Dossier

Menschen_Februar2019


1 Thieme-Verlag holt neuen Geschäftsführer

Ralf Spielberger war zuletzt beim ADAC angestellt

Foto: Theo Klein

Stuttgart. Der Thieme-Verlag aus Stuttgart hat einen neuen kaufmännischen Geschäftsführer. Ralf Spielberger, 51, rückt an die Spitze des Unternehmens. Er übernimmt dort die Verantwortung für die Geschäftsbereiche Finanzen, IT und Personal.

Thieme war zuletzt in ähnlicher Funktion beim ADAC. Seine Leistung dort hat Thieme-Verleger Albrecht Hauff überzeugt. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ralf Spielberger einen erfahrenen Finanz- und Organisationsspezialisten gewinnen konnten“, so Hauff. „Er wird unsere Geschäftsführung ideal ergänzen, da er nicht nur ein Finanzexperte ist, sondern auch weitreichende Erfahrungen mit digitalen Transformationsprozessen in verschiedenen Branchen mitbringt.“

Neben Spielberger und Verleger Hauff gehören auch Udo Schiller und Katrin Siems der Geschäftsführung der Stuttgarter Verlagsgruppe an, die sich auf Themen für Medizin und Gesundheit spezialisiert hat.

2 Richard Harris führt Walter Tools

Der Tübinger Werkzeugbauer hat einen neuen Chef

Foto: Walter

Tübingen. Richard Harris ist neuer Vorstandsvorsitzender des Tübinger Werkzeugbauers Walter. Er ist die Nachfolge von Mirko Merlo angetreten. Dieser hatte Walter fast sieben Jahre lang geführt. Ende 2018 hat er das Unternehmen verlassen – „auf eigenen Wunsch“, wie es in einer Mitteilung heißt.

Harris ist britischer Staatsbürger. Er ist seit 2002 für den Walter-Mutterkonzern Sandvik tätig. Zuletzt leitete er die Konzernsparte Pulver- und Rohling-Technologie innerhalb Sandvik Machining Solutions, die seit 2018 unter dem Namen SMS Supply firmiert.

„Walter hat in der Zerspanungsindustrie einen ausgezeichneten Ruf: In vielen Bereichen ist das Unternehmen technologisch führend“, so Harris. „Die von Mirko Merlo auf den Weg gebrachte Digitalisierungsstrategie positioniert das Unternehmen ideal. Gemeinsam mit dem Walter-Team will ich diese erfolgreiche Unternehmensstrategie weiterentwickeln, damit wir in einem anspruchsvollen Marktumfeld, in dem noch vieles in Bewegung ist, weltweit weiter wachsen.“

3 SWMH erweitert Führungsteam

Desiree Ball und Jens Kessler sind jetzt Geschäftsführer

Foto: SWMH

Stuttgart. Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) stellt sich an der Spitze neu auf. Eine neue Personalchefin kommt von der Digitalsport von ProSiebenSat.1. Den neuen Technikchef holt die Verlagsgruppe von der Plattenfirma Universal.

Desiree Ball (Foto) wird als Geschäftsführerin der SWMH Services gruppenweit verantwortlich für Personal und Organisation. Sie war zuletzt Personaldirektorin der Digitalsparte von ProSiebenSat.1. Jens Kessler übernimmt als Chief Technology Officer (CTO) die Gesamtverantwortung für Technologie in der

Gruppe. Er hat in den vergangenen 18 Jahren – seit 2012 als CIO – die digitale Transformation der Universal Music Group umgesetzt.

„Ich bin überzeugt, dass wir in der neuen Aufstellung die anstehenden Herausforderungen bei der Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse, der Einführung eines gruppenweiten Datenmanagements sowie der Talent- und Organisationsentwicklung erfolgreich angehen können,“ sagt SWMH-Chef Christian Wegner. 

 

Zudem hat Serge Schäfers die Geschäftsführung der HCSB-Gruppe übernommen. Er ist damit zuständig für die Standorte Hof, Coburg, Suhl und Bayreuth. Der 43-Jährige ist bereits seit 2017 Geschäftsführer beim Nordbayerischen Kurier und löst Ulf Kiegeland ab, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch

verlässt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

4 Health-Region stellt sich an der Spitze neu auf

Freiburgs Wirtschaftsförderin Hanna Böhme übernimmt den Vorsitz des Cluster-Vereins

Foto: Health Region

Freiburg. Die Freiburger Wirtschaftsförderin Hanna Böhme hat den Vorsitz in der Health-Region Freiburg übernommen. Der eingetragene Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Clusterwirkung des Themas Gesundheit für die Region zu steigern.

Die Health-Region Freiburg trägt seit 2012 maßgeblich zur Profil- und Markenbildung der Gesundheitsregion Freiburg bei. Aktuell gehören 20 Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen aus den Bereichen Medizin, Gesundheit und Tourismus zu den Mitgliedern des Vereins.

Die Initiative wird von der FWTM koordiniert. Die Geschäftsstelle des Vereins wird seit Oktober 2017 von Nadja Oback geleitet. Böhmes Vorgänger an der Spitze der Health-Region war der frühere Wirtschaftsförderer Bernd Dallmann. Seit dieser in den Ruhestand gewechselt ist, war der Verein kommissarisch von Rüdiger Wörnle, dem Chef des Gesundheitsresort Freiburg, geführt worden.






5 Neuer Chef beim Wirtschaftsclub Ostwürttemberg

Bernd Elsenhans folgt Charlotte Helzle als neuer Vorsitzender

Foto: EOS Sicherheitsdienst

Heidenheim. Der Wirtschaftsclub Ostwürttemberg hat einen neuen Vorsitzenden. Bernd Elsenhans (Foto), Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst, tritt die Nachfolge von Charlotte Helzle an, die noch ein Jahr im Vorstand bleibt. Michael Mönch von Vilotel aus Oberkorchen ist Elsenhans' Stellvertreter.

Außerdem zum Vorstand zählen Christoph Bühler, Thomas Mergenthaler, Andreas Greiner und Detlef Köhn., projektteam AG, Bopfingen. Als bisherige Vorsitzende bleibt Charlotte Helzle noch ein Jahr im Vorstand. Von der IHK Ostwürttemberg ist Stefanie Kapori weiterhin im Vorstandsteam. 

Der Wirtschaftsclub Ostwürttemberg ist ein eingetragener Verein und steht der IHK Ostwürttemberg nahe. Derzeit hat er 301 Mitglieder, die sich aus Inhabern und Führungskräften aus der Region zusammensetzen.

6 Wittenstein findet neuen Vorstand bei Bosch-Rexroth

Bertram Hoffmann übernimmt im April von Bernd Schimpf

Foto: Wittenstein

Igersheim. Der Antriebstechniker Wittenstein hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden gefunden. Zum 1. April wird Bertram Hoffmann (Foto) den Führungsposten bei dem Igersheimer Konzern übernehmen und damit die Nachfolge von Bernd Schimpf antreten. Schimpf verlässt das Unternehmen Ende März auf eigenen Wunsch.

Der 52-jährige Hoffmann ist promovierte Maschinenbau-Ingenieur. Er hat in Karlsruhe studiert und begann seine Karriere im Bosch-Konzern. Zuletzt war er Vorstand bei Bosch-Rexroth. Dort war er zuletzt unter anderem für die Produktentwicklung und das Segment Erneuerbare Energie zuständig.

„Wir freuen uns außerordentlich, einen erfahrenen Manager und Branchenkenner für uns gewonnen zu haben“, sagt Manfred Wittenstein, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Auch April wird der Vorstand des Unternehmen dann aus vier Personen bestehen. Neben Hoffmann sind dies Anna-Katharina Wittenstein, Dirk Haft und Erik Roßmeißl.

Die Wittenstein-Gruppe hat zuletzt mit ihren 2600 Mitarbeitern einen weltweiten Umsatz von 385 Millionen Euro eingespielt. Der Konzern ist mit 60 Tochtergesellschaft in 40 Ländern der Erde vertreten.





