Dossier

Menschen_Dezember 2019


1 Optima-Tochter mit neuem Chef

Christian Heuer ist neuer Geschäftsführer von Metall + Plastic

Foto: Optima

Schwäbisch Hall. Christian Heuer ist neuer Geschäftsführer von Metall + Plastic. Das Unternehmen mit gut 120 Mitarbeitern ist nach eigenen Angaben ein führender Hersteller von Isolatoren und Dekontaminationstechnologien. Der 53-jährige Diplom-Ingenieur folgt auf Thomas Bertsche, der im Mai 2020 den Ruhestand antreten wird. Heuer bringt wertvolle Erfahrungen aus namhaften Unternehmen verschiedener Branchen mit. Metall + Plastic ist eine Tochterfirma des Verpackungskonzerns Optima aus Schwäbisch Hall.

Zuletzt war Heuer als Mitglied des Verwaltungsrates eines global aufgestellten Schweizer Familienunternehmens der Industrieverpackungs- und Pharmatechnik mit 450 Mitarbeitern tätig. Als Alleingeschäftsführer einer Tochtergesellschaft mit 35 Mitarbeitern hatte er die Gesamtverantwortung für Vertrieb, Marketing, Entwicklung, Produktion, Service und Finanzen. Heuer hat nach seinem Studium der Chemie und Verfahrenstechnik am Institut für Technische Chemie an der Technischen Universität Berlin promoviert.

„Damit bringt Christian Heuer die idealen Kompetenzen für die anspruchsvolle Reinraum-Branche mit, in der Metall + Plastic seit vielen Jahren erfolgreich tätig ist und gemeinsam mit Optima Pharma umfangreiche Turnkey-Anlagen realisiert“, sagt Hans Bühler, geschäftsführender Gesellschafter der Optima-Gruppe.

2 Neuer Geschäftsführer im Packaging Valley

Der Verpackungs-Verbund hat einen neuen Kopf

Foto: oh

Schwäbisch Hall. Martin Buchwitz ist neuer Geschäftsführer des Packaging Valley. Er hat in dieser Funktion die Nachfolge von Kurtz Engel angetreten. Dieser hatte den Verein seit seiner Gründung im JAhr 2007 geführt. Zusammen mit den Gründungsmitgliedern lenkte er das Packaging Valley in die Zukunft und machte den Verein zu einem weit über die Region hinaus und sogar international bekannten Kompetenzcluster.

„Die Fußstapfen sind groß – keine Frage, aber es ist immer noch Platz für neue“, sagt Martin Buchwitz. „Das Erreichte möchte ich natürlich fortführen, aber auch neue Wege gehen.“ Dass die Wahl für die Nachfolge auf ihn fiel, war für das Packaging Valley angesichts seiner Vita schnell klar. Er ist wohl das, was man einen Allrounder nennt. Den Maschinenbau kennt er von vielen Seiten. Als gelernter Elektronikingenieur arbeitete Buchwitz in der Automatisierungstechnik. Vertrieb, Marketing und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich waren Stationen in seiner Laufbahn. Von zwei Automatisierungsmagazinen war er der Chefredakteur. Zuletzt war er als Selbstständiger für Unternehmen aus der industriellen Bildbearbeitung und gemeinnützige Organisationen tätig.

Neben dem Verein Packaging Valley Germany e.V. wird Buchwitz auch das Technologiezentrum und Hohenlohe Plus als Geschäftsführer leiten. Damit bekommt vor allem das Thema Fachkräfte in der Region Hohenlohe zunehmende Wichtigkeit. Ein Thema, das bereits auch im Packaging Valley mit einem eigenen Karriereportal aufgegriffen wurde.

3 Neue Kanzlerin an der Hochschule Aalen

Ulrike Messerschmidt nimmt ihre Arbeit als Verwaltungschefin auf

Foto: Hochschule Aalen/Bernd Leitner

Aalen. Mit dem Amtsantritt von Ulrike Messerschmidt als Kanzlerin der Hochschule Aalen ist das Rektorat wieder komplett. Hochschulrat und Senat hatten sie im Mai mit klarer Mehrheit zur neuen Verwaltungschefin gewa?hlt. Nun hat sie ihren Job angetreten.

„Ich freue mich sehr auf die spannende Aufgabe, die weitere Entwicklung der Hochschule Aalen und ihre Einbindung in die Region an verantwortlicher Stelle mitgestalten zu ko?nnen“, sagt die erfahrene Verwaltungs- und Betriebswirtin.

Als Kanzelerin übernimmt Ulrike Messerschmidt die Verantwortung fu?r den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung. Außerdem ist die 48-Ja?hrige Beauftragte fu?r den Haushalt und Leiterin der Verwaltung. Sie tritt die Nachfolge von Claudia Uhrmann an, die an die Hochschule fu?r Wirtschaft und Umwelt Nu?rtingen-Geislingen gewechselt ist.

In den vergangenen Jahren ist die Hochschule Aalen stark gewachsen. Neue Studienga?nge, steigende Studierendenzahlen, eine rasante bauliche Entwicklung sowie ein stetiger Ausbau ihrer Forschungssta?rke erfordern auch entsprechende Anpassungen und Weiterentwicklungen in der Hochschulverwaltung. Die voranschreitende Digitalisierung ist dabei nur ein Thema, das auf der Agenda der neuen Kanzlerin stehen wird. „Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir den Wandel und den Weg in die Zukunft gemeinsam gestalten“, betont die Verwaltungswirtin, die aus Herbolzheim in der Na?he von Freiburg stammt.

4 Duravit verliert seinen Chef

Frank Richter wird seinen Vertrag nicht verlängern

Foto: oh

Hornberg. Der Badausstatter Duravit muss sich nach einem neuen Konzernchef umsehen. Der bisherige Vorsitzende des Vorstands, Frank Richter, hat seinen Abschied angekündigt. Richter ist seit acht Jahren Vorstandschef von Duravit. Damals trat er die Nachfolge von Franz Kook an.

Richter kam 2011 von der Investmentbank Goldman Sachs zu Duravit. Nachdem sein Vertrag einmal verlängert worden war, soll nun Schluss sein. Noch bis Ende Juni steht Richter bei Duravit unter Vertrag. Wohin sein Weg dann führt, ist noch nicht bekannt.

Ebenfalls offen ist, wer der Nachfolger werden wird. Der Vertrag von Duravits Technikchef Thomas Stammel wurde gerade verlