den Weg. 72. Innerhalb von 72 Stunden sollten Ideen umgesetzt werden. Dauert es länger, so zeigt seine Erfahrung, werden diese nie mehr realisiert.

Dass Löhr viele Impulse und Ideen an diesem Abend gesetzt hat, zeigte der lang anhaltende Applaus nach der Rede – und die lange Schlange vor dem Signiertisch.

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