7 Neuer CEO bei Verivox

Das Vergleichsportal holt einen erfahrenen Manager

Foto: Verivox

Heidelberg. Der 52-jährige Joern Taubert (Foto) ist neuer CEO der Verivox-Gruppe. Das Vergleichsportal mit Sitz in Heidelberg ist Teil der Nucom-Gruppe, einer Tochterfirma von ProSieben Sat.1.

Taubert löst in dieser Funktion Chris Öhlund ab. Dieser sei auf eigenen Wunsch in den Beirat des Unternehmens gewechselt, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Er soll die künftige Entwicklung von Verivox nur mehr beratend begleiten.

Taubert war zuletzt für den US-amerikanischen Technologie-Konzern Sonos tätig, wo er die Geschäfte in den USA und Mexiko verantwortet hat. Zuvor war er bereits für Firmen wie Amazon, Sony und Sanyo tätig, meist in führender Position.



8 Zehnder muss Olaf Schulte ersetzen

Die langjährige Führungskraft wird das Unternehmen verlassen

Foto: Zehnder

Lahr. Der Haustechnik-Konzern Zehnder muss ein wichtiges Mitglied seiner Führungsmannschaft ersetzen. Olaf Schulte, Leiter des Competence Centers Comfosystems, wird das Unternehmen verlassen – auf eigenen Wunsch. So schreibt es Zehnder jedenfalls in einer Mitteilung zur Personalie.

Schulte ist seit 2000 bei Zehnder und war zunächst in den Niederlanden für das Unternehmen tätig. Seit 2014 gehört er der Gruppenleitung des Herstellers von Heizungen und Lüftungen an. Nun hat die Suche nach einem Nachfolger begonnen.

Zehnder hat seine Wurzeln im Jahr 1895. Heute erlöst der Schweizer Haustechnik-Konzern mit 3500 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 600 Millionen Euro. Einen großen Standort hat das Unternehmen im südbadischen Lahr. Die Konzernzentrale ist in Gränichen im Kanton Aargau.

9 Hochschul-Preis für Oliver Schmitt

Der Freiburger Agenturchef wurde für sein Engagement in der Lehre ausgezeichnet

Foto: Relounge

Furtwangen/Freiburg. Oliver Schmitt, Geschäftsführer der Freiburger Digitalagentur Relounge, wurde mit dem HFU-Lehrpreis ausgezeichnet, den die Hochschule Furtwangen vergibt. Der Auszeichnung liegt eine Nominierung durch die Hochschul-Studenten zu Grunde.

Die Studenten hätten Schmitts Vorlesung vor allem wegen der starken Praxisnähe und des kompetenten und sympathischen Auftreten des Dozenten ausgezeichnet, heißt es in einer Mitteilung aus Furtwangen.

Die Hochschule Furtwangen hat mehr als 300 Gastdozenten. Einmal im Jahr wird der HFU-Lehrpreis vergeben, mit dem besonders herausragendes Engagement in der Lehre ausgezeichnet wird.

Relounge wurde 1999 von Oliver Schmitt und Dietmar vom Berg gegründet. Die Agentur zählt heute zu den führenden Digital-Experten in Südbaden und beschäftigt aktuell knapp 20 Mitarbeiter.



10 BTG: Schilli übernimmt von Teufel

Die Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung hat einen neue Geschäftsführer

Foto: BTG

Lahr. Patrick Schilli (l.) ist neuer Geschäftsführer der Badischen Treuhand Gesellschaft (BTG) in Lahr. Er tritt in dieser Position die Nachfolge von Wolfgang Teufel (r.) an. Der lanjährige Geschäftsführer der BTG wird sich langsam aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

Teufel kam 1985 zur BTG und gehört seit 1995 der Geschäftsführung an. Sein Vater Alfons Teufel hatte die BTG 1967 gegründet. Die wietere Entwicklung der BTG liege Teufel sehr am Herzen, heißt es in einer Mitteilung. Darum werde er für eine Übergangszeit noch zur Verfügung stehen und Kunden und Kollegen mit seinem Wissen unterstützen.

Der neue Geschäftsführer Patrick Schilli gehört seit zehn Jahren dem Expertenteam der BTG an. Er wird das Unternehmen gemeinsam mit Barbara Henninger, Thomas Adam, Jens Rhode und Jochen Schwend führen. Die BTG hat heute rund 50 Mitarbeiter, darunter 17 Steuerberater und fünf Wirtschaftsprüfer.



