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Freiburg , 20.07.10

Micronas: Gewinn schon 2010 möglich

Firmenchef Bopp glaubt an fünfprozentige Rendite
Der Freiburger Chiphersteller Micronas steht vor dem Turn-Around. Nach mehreren Jahren, in denen das Unternehmen viel Geld verbrannt hat, sieht es jetzt mal wieder nach einer Rendite aus. „Wir erwarten eine Ebit-Marge von fünf bis sieben Prozent“, so Firmenchef Matthias Boppp.

Im zweiten Quartal hat das Unternehmen rund 36 Millionen Euro Umsatz erlöst. Ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorquartal. Deutlich weniger allerdings als im Vorjahreszeitraum, was vor allem daran liegt, dass Micronas seine verlustreiche Consumer-Sparte eingestampft hat.

Das hat im Halbjahresbericht zu einem großen Einbruch geführt. Der jedoch Geld spart. Zwar ist der Umsatz im vergangenen Jahr von 106 auf 71 Millionen Euro geschrumpft. Dafür hat Micronas jetzt aufgehört, Geld zu verbrennen. „Der Kapitalabfluss ist gestoppt“, sagt Bopp.

Im operativen Geschäft erwirtschaftet Micronas schon jetzt Erträge. Es sind die Finanzierungskosten, die dem Unternehmen noch Probleme bereiten. So steht auch nach dem zweiten Quartal ein kleines Minus von etwa 0,3 Millionen Euro. Nach dem ersten Halbjahr 2009 stand in der Bilanz noch ein Minus von 116 Millionen Euro.

Die Auslastung im Freiburger Werk liegt derzeit bei 70 Prozent – Tendenz steigend. Micronas hat die Kurzarbeit für die Ferienmonate abgesagt, es geht also aufwärts. Bopp setzt nun darauf, dass am Jahresende ein Plus von bis zu sieben Prozent steht. Abzüglich der Finanzierungskosten soll dann noch eine schwarze Null bleiben. (pop)

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