17.09.2015 14:47 Uhr

Stellenabbau bei Blanco Professional?

Nur wenige Monate nach der Demission zweier Geschäftsführer kündigt Blanco Professional eine Umstrukturierung an. Selbst einen Stellenabbau schließt das Unternehmen nicht aus.

Auf Sparkurs. Bild: Blanco Professional

Oberderdingen. Zunächst ging der Chef selbst: Friedrich Schock. Ihm folgte im Juni diesen Jahres Stefen Walter, technischer Geschäftsführer bei Blanco Professional. Nun ist klar: Die Weggänge waren nur zum Teil freiwillig. Der neue Chef, Roland Spleiss, hat nun angekündigt, das Unternehmen umzustrukturieren – und den Rotstift anzusetzen: Blanco Professional muss sparen.

Der Hersteller für Großküchen, medizinische Einrichtungen und Zulieferer der Industrie, will sich nun also neu ausrichten. Spleiss plant, die Entwicklung ertragsstarker, marktorientierter Produkte weiter voranzubringen und erfolgreich im Ausland zu wachsen. Vor allem die zuletzt kränkelnden Sparten Catering und Medical sollen neu ausgerichtet werden. Laut Spleiss sei "in einzelnen Bereichen (...) ein Stellenabbau möglicherweise erforderlich".

Gleichzeitig schränkt Spleiss ein: „Wir stehen eindeutig zum Standort Oberderdingen, müssen aber Strukturen und Prozesse so anpassen, dass Oberderdingen in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Wir werden deshalb weiter in den Standort investieren und ihn noch erfolgreicher machen“.

Gerüchte über die eine mangelnde Auslastung der Produktion in Oberderdingen gibt es bereits seit einigen Monaten. Auch soll die Entwicklung unter Spleiss' Vorgängern Schock und Walter nicht den Vorstellungen des Mutterkonzerns, der EGO-Blanc-Gruppe, entsprochen haben. Laut veröffentlichter Bilanz im Bundesanzeiger war der Umsatz der Tochterfirma im vergangenen Jahr zwar von 107,8 auf 112,8 Millionen Euro gewachsen. Das Ziel waren aber rund 120 Millionen Euro gewesen. Vor allem die zurückhaltende Investitionsbereitschaft im Krankenhaussektor hatte sich negativ auf die Erlöse ausgewirkt.

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