27.11.2015 08:14 Uhr

120 für 120

Der Medizintechnikhersteller Aesculap einigt sich mit der IG Metall über einen neuen Standortsicherungsvertrag. Herzstück ist ein dickes Investitionspaket.

Vertreter von Südwestmetall und IG Metall sowie Aesculap und Betriebsrat freuen sich über den neuen Standortsicherungsvertrag. Foto: PR

Vertreter von Südwestmetall und IG Metall sowie Aesculap und Betriebsrat freuen sich über den neuen Standortsicherungsvertrag. Foto: PR

Tuttlingen. Südwestmetall und IG Metall sowie Aesculap und der Betriebsrat haben sich für den Standort Tuttlingen auf einen neuen Zukunftssicherungsvertrag geeinigt. Der neue Vertrag sieht vor, dass die Beschäftigten pro Jahr 120 "Standortsicherungsstunden" erbringen. Im Gegenzug verzichtet das Unternehmen während der fünfjährigen Vertragslaufzeit auf betriebsbedingte Kündigungen. Darüber hinaus will Aesculap in den kommenden fünf Jahren insgesamt rund 120 Millionen Euro in den Standort investieren.

Mit den von Aesculap in Aussicht gestellten Investitionen soll beispielsweise ein Technikum eingerichtet werden, in dem Fachleute aus Forschung & Entwicklung und Produktion gemeinsam Fertigungsprozesse serienreif machen. Um für die Megatrends Industrie 4.0 und Digitalisierung gerüstet zu sein, wird Aesculap in moderne Fertigungstechnologien und -prozesse investieren. Außerdem ist die Einrichtung einer Kunden-Zukunftswelt geplant, in der gemeinsam mit Kunden innovative Prozesslösungen entwickelt werden.

Auch eine Reihe größerer baulicher Zukunftsinvestitionen sind geplant: So soll die Logistik in Tuttlingen erweitert werden. Für die Beschäftigten wird eine neue Kantine errichtet und es ist der Bau eines Parkhauses am Bahnhof geplant.


"Mit dem Abschluss dieses Zukunftssicherungsvertrages können wir zufrieden sein. Beide Seiten haben Zugeständnisse machen müssen. Die Vereinbarung stärkt aber die Zukunftsfähigkeit von Aesculap und erlaubt uns, auch künftig in Innovation am Standort Tuttlingen zu investieren", äußert sich der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel. Auch der Betriebsratsvorsitzende Ekkehard Rist zeigt sich zufrieden: "Ich freue mich, dass wir eine Erhöhung der Standortsicherungsstunden vermeiden konnten."

red
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