11 Rolf Böhme ist tot

Der Alt-OB und Ehrenbürger Freiburgs wurde 84 Jahre alt

Foto: Stadt Freiburg

Freiburg. Der SPD-Politiker Rolf Böhme ist in der Nacht zum 12. Februar im Alter von 84 Jahren gestorben. Eine entsprechende Meldung der Badischen Zeitung wurde von der Stadt Freiburg bestätigt.

Böhme war von 1982 bis 2002 Oberbürgermeister von Freiburg. Zuvor saß er für die SPD im Bundestag und gehörte im Kabinett von Helmut Schmidt vier Jahre lang als Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium der Bundesregierung an.

2002 war Böhme nicht mehr als OB angetreten. Ihm folgte der Grüne Dieter Salomon. Von 2003 bis 2015 war der promovierte Jurist Partner der Kanzlei Graf von Westphalen. Seine Tochter Hanna Böhme ist heute Wirtschaftsförderin von Freiburg.

„Mit ihm verlieren wir nicht nur einen großen Politiker und überzeugten Europäer, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit“, so Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn. „Während seiner 20-jährigen Amtszeit – und auch weit darüber hinaus – hat er unsere Stadt nachhaltig geprägt. Bis zuletzt hat er sich für eine lebendige grenzüberschreitende Zusammenarbeit eingesetzt. In unserer Erinnerung wird Rolf Böhme einen ganz besonderen Platz einnehmen.“


12 Curevac holt den nächsten Häuptling

Das Tübinger Biotech-Unternehmen verstärkt sich mit einem weiteren Experten

Foto: Curevac

Tübingen. Stefan Müller ist neuer Vice President Clinical bei Curevac in Tübingen. Der promovierte Mediziner ist damit zuständig für die präklinischen Entwicklungsprogramme der Curevac von der präklinischen Forschung bis zur Zulassungseinreichung. Die Einstellung von Müller folgt unmittelbar auf die Ernennung von Dimitris Voliotis als Chief Development Officer.

„Wir freuen uns sehr, Stefan Müller bei Curevac zu begrüßen“, sagt Voliotis. „Mit seiner Expertise in der Frühphase der Arzneimittelentwicklung werden wir neue Strukturen aufbauen, die uns eine ganzheitliche Betrachtung unserer präklinischen Programme ermöglichen.“ Dies ermöglich die beste Entwicklung der Curevac-Produkte.

Müller wird für die fortschreitende Entwicklung der präklinischen Pipeline von Curecac verantwortlich sein und an Voliotis berichten. Zuletzt war er Global Program Leader für das Rituximab-Biosimilar bei Sandoz Biopharmaceuticals. Davor war er in verschiedenen Positionen bei Merck Serono, Merck und Knoll mit den Schwerpunkten Toxikologie, Arzneimittelforschung und der Arzneimittelentwicklung in der Frühphase tätig. Müller promovierte 1997 an der Universität Würzburg.

13 Generationswechsel bei Paschal

Der Schalungsspezialist aus dem Kizigtal bekommt einen neue Chef

Foto: Paschal

Steinach. Michael Stoevelbaek ist neuer Geschäftsführer beim Betonschalungs-Spezialisten Paschal in Steinach. In den nächsten Monaten wird er eine Doppelspitze mit Barbara R. Vetter bilden. Die Tochter des Firmengründers hatte das Unternehmen über Jahrzehnte geführt. Ende Juni wird sie sich dann aus dem operativen Geschäft zurückziehen, dem Unternehmen jedoch als Gesellschafterin verbunden bleiben.

Stoevelbaek war die vergangenen 13 Jahre für die Paschal-Tochter in Dänemark verantwortlich. Nun übernimmt er die Regie für die gesamte Unternehmensgruppe, die 1964 von Josef und Gertrud Maier gegründet wurde. 

