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"LandFrust"-Symposium zur Zukunft des ländlichen Raums


Wo?

Bürogebäude, Villingen-Schwenningen

Wann?

29.09.2017, ab 09.00 Uhr

Preis pro Person

110,00 Euro (netto)

Unternehmen, Kommunen, Institutionen im ländlichen Raum stehen unter Druck - die Attraktivität der Standorte in der öffentlichen Wahrnehmen sinkt. Allein das urbane Umfeld gilt als erstrebenswert, um dort zu leben und zu arbeiten. Und viele Unternehmen, die über "die Digitalisierung" nachdenken, eröffnen im ersten Schritt ein Büro in der Stadt, bevorzugt in Berlin...

Oder wie es ein Unternehmer im Rahmen einer Econo-Wissenstransfer-Veranstaltung formuliert hat: "Die Progressiven ziehen tendenziell weg, die Strukturkonservativen bleiben eher da. Aber wie soll ich mit denen die digitale Transformation hinbekommen?"

Muss man sich damit abfinden? Kann man dagegen "etwas" tun?

Das "LandFrust"-Symposium zur Zukunft des ländlichen Raums will zur Diskussion anregen. Der Tag steht im Zeichen von Impulsen, Diskussionen und dem Austausch über Ideen und Konzepte, die alle einer Frage nachgehen: Wie steigert man die Attraktivität des ländlichen Raums?

Dabei werden die Bereiche

- Architektur 
- Mobilität
- Arbeiten/Leben/Kultur
- Versorgung


in den Mittelpunkt gestellt. Referenten tragen zu den Punkten pointierte Thesen und Beispiele vor, die im Rahmen eines "World Café" breit diskutiert werden. Dabei kommen keine "Speaker" zu Wort, sondern Praktiker, die in der täglichen Arbeit neue Ideen umsetzen und Anstöße geben.

Natürlich findet das Symposium an einem Ort mit urbanem Touch statt - in einem leerstehenden, älteren Bürogebäude. Und der Mittagsimbiss wird stilecht von "Karlotte" am Foodtruck serviert. Die Bad Dürrheimer Mineralbrunnen stellt die Getränke zur Verfügung.

Das Ziel des Symposiums: Denkanstöße geben!

Programm

09:00 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer

09:30 Uhr: Beginn der Veranstaltung mit Impulsvorträgen zu den Themen Subkultur, Architektur, Mobilität, Leben/Wohnen/Arbeiten und Versorgung

12:30 Uhr: Mittagsimbiss

13:30 Uhr: Beginn World Café-Diskussionsrunden

16:00 Uhr: Zusammenfassung

16:30 Uhr: langsames Ausklingen…

Referenten


"Glücksbringer Subkultur oder wie man für Kreative attraktiv wird!"

Annette Ochs und Dimitri Hegemann haben die Initiative "Happy Locals" gegründet, mit der das Duo Kommunen im ländlichen Raum unterstützt. Das Ziel: kreativen Jugendlichen einen Ort bieten, damit sie sich ausleben können. Ochs und Hegemann sind selbst in der Berliner (Sub-)Kultur bestens vernetzt - die legendären Veranstaltungs- und Musiklocations "Kraftwerk" und "Tresor" sind beispielsweise Initiativen des umtriebigen Hegemann. Und beide stammen aus dem ländlichen Raum, wollten eigentlich nicht weg, es wurde ihnen aber schlicht zu eng...

"Die Werkbank gehört ins Büro! Kollaboratives Arbeiten treibt Innovationen und steigert die Attraktivität."

Der Möbelhersteller und Einrichtungsspezialist Vitra zählt mit seinen Entwürfen für Möbel und Arbeitsplätze und -räume zu den weltweit führenden Unternehmen - auch dank eines eigenen Trendscouts.

"'Ich will von A nach B' oder warum Mobilität künftig mehr als ein Auto ist"

Christian Klaiber von der Initiative Zukunftsmobilität zählt bundesweit zu den profundesten Kennern der Mobilitässzene. Sein Büro hat unter anderem Carsharing-Angebote konzipiert, den elektrischen Bürgerbus in Baiersbronn in Rollen gebracht und das Mobilitäts-Konzept in Bad Säckingen gestaltet. Der Tesla-Enthusiast ist dabei aber nicht auf einen Fahrzeugtyp oder Antrieb festgelegt. Ihm geht es schlicht um die Frage: Wie kommt man bequem von A nach B...

"Vergesst den Bebauungsplan – neue Konzepte für Wohnen und Arbeiten braucht das Land!" 

Jörg Finkbeiner ist Architekt und Partner des Büros Partner und Partner mit Sitz in Baiersbronn und Berlin und auf nachhaltiges Bauen spezialisiert. Mit Studierenden erstellt er daneben regelmäßig Konzepte, wie sich Wohnen, Arbeiten oder auch Tourismus jenseits aller Denk- und Auflagen-Beschränkungen ganz anders gestalten lassen könnte… In seinem Impulsvortrag gibt er Einblicke in die Notwendigkeit des architektonischen Querdenkens über die Zwänge des ländlichen Raums hinaus.

"Lieber St. Georgen im Schwarzwald statt Berlin oder vom Auf und Ab einer Hightech-Gründung im ländlichen Raum."

Rainer Duda arbeitet mit seiner RD Innovations an Hard- und Softwarelösungen für computergenerierte Bildwelten und virtuelle Realitäten – auch für große Kino-Blockbuster. Zudem hat er mehrere Lehraufträge. Mit welchen Herausforderungen ein Hightech-Gründer abseits der Metropolen zu kämpfen hat, erzählt er in seinem Impuls.

"Wer braucht noch einen Hausarzt!? Wie die Digitalisierung die medizinische Versorgung (positiv) verändern wird…"

Dr. Felix Weil führt das erfolgreiche Software-Unternehmen QUIBIG und hat in diesem Jahr das Start-up PERMEDIQ auf den Weg gebracht – das Start-up soll dank digitaler Anwendungen die Beziehung zum Hausarzt revolutionieren. Der Philosoph Weil gibt zudem einen Überblick, wie neue Technologien die Medizin-Branche umkrempeln kann.

"Das macht ein Testturm in/mit der Provinz…" 

Thomas Ehrl, Head of Research & Innovation bei Thyssen-Krupp Elevators, und André Lomsky, Wirtschaftsförderer der Stadt Rottweil, erzählen im lockeren Austausch etwas über die Vielzahl an Chancen, die ein solches Projekt für alle Seiten eröffnet – wenn man es sich denn zutraut.

Ansprechpartner

Für weitergehende Fragen zum "LandFrust-Symposium steht econo-Chefredakteur Dirk Werner unter dwerner@econo.de gerne zur Verfügung!

Partner

Das "LandFrust"-Symposium zur Zukunft des ländlichen Raums ist eine Initiative von econo in Kooperation mit der MFG Innovationsagentur des Landes sowie der Meku-Unternehmensgruppe und der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Nach dem Symposium soll eine "LandFrust"-Denkfabrik gegründet werden, die sich mit den Fragen zur Zukunft des ländlichen Raums weitergehend beschäftigen wird.

Hier geht's zur Anmeldung.


Foto: Hak Design