Die Geschichte des Felgenherstellers BBS reicht rund 40 Jahre zurück. Lange ging es nur bergauf.
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1970 gründet Baumgartner gemeinsam mit Klaus Brand in Schiltach eine Produktionsstätte für Karosserieteile aus Kunststoff. Der Firmenname entsteht aus den Initialen der Gründer und denen des Ortes: BBS.
1972 bringt BBS eine dreiteilige Rennfelge auf den Markt. Sie setzt sich innerhalb von wenigen Jahren durch.
1976 gründet BBS die erste ausländische Tochter in Frankreich. Es folgen weitere in Japan, USA und Italien sowie ein Joint Venture in China.
1983: Die dreiteilige Felge erhält die Zulassung für die Straße. Serienreif findet das Rad reißenden Absatz.
1987 firmiert die bisherige GmbH & Co. KG zur BBS Kraftfahrzeugtechnik AG um und geht an die Börse. Klaus Brand wechselt von der Geschäftsleitung in den Aufsichtsrat, Heinrich Baumgartner wird Vorstandsvorsitzender.
1988 zieht das Unternehmen in den Ortsteil Hinterlehengericht um, wo 200 neue Arbeitsplätze entstehen.
1990: BBS schafft erstmals einen Umsatz von 200 Millionen Mark und stattet Automobilhersteller wie Audi, BMW und VW aus.
1994: Die Sieger der Formel 1-WM, der Indy-Car-Serie, der DTM und des ADAC Tourenwagen Cups holen ihre Titel mit Felgen von BBS.
1998 rüstet BBS sechs Teams der Formel 1 aus.
1999 schließt BBS Verträge mit Herstellern wie Porsche, Daimler-Chrysler, Ferrari und Jaguar.
2000: In Herbolzheim geht das neue Lager- und Logistikzentrum (7000 m2) in Betrieb. Ein Jahr später folgt die neue Lackieranlage (8000 m2).
2004: Nach der Trockenbearbeitung der Räder entwickelt BBS die Hohlkammertechnologie „Air Inside“. Die Produktion fährt Sonderschichten.
2005 weist BBS überraschend einen Jahresfehlbetrag von 1,7 Millionen Euro aus.
2004 gab es noch einen Gewinn von 2,2 Millionen Euro. Das operative Geschäft schließt mit einem Minus von 0,5 Millionen Euro – nach plus 6 Millionen Euro in 2004.
2006 wird das erste volle Geschäftsjahr mit Begleitung durch die Unternehmensberatung Rem AG.
Sommer 2006: Das Konzern-Ebit hat sich im ersten Halbjahr von -1,5 auf -1,9 Millionen Euro verschlechtert.
Herbst 2006: Die Gläubigerbanken treffen sich immer häufiger. Sie fordern den Rücktritt von Vorstandschef Heinrich Baumgartner.
Dezember 2006: Heinrich Baumgartner ist bereit, sein Amt zum neuen Jahr niederzulegen. Am 15. Januar soll ein Interimsmanager seine Arbeit aufnehmen.
17. Januar 2007: BBS meldet eine Gewinnwarnung. Der Jahresfehlbetrag werde „über den einstelligen Millionenbereich hinausgehen“. Baumgartner bleibt im Amt – und der Interimsmanager kommt nicht.
2. Februar 2007: BBS stellt beim Amtsgericht Rottweil Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, vier Tage später wird dies publik.
7. Februar 2007: Das Amtsgericht Rottweil bestellt Jobst Wellensiek zum vorläufigen Insolvenzverwalter.


