20.01.2016 09:30 Uhr

Verlässt die IHK Freiburg?

Die Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein will erweitern. Doch im städtischen Rathaus ist man sich uneins über die Perspektiven. Die Kammer droht mit Wegzug.

IHK-Zentrale in Freiburg. Foto: oh

IHK-Zentrale in Freiburg. Foto: oh

Freiburg. Die Kammer hat ein spezielles Grundstück im Blick, auf dem sie neuen Raum vor allem für Schulungsangebote schaffen will. Der grüne Oberbürgermeister Dieter Salomon und CDU-Bürgermeister Otto Neideck sind auf der Seite der Kammer. Die Mehrheit im Gemeinderat wohl nicht.

Denn neben der Grünen-Fraktion sind auch die kleinen Splitterfraktion offenbar gegen einen Verkauf des Grundstücks an die Kammer. Grund: Hier ist der Szene-Club Crash zu Hause. Im alternativen Freiburg eine wohl geschätzte Institution für „laute Musik und billiges Bier“, so Uwe Mauch, Freiburg-Chef der Badischen Zeitung in einem Kommentar.

Im Rathaus hat man einen Kompromiss erarbeitet. Die Kammer darf in zehn Jahren auf dem Grundstück bauen, das Crash dann im Neubau in den Keller ziehen. Doch die oben genannten Fraktionen ignorieren den Kompromiss und fordern eine Kampfabstimmung, zu der es vermutlich Anfang März kommen wird.

Die Kammer setzt der Stadt die Pistole auf die Brust: Wenn man keinen Platz finde, könne man auch ganz wegziehen – nach Offenburg. Das berichtet zumindest die BZ. Die Kammer hält sich bedeckt. Neideck und Salomon wollen den Wegzug unbedingt vermeiden. Doch die politischen Kräfte in Freiburg sind oft unberechenbar.

Die IHK Südlicher Oberrhein war vor 30 Jahren aus den Fusionen der Kammern in Lahr und Freiburg entstanden.









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