Dossier

Menschen_Mai 2019


1 Sparkasse Bodensee klärt Nachfolge an der Spitze

Als eine der wenigen Regionalbanken im Land befördert die Bank eine Frau

Foto: Sparkasse Bodensee

Konstanz. Eine Frau im Vorstand einer Sparkasse oder Genossenschaftsbank – das hat in Baden-Württemberg immer noch Seltenheit. Weniger als drei Prozent der Vorstände der Sparkassen und der 50 größten Genossenschaftsbanken sind weiblich.

Die Sparkasse Bodensee setzt hier nun mal ein Zeichen: Iris Kommritz gehört als stellvertretende Vorständin nun immerhin zur erweiterten Spitze des Geldhauses vom See. Sie tritt dort die Nachfolge von Edgar Klotz an, der Anfang September in die Alterszeit wechselt und die Bank verlassen wird.

Iris Kommritz ist gebürtige Rheinländerin und hat ihren Beruf bei der damaligen Stadtsparkasse Köln gelernt, wo sie auch erste Führungsaufgaben übernahm. Seit sieben Jahren ist sie nun am Bodensee zu Hause. Für Bankchef Lothar Meyer gilt sie da fast schon als Eigengewächs. Zuletzt gehörte sie als Marktdirektorin Privat- und Firmenkunden bereits zum erweiterten Führungskreis der Bank. Nun rückt sie nochmal eine Stufe auf.



2 Varta: Ex-Vorstand wird neuer Kontrolleur

Sein Abschied aus der operativen Führung liegt kein halbes Jahr zurück

Foto: Varta

Ellwangen. Die Aktionäre des Batterieherstellers Varta haben auf der Hauptversammlung eine bereits angekündigte Personalie beschlossen. Der ehemalige Finanzvorstand Michael Pistauer, der unter anderem den Börsengang des Unternehmens gestaltet hat, rückt nun in den Aufsichtsrat.

Pistauer hatte erst zum Ende des vergangenen Jahres seinen Vorstandsposten abgegeben. Nun wurde er auf der Hauptversammlung in das Kontrollgremium des Ellwanger Unternehmens gewählt. Er rückt dort auf den Posten von Franz Guggenberger.

Auf der Hauptversammlung waren fast 90 Prozent des Kapitals vertreten.



3 Teamtechnik verbreitert die Spitze

Ralf Escher kommt als dritter Geschäftsführer mit einer speziellen Aufgabe

Foto: Teamtechnik

Freiberg a.N. Der Maschinen- und Anlagenbauer Teamtechnik erweitert seine Geschäftsführung. Seit kurzem gehört Ralf Escher zur Führungsspitze des Unternehmens. Er übernimmt die Aufgabe als Chief Financial Officer (CFO) und verantwortet somit die kaufmännische Geschäftsführung des Spezialisten für Automatisierungs- und Prüftechnik.

Der 46-jährige Betriebswirt bringt mehr als zehn Jahre Leitungserfahrung im Automotive- und Automationsbereich mit.

„Wir wollen unsere Strukturen und Prozesse noch intensiver internationalisieren“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Roßkopf die Personalie. Ralf Escher kennt die Prozesslandschaft der Branche und auch das Projektgeschäft gut. Vor seiner neuen Aufgabe bei Teamtechnik war er in mehreren Leitungsfunktionen tätig, etwa beim Autozulieferer Nidec, bei Schuler Automation und bei Bosch.

Teamtechnik wurde 1976 gegründet. Heute erlöst das international aufgestellte Unternehmen mit gut 1000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro.

4 Grimmelsmann hat Herder verlassen

Der langjährige Geschäftsführer des Verlags hat eine neue Aufgabe angenommen

Foto: Löffler

Freiburg. Roland Grimmelsmann ist nicht mehr Geschäftsführer des Freiburger Herder Verlags. Einen entsprechenden Bericht der Badischen Zeitung hat der Verlag bestätigt. Grimmelsmann hatte den Verlag sieben Jahre lang gemeisam mit dem Verleger Manuel Herder geführt.

