27.01.2016 23:03 Uhr

Energiedienst unter Druck

Weniger Absatz, weniger Umsatz, weniger Gewinn: Der Laufenburger Energieversorger Energiedienst hat ein schwaches Jahr hinter sich. Der Konzernchef verweist auf externe Faktoren - und will gegensteuern.

Energiedienst-Zentrale in Laufenburg. Foto: Archiv

Laufenburg. Energiedienst setzte 2015 nur noch 9,4 Milliarden Kilowattstunden Strom ab – 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sackte von 69,5 Millionen auf nur noch 50,4 Millionen Euro ab. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 39,3 Millionen Euro (Vorjahr: 56,2 Millionen).

Konzernchef Martin Steiger machte für die rückläufigen Zahlen vor allem externe Faktoren verantwortlich. „Das Marktumfeld hat sich im vergangenen Jahr nicht stabilisiert. Die Lage der Energiebranche ist weit schwieriger denn je“, sagte er.

Die Grosshandelspreise für Strom seien weiter gesunken und drückten so auf die Marge. Auch sei der Stromabsatz an Weiterverteiler in Deutschland zurückgegangen. Schließlich verzeichne Energiedienst auch in der Schweiz einen sinkenden Absatz. Hier habe sich der Wettbewerbsdruck aufgrund der niedrigen europäischen Strompreise und des starken Frankens weiter verstärkt.

Um den Absatztrend zu bremsen, will Steiger das Geschäft mit so genannten Energielösungen ausbauen. So soll die neue Konzerngesellschaft Tritec AG zusammen mit den anderen Unternehmensbereichen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln und vermarkten.

red
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