14 Führungswechsel bei Katz

Der Bierdeckel-Weltmarktführer hat einen neuen Chef

Foto: Katz

Weisenbach. Der Bierdeckelhersteller Katz hat einen neue Geschäftsführer. Karsten Beisert (Foto) hat die kaufmännische Verantwortung von Daniel Bitton übernommen. Dieser war neun Jahre lang Geschäftsführer bei Katz und werde sich „neuen Herausforderungen zuwendet“. Welche das sind, ist nicht bekannt.

Bitton hatte das Unternehmen nach der Insolvenz 2009 wieder auf Vordermann gebracht. Seither gehört das Unternehmen zur Koehler Paper Group aus Oberkirch.

„Mit Karsten Beisert haben wir die Verstärkung für unser Team gefunden, die wir uns gewünscht haben“, sagt Koehler-Chef Kai Furler. Beisert war zuletzt in der Textilwirtschaft tätig, vor allem für die Mietwäschereien Bardusch und Mewa.

15 Heidelberg: Umbau im Vorstand der Sparkasse

Rainer Arens neuer Vorsitzender – Stefan Beismann rückt auf

Foto: Sparkasse Heidelberg

Heidelberg. Die Sparkasse Heidelberg hat ihren Vorstand umgebaut. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Bernd Wochele ist nach 43 Jahren im Dienste der Regionalbank in den Ruhestand gewechselt. Neuer Vorstandschef ist Rainer Arens.

Wochele war sechs Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Sparkasse. Seine Karriere hatte er bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen begonnen.

Neu in den Vorstand rückt der 41-jährige Stefan Beismann (Foto). Der gebürtige Mainzer wechselt von der DZ-Bank nach Heidelberg. Dritter Mann im Spitzengremium der Bank ist Thomas Lorenz, der jetzt auch die Funktion als stellvertretender Vorsitzender inne hat.

Die Sparkasse Heidelberg zählt mit einer Bilanzsumme von 7,5 Milliarden Euro (2017) zu den zehn größten Sparkassen in Baden-Württemberg. Mit dem Wechsel im Vorstand hat die Bank die Chance verpasst, eine Frau an die Spitze zu holen. Bei den Regionalbanken im Südwesten sind Frauen in den Vorständen chronisch unterrepräsentiert. Aktuell liegt die Frauenquote in den Vorständen der 51 Sparkassen bei gut zwei Prozent.





16 Hummel führt Freiburger Verband

Weil der Gründer sich zurückzieht, musste ein neuer Chef her

Foto: privat

Freiburg. Der Wirtschaftsverband 100 Prozent bekommt einen neuen Geschäftsführer. Ulrich Hummel ist die Nachfolge von Per Klabundt angetreten, der den Verband einst ins Leben gerufen hat. Der Verband setzt sich für erneuerbare Energien ein.

„Mit Ulrich Hummel haben wir einen impulsgebenden Geschäftsführer bestellt, der sich schon lange für den Umbau der Energieversorgung engagiert“, sagt Andreas Markowsky, Aufsichtsratsvorsitzender des Wirtschaftsverbandes. Mit seiner Führungserfahrung im internationalen industriellen Serviceumfeld sei der 58-jährige Diplom-Informatiker als Vermittler zwischen unterschiedlichen Interessen und als Netzwerker zwischen den Beteiligten sehr gut gerüstet.

Hummel war mehr als zwei Jahrzehnte lang für den Freiburger Chip-Hersteller TDK Micronas tätig. Zuletzt leitete er eine selbst gegründete Consultingfirma und arbeitete im Büro des SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner.




17 Wild übernimmt die volle Verantwortung

Der CFO der Würth-Tochter Eisos gibt nun auch den CEO

Foto: Würth Eisos

Waldenburg. Der Würth-Konzern hat für seine Elektroniktochter Eisos einen neuen CEO benannt. Thomas Wild hat zum Jahreswechsel die gesamte Verantwortung für den Elektronik-Zulieferer mit weltweit 6700 Mitarbeitern übernommen.

Der 49-Jährige ist seit fast zwei Jahrzehnten im Würth-Konzern tätig. Seit nunmehr zehn Jahren ist er bereits CFO des Konzerns im Konzern. Nun bekommt er die volle Verantwortung und wird zusätzlich auch als CEO fungieren.

Damit besteht die Führungsspitze bei Eisos nun aus vier Personen. Neben Wild sind dies IT-Chef Oliver Konz, Vertriebsleiter Thomas Schrott sowie Alexander Garfer, zuständig für Forscung und Entwicklung.

18 Westhues wechselt zu Kessler

Künftig gibt es in Bad Buchau eine Doppelspitze

Foto: Kessler

Bad Buchau. Der Präzisionstechniker Kessler wird künftig von einer Doppelspitze geführt. Neu an der Spitze ist Markus Westhues (l.). Börne Rensing, seit 2014 Geschäftsführer, wird ihm zur Seite stehen.

Die Unternehmensgruppe trägt damit dem starken Wachstum der vergangenen Jahre Rechnung. Der Umsatz war zuletzt auf rund 150 Millionen Euro angewachsen, nach 130 Millionen Euro im Vorjahr.

Der promovierte Maschinenbauer Westhues war zuletzt unter anderem für den französischen Getriebehersteller Gima und den Landmaschinen-Spezialisten Claas in führenden Positionen tätig.

Er übernimmt nun die Verantwortung für Einkauf, Fertigung, Montage, Finanzen, Controlling und IT. Der bisherige Geschäftsführer Rensing verantwortet auch weiterhin Vertrieb, Entwicklung, Konstruktion, das Technikum und den Service.

19 Zurrpack hat jetzt eine Doppelspitze

Der Unternehmer Jörg Herkommer steigt auch als Gesellschafter ein

Foto: oh

Dornstadt. Beim Verpackungstechniker Zurrpack gibt es künftig eine Doppelspitze. Der Ulmer Unternehmer Jörg Herkommer ist als geschäftsführender Gesellschafter bei Zurrpack eingestiegen und wird das Unternehmen gemeinsam mit Hans-Günter Gaule führen.

In einem Bericht heißt es, die neue Doppelspitze habe Abläufe verändert und wolle die Effizienz steigern. Welche Maßnahme damit genau gemeint sind, ist nicht bekannt. Mit solchen Verfahren kennt Herkommer sich gut aus. Er ist neben seinem neuen Job weiter geschäftsführender Gesellschafter bei auf Wachstumsberatung spezialisierten Essential View. Auch das IT-Unternehmen Optimum One führt er weiterhin.

Bei Zurrpack übernimmt er nun die Verantwortung für die Finanzen, Personal, Prozesse und Qualität. Hans-Günter Gaule bleibt zuständig für Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb, Einkauf und die Produktion.








20 Götz Werner, 75

Er hat die Drogeriekette DM gegründet und versucht heute, die Gesellschaft zu verändern

Foto: DM

Karlsruhe. Der Unternehmer Götz Werner hat Anfang Februar seinen 75. Geburtstag gefeiert. Werner hat vor mehr als vier Jahrzehnten die heutige Drogeriekette DM gegründet. Diese macht mittlerweile einen Umsatz von fast elf Milliarden Euro, betreibt 3500 Märkte und beschäftigt mehr als 60.000 Menschen.

Bereits vor zehn Jahren hat sich Werner aus dem operativen Geschäft seines Unternehmens zurückgezogen. Seitdem macht er sich unter anderem für gesellschaftliche Veränderungen stark. Werner gehört zu den prominentesten Vertretern des bedingungslosen Grundeinkommens, das die Menschen seiner Meinung nach freier in ihren Entscheidungen machen soll. Einen breiten politischen Konsens gibt es dafür aber bis heute nicht – vielleicht wird es ihn auch nie geben.

Werner gilt als belesener Antrophosoph. In der Branche gilt: Was der langjährige Drogerie-Konkurrent Schlecker falsch gemacht hat, machte Werner von Anfang an richtig. Auch direkte Konkurrenzen schätzen ihn als Freund und Wegbegleiter. „Sein Wissen, sein Ideenreichtum und die jahrzehntelange Verbundenheit zu ihm haben mir immer viel bedeutet“, sagt etwa Dirk Roßmann, Gründer der Drogeriekette Rossmann.

21 Eine Frau an der Spitze der Genossen

Monika van Beek übernimmt nun ganz die Aufgabe von Gerhard Schorr

Foto: BWGV

Stuttgart/Karlsruhe. Monika van Beek ist neue Verbandsdirektorin des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV). Sie ist die Nachfolge von Gerhard Schorr angetreten, der im Alter von 62 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

Schorr war seit 2009 Vorstandsmitglied des BWGV und zuvor bereits seit 1997 Vorstandsmitglied des Württembergischen Genossenschaftsverbands, der mittlerweile mit dem Badischen Genossenschaftsverband zum BWGV verschmolzen ist.

Seine Nachfolge tritt Monika van Beek, 47, an, die bereits seit 1. Januar 2018 Mitglied des BWGV-Vorstands um Präsident Roman Glaser ist. Die Dreierspitze war jedoch nur eine Übergangslösung. Nach dem Ausscheiden Schorrs setzt sich das Führungsgremium aus zwei Mitgliedern zusammen.

Die Rheinländerin hat das Bankgeschäft bei der Deutschen Bundesbank von der Pike auf gelernt. Von 1995 bis 1998 studierte sie Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule in Köln. Nach der Verbandsprüfer-Ausbildung beim ehemaligen Genossenschaftsverband Rheinland wechselte sie 2001 zum Württembergischen Genossenschaftsverband (WGV).

Der BWGV hat rund 850 Mitglieder, davon knapp 800 Genossenschaften mit mehr als 3,92 Millionen Einzelmitgliedern und 33.500 Beschäftigten. Dass es eine Frau in dieser Organisation bis ganz nach oben schafft, ist durchaus ungewöhnlich. Die 50 größten Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg haben zusammen 141 Vorstände – darunter nur drei Frauen. Das entspricht einer Quote von 2,2 Prozent.

22 Christian Huber zieht ins Rathaus ein

Klarer Sieger in Willstätt – und auch eine andere Ortenau-Gemeinde hat gewählt

Foto: Jigal Fichtner

Willstätt/Gengenbach. In Willstätt haben die Bürger einen Nachfolger von Marco Steffens gewählt, der ja als Oberbürgermeister nach Offenburg gewechselt ist. Der neue Mann an der Spitze der Verwaltung heißt Christian Huber (Foto) und ist ein echter Lokalmatador. Der 38-jährige Verwaltungsjurist lebt mit seiner Familie in Willstätt-Sand. Huber setzte sich gleich im ersten Wahlgang durch und holte mehr als 60 Prozent der Stimmen.

Huber musste gegen drei Mitbewerber antreten, darunter die Ortsvorsteherin aus Kehl-Auenheim, Sonja Tömmes. Sie blieb aber deutlich unter 20 Prozent. Auch die beiden anderen Kandidaten waren keine Gefahr für den künftigen Bürgermeist.

Weniger spektakulär ging es in Gengenbach zu. In der Kinzigtal-Gemeinde gab es keinen Herausforderer für den amtierenden Bürgermeister Thorsten Erny. So war seine Wiederwahl eigentlich nur eine Formalie, die Erny mit 97 Prozent der gültigen Stimmen aber souverän bewältigte.



23 Ein BASF-Mann soll Fuchs-Aufseher werden

An der Spitze des Kontrollgremiums bahnt sich ein Wachwechsel an

Foto: oh

Mannheim. Der Aufsichtsrat des Schmierstoff-Herstellers Fuchs Petrolub verändert sich. Der bisherige Vorsitzende des Gremiums, Jürgen Hambrecht, hat angekündigt, sein Mandat auf der Hauptversammlung am 7. Mai niederzulegen. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

Neuer Chefaufseher soll der langjährige BASF-Manager Kurt Bock (Foto) werden. Er war bis zuletzt noch Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns. Auch dort soll er nach einer zweijährigen Amtspause Vorsitzender des Aufsichtsrates werden.

Ebenfalls aus dem Gremium ausscheiden soll Erhard Schipporeit, der seit elf Jahren im Aufsichtsrat von Fuchs sitzt. Seinen Posten soll Hilti-Chef Christoph Loos übernehmen.



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