Erst zum Jahresanfang hatte Herder mit Stefan Orth einen dritten Mann an die Spitze geholt. Vorm Hintergrund der neuen Lage, wirft das ein anderes Licht auf diese Personalie. Wohin Grimmelsmanns Weg führt, ist aktuell noch nicht bekannt. Es heißt, dass er bereits im Juni die Geschäftsführung eines anderen Verlages in Süddeutschland übernehmen werde.

Der Herder Verlag hat seinen Wurzeln im Jahr 1801 und wird mittlerweile in siebter Generation von der Familie Herder geführt.


5 Kai Rössig führt Verpacker Karl Knauer

Manager ist von Procter & Gamble ins Kinzigtal gewechselt

Foto: Karl Knauer

Biberach. Beim Verpackungshersteller Karl Knauer aus Biberach im Kinzigtal gibt es einen Wechsel an der Spitze. Seit Anfang Mai gehört Kai Rössig der Geschäftsführung an. Der 52-jährige Westfale tritt die Nachfolge von Joachim Würz an. Der 65-jährige geht nach mehr als 17 Jahren an der Spitze des mittelständischen Unternehmens demnächst in den Ruhestand.

„Wir danken Joachim Würz im Namen der gesamten Belegschaft für sein erfolgreiches Engagement und seine herausragende Arbeit für unser Unternehmen“, sagt Richard Kammerer, Sprecher der Geschäftsführung. „Wir haben die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit immer sehr geschätzt und freuen uns daher sehr, dass er noch bis September bei uns im Haus bleibt und seinem Nachfolger als Ansprechpartner zur Verfügung steht.“ 


Kai Rössig ist seit Oktober 2018 bei Karl Knauer. Der Diplom-Ingenieur mit Fachrichtung Fertigungstechnik

bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Konsumgüterindustrie mit. Rössig hat seine berufliche Laufbahn zuvor beim Konsumgüterkonzern Procter & Gamble verbracht.

6 Neuer Geschäftsführer bei Uhlmann

Beim Verpackungsspezialisten aus Laupheim gibt es einen Führungswechsel

Foto: Uhlmann

Laupheim. Michael Mrachacz (im Foto rechts) ist neuer Geschäftsführer Vertrieb beim Verpackungstechniker Uhlmann Pac-Systeme aus Laupheim. Der 50-Jährige war zuvor schon Mitglied der Geschäftsleitung und rückt nun auf.

Mrachacz tritt somit die Nachfolge von Siegfried Drost (links) an, der nach einem Vierteljahrhundert bei Uhlmann in den Ruhestand gewechselt ist. Drost zählt zu den prägenden Köpfen des Unternehmens in dessen jüngerer Geschichte. Er kam 1994 als Leiter des inländischen Vertriebs zu Uhlmann und wurde drei Jahre später Vertriebs-Geschäftsführer. Seither ist Uhlmann stark gewachsen. Der Auftragseingang hat sich in dieser Zeit nahezu verzehnfacht – von 45 auf 440 Millionen Euro.

Mrachacz war in den vergangenen fünf Jahren Leiter der Service-Abteilung von Uhlmann. Zuvor war er unter anderem für den Maschinenbauer Homag und Bütering Schleiftechnik tätig. 

Uhlmann zählt sich zu den weltweit führenden Systemanbietern für Pharmaverpackungen. Das Unternehmen gehört zur Uhlmann Gruppe, die zuletzt mit ihren 2200 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 411 Millionen Euro eingespielt hat.

7 Zahoransky hat den Vorstand vergrößert

Winfried Ebner soll neue Geschäftsfelder vorantreiben

Foto: Zahoransky

Todtnau. Der badische Maschinenbauer Zahoransky hat seinen Vorstand vergrößert. Winfried Ebner ist nun als dritter Vorstand an Bord. Er soll unter anderem den Ausbau der neuen Geschäftsfelder Industrieautomatisierung und Medizintechnik weiter vorantreiben.

