07.03.2016 17:40 Uhr

Johnson Controls schließt badisches Werk

Was sich seit einem Jahr abgezeichnet hat, ist nun Gewissheit: Der Autozulieferer Johnson Controls schließt sein Werk im südbadischen Neuenburg. 340 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

Neuenburg. Bereits vor etwa einem Jahr gab es erste Gerüchte über eine baldige Schließung des Standorts. Seinerzeit war publik geworden, dass dem Werk ein wichtiger Folgeauftrag verloren gegangen war.

Der französische Autohersteller PSA vergab seinen Auftrag zur Herstellung von Autositzen an den französischen Zulieferer Faurecia. Ein Grund: Man wollen französische Mitarbeiter stärken. Das Paradoxe daran: Im Neuenburger Johnson-Werk arbeiten vor allem Pendler aus dem Elsass.

Ende 2016 sollen nun die Bänder stillstehen. „Wir sind entsetzt“, sagt Thomas Bittner von der südbadischen IG Metall. Die Gewerkschaft kämpft bereits seit Monaten um eine klare Aussage des US-Konzerns zur Zukunft des Standortes.

Bittner wirft Johnson Controls eine Hinhaltetaktik vor. Zudem kritisiert er die Abhängigkeit, in die sich der Zulieferer begeben hat. Das Neuenburger Werk ist erst acht Jahre alt. Gebaut wurde es seinerzeit speziell für den neuen Auftrag von PSA.

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