14.03.2016 19:29 Uhr

Init kürzt die Dividende

Geht es nach dem Vorstand des Karlsruher Verkehrsexperten Init, müssen dessen Aktionäre in diesem Jahr mit einer deutlich geringeren Dividende leben. Dafür gibt es einen guten Grund.

Init-Zentrale in Karlsruhe. Foto: Fabry

Init-Zentrale in Karlsruhe. Foto: Fabry

Karlsruhe. Zwar hatte der Spezialist für Telematik- und Verkehrssysteme seinen Umsatz im vergangenen Jahr leicht gesteigert, unterm Strich bleibt davon aber nichts hängen. Im Gegenteil: Der Vorsteuergewinn Ebit schrumpft von 18,7 auf 10,8 Millionen Euro. Auch der Gewinn halbiert sich fast. Nach 12,1 Millionen Euro im Jahr 2014, waren es vergangenes Jahr nur 7,1.

„Für den Vorstand ist es eines der vordringlichsten Ziele, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einer aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik und der Stärkung der Unternehmenssubstanz für künftiges Wachstum zu erreichen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. 

Die Folge: Statt 80 Cent je Aktie sollen dieses Jahr nur 20 Cent ausgezahlt werden. Das letzte Wort darüber hat die Hauptversammlung am 21. Juli. Dass es dort eine Überraschung gibt, ist eher unwahrscheinlich. Init-Vorstandschef Gottfried Greschner und seiner Familie gehören allein 41,6 Prozent der Aktien. Weitere 4,7 Prozent hält der Rest des Vorstands. Das übrige Kapital müsste also nahezu geschlossen gegen die Pläne des Vorstandes stimmen, was sehr unwahrscheinlich ist.



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