„Mit der Ernennung von Winfried Ebner erhoffen wir uns einen schnelleren und zielstrebigen Ausbau unserer neuen Geschäftsfelder“, sagt Gerhard Enders, Aufsichtsratschef. „Er kennt unsere Technik, unser Produktportfolio und die Zielgruppenmärkte in- und auswendig.“ Ebner ist seit zehn Jahren Geschäftsführer des Formenbaus von Zahoransky mit Sitz in Freiburg. Der Hauptsitz der Firmengruppe ist in Todtnau im Schwarzwald.

Das Foto zeigt (v.l.) Gerhard Steinebrunner, Winfried Ebner und Ulrich Zahoransky.

8 Müller führt Renishaw

Neuer Deutschland-Chef kommt von Sauter Feinmechanik

Foto: Renishaw

Pliezhausen. Heiko Müller ist neuer Deutschland-Chef des Technologiekonzerns Renishaw. Er ist die Nachfolge von Rainer Lotz (v.l.) angetreten, der im Konzern künftig für das Geschäft in ganz Europa, sowie den Mittleren Osten und Afrika verantwortlich sein wird.

Müller war zuvor 20 Jahre bei Sauter Feinmechanik in Metzingen, zuletzt sogar als Gesellschafter. Laut seinem Linkedin-Profil hat er diese Beteiligung aber hinter sich gelassen. Bei Renishaw verantwortet er nun neben Deutschland auch das Geschäft in Österreich.

Weltweit beschäftigt Renishaw mehr als 5000 Menschen an 80 Standorten in 36 Ländern. Das Unternehmen entwickelt und produziert Mess- und Sensortechnik für verschiedene Branchen. Den Standort Pliezhausen gibt es seit 1986.

9 Struchtemeier wechselt zu Metabo

Rückkehr in die Elektrowerkzeugbranche

Foto: Metabo

Nürtingen. Heiko Struchtemeier ist neuer Vertriebsleiter für Deutschland und Luxemburg bei Metabo. Der 40-jährige Diplom-Kaufmann kommt von Stabila, wo er den Vertrieb für die DACH-Region verantwortet hat. Zuvor war Struchtemeier fünf Jahre lang bei Festool als Regionalvertriebsleiter Süd.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Heiko Struchtemeier unseren Wunschkandidaten für diese Aufgabe gewinnen konnten“, sagt Henning Jansen. „Wir sind uns sicher, dass er hervorragend in unser Team passt und uns mit seiner Erfahrung und seinem Engagement erfolgreich helfen wird, unsere Position im Heimatmarkt weiter auszubauen.“

Struchtemeier hat an der Universität Tübingen Wirtschaftswissenschaften studiert. Seine berufliche Laufbahn begann er im Vertrieb für die Telekom. 2008 wechselte er in die Verkaufsleitung von Lidl, fünf Jahre später ging er zu Festool, wo er bis zum Vertriebsverantwortlichen für Süddeutschland aufstieg. Die nächste Stufe auf der Karriereleiter führte Struchtemeier dann zum Messgeräte-Spezialisten Stabila.

10 Leibingers Finanzchef verabschiedet sich

Horst Schoch war mehr als zwei Jahrzehnte für den Druckerhersteller aus Tuttlingen tätig

Foto: Paul Leibinger

Tuttlingen. Horst Schoch verlässt den Druckerhersteller Leibinger aus Tuttlingen und geht in den Ruhestand. 23 Jahre lang war er für das inhabergeführte Unternehmen tätig, davon 20 in der Geschäftsführung. 

„Horst Schoch hat unseren Wandlungsprozess professionell begleitet. Sämtliche Finanztransaktionen waren bei ihm in sehr verlässlichen Händen. Er hat den kaufmännischen Bereich effizient geführt und selber pragmatisch mit angepackt.  Für sein Engagement bedanken wir uns herzlich“, sagt Christina Leibinger, die das 1948 gegründete Unternehmen in dritter Generation führt.

Die Paul Leibinger Gruppe beschäftigten rund 250 Menschen. Das Unterehmen ist Spezialist für industrielle Tintenstahldrucker, mit denen zum Beispiel Lebensmittelverpackungen bedruckt werden. Seine Anfänge hatte die Firma als Hersteller von Nummerierwerken, die beispielsweise Geldscheine oder Pässe mit einer Seriennummer bedrucken.

11 Emmerich wechselt von DM zur KMK

Neue Personalchefin bei der Messe-Gesellschaft

Foto: KMK

Karlsruhe. Die Karlsruher Messe hat eine neue Führungskraft: Brigitte Emmerich leitet seit Jahresbeginn die Personalabteilung der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK). Die Volljuristin und Mutter zweier Kinder absolvierte ihr Referendariat am Landgericht Duisburg und startete ihre berufliche Laufbahn als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei einer Kanzlei am Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Weitere Schritte in ihrer Karriere waren die Mitarbeit als fachverantwortliche Juristin im Arbeitsrecht bei der Drogeriekette DM und die Teamverantwortung im Arbeitsrecht beim selben Arbeitgeber mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Brigitte Emmerich wird ihr Hauptaugenmerk in ihrer Tätigkeit für die KMK auf die Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft legen.

12 Neuer Chef-Aufseher bei Takkt

Hintergrund ist eine Rochade im Vorstand des Mutterkonzerns

Foto: Haniel

Stuttgart. Der Online-Händler Takkt hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Auf der Hauptversammlung in Ludwigsburg wurde heute Florian Funck zum neuen Chef-Aufseher gewählt. Funck ist im Hauptberuf Vorstand beim Takkt-Mutterkonzern Haniel. Der Duisburger Konzern hält 50,2 Prozent der Anteile.

Florian Funck war bis 2011 als Finanzvorstand bei Takkt und kennt die Firma somit aus dem Effeff. Im Aufsichtsrat folgt er nun auf Stephan Gemkow, der Haniel Ende Juni verlassen wird. Gemkow hatte das Amt in dem Takkt-Gremium seit vier Jahren inne. Er habe „die Entwicklung von Takkt in seiner Amtszeit entscheiden mitgeprägt“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Auch einen Nachrücker gibt es: Thomas Schmidt, ebenfalls Vorstand bei Haniel, wurde als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Schmidt wird dem bisherigen Haniel-CEO Gemkow als Konzernchef der Mutter nachfolgen. Der Vorsitz im Takkt-Aufsichtsrat aber ging an Funck, der bereits seit 2011 auch im Aufsichtsrat von Takkt sitzt.

Haniel ist eines der größten europäischen Unternehmen, das sich noch in Familienbesitz befindet. Der Konzern ist im Besitz von fast 700 Gesellschaftern aus der Familie Haniel. Die Unternehmensgruppe besteht aus mehr als 200 Unternehmen, die zusammen fast 14.000 Menschen beschäftigen und einen Jahresumsatz von 3,6 Milliarden Euro erlösen.





13 Neuer Vertriebschef bei Industrie Informatik

Er hat auch die Aufgabe, die Präsenz in Deutschland weiter auszubauen

Foto: Industrie Informatik

Riegel. Wolfgang Haginger ist neuer Vertriebschef beim beim Softwareanbieter Industrie Informatik. Der gebürtige Linzer ist seit mehr als zwölf Jahren im Unternehmen tätig. Bezüglich seiner neuen Rolle hat er klare Vorstellungen: „Unter unseren Kunden finden sich durchwegs namhafte Industriebetriebe, deren Digitalisierungsweg wir weiterhin mit Kontinuität und fachlicher Expertise unterstützen und ebnen möchten.“ Ein besonderer Fokus liege dabei darauf, die Präsenz in Deutschland weiter auszubauen.

Industrie Informatik hat seinen Sitz in Österreich, unterhält jedoch seit Jahren auch eine Niederlassung in Riegel am Kaiserstuhl. Einen weiteren Standort gibt es in China. Im Firmenverbund sind aktuell rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Mit der Besetzung Hagingers als Vertriebsleiter geht Industrie Informatik einen weiteren Schritt in Richtung vertiefende Marktpräsenz und Positionierung für eine nachhaltige Zukunft als Digitalisierungspartner in der Industrie.

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