17.02.2016 15:45 Uhr

Zehnder leidet unter Restrukturierung

Der Heizkörperhersteller Zehnder ächzt unter der Last seines Konzernumbaus. Im Sommer hatte das Unternehmen ein Sparpaket beschlossen. Zehn Prozent der Stellen fallen weg. Das trifft auch den Standort Lahr.

Lahr. Zehnder beschäftigt in Lahr rund 500 Menschen. Die Konzernzentrale ist jedoch in der Schweiz. Dort ist die Firma zu Hause. Insgesamt bringt der Konzern es auf mehr als 3000 Mitarbeiter – noch.

Denn der starke Franken setzt dem Unternehmen zu. Bereits im Juni 2015 hatte Zehnder daher ein Sparpaket beschlossen. Etwa zehn Prozent der Stellen sollen demnach wegfallen. Das Werk im französischen Châlons-en-Champagne wurde bereits verkauft.

Von dem Sparkurs ist auch Lahr betroffen. Allein in der Produktion seien etwa 30 Stellen eingespart worden, sagt Vera Schulz, Betriebsratsvorsitzende bei Zehnder. Insgesamt werde die Quote in Lahr unter zehn Prozent liegen, schätzt sie.

Einen Sozialplan hat es für den Sparkurs nicht gegeben. „Viele ältere Mitarbeiter sind freiwillig in Rente gegangen“, sagt Schulz. Die neue Regelung zur Rente ab 63 bei 45 Berufsjahren habe sich hier bezahlt gemacht. „Ohne die hätte es wohl Kündigungen gegeben“, so Schulz.

2015 ist der Umsatz des Konzerns leicht gestiegen. Das Wachstum von 525 auf 533 Millionen Euro entspricht einem Plus von anderthalb Prozent. Unterm Strich kommt davon jedoch wenig an. Denn die Restrukturierungskosten schlagen im zweiten Halbjahr voll zu Buche. Auf 20 Millionen Euro schätzt Zehnder den Sondereffekt.

Der Vorsteuergewinn Ebit werde dadurch in den einstelligen Millionenbereich geschrumpft. 2014 hatte Zehnder hier noch 32,7 Millionen Euro gemeldet. Auch das bereits der zweitschlechteste Wert der letzten 15 Jahre. Nur 2013 war es noch weniger.

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