09.12.2015 11:00 Uhr

"300 Millionen-Euro-Marke wohl übertroffen"

Die Herma-Geschäftsführer Sven Schneller und Thomas Baumgärtner sind vom eigenen Erfolg überrascht. Das hat Konsequenzen für die Standorte Filderstadt und Deizisau.

Die Herma-Geschäftsführer Sven Schneller (r.) und Thomas Baumgärtner erwarten für 2015 ein deutlich stärkeres Wachstum als geplant – und den Sprung über die 300 Millionen-Euro-Marke beim Umsatz. Foto: PR

Die Herma-Geschäftsführer Sven Schneller (r.) und Thomas Baumgärtner erwarten für 2015 ein deutlich stärkeres Wachstum als geplant – und den Sprung über die 300 Millionen-Euro-Marke beim Umsatz. Foto: PR

Filderstadt. Nach dem guten Verlauf des Geschäftsjahrs 2014 wartet das auf Selbstklebetechnik spezialisierte Unternehmen wohl erneut mit glänzenden Zahlen aufwarten. „Wir knacken dieses Jahr beim Umsatz wahrscheinlich die magische Marke von 300 Millionen Euro. Das wäre dann deutlich mehr als wir geplant haben“, gaben die Herma-Geschäftsführer Sven Schneller und Thomas Baumgärtner bekannt. 2014 lag der Umsatz noch bei 282 Millionen Euro – der Plan sah eine Steigerung von lediglich 3,5 Prozent vor. "Wir werden das geplante Wachstum wohl mehr als verdoppeln." Entsprechend intensiviert das Unternehmen noch einmal die Suche nach weiteren Mitarbeitern. „Bis Ende 2016 rechnen wir inzwischen mit knapp 1.000 Mitarbeitern. Damit schaffen wir im Vergleich zu Ende 2014 insgesamt rund 120 neue Stellen“, so Schneller.

Das voraussichtliche Ergebnis für 2015 bezeichneten die Geschäftsführer als „ordentlich“. Der Ausblick auf dieses gute Geschäftsjahr und auf weiteres gesundes Wachstum habe das Unternehmen darin bestärkt, bereits ab 2017 mit Abriss, Rückbau und Baumaßnahmen auf dem in diesem Jahr neuerworbenen Areal in Filderstadt, dem sogenannten Gutperle-Gelände, zu beginnen – sofern bis dahin alle Genehmigungen vorlägen. „Die Planungen dafür haben jedenfalls begonnen“, so Baumgärtner. „So kann dann unter anderem auch der Geschäftsbereich Etikettiermaschinen endlich in Filderstadt die Fläche erhalten, die er benötigt, um sein weiteres Wachstum abzusichern.“ Den Standort Deizisau, wo der Geschäftsbereich Etikettiermaschinen derzeit seinen Sitz hat, werde man mittelfristig, aber wahrscheinlich nicht vor 2019 schließen.

Sorge bereiten den Geschäftsführern dagegen die stark steigenden Preise für den wichtigen Rohstoff Papier sowie deutliche Zuwächse bei den Personalkosten. „Es ist absehbar, dass beide Faktoren das Ergebnis 2016 spürbar belasten werden“, warnte Schneller. Als Gründe für den starken Umsatzschub in 2015 nannten Schneller und Baumgärtner den konjunkturellen Rückenwind in einigen Märkten, insbesondere für Haftmaterial, den „Rohstoff“ für Etiketten in der ganzen Welt. Dank der Einführung einer getakteten Serienfertigung auch für Etikettiermaschinen konnte zudem der Standort Deizisau seine Kapazitäten ausbauen und die starke Nachfrage der Kunden noch besser ausschöpfen. „Außerdem fassen wir gerade mit dem Maschinenbau in dem riesigen US-Markt immer stärker Fuß.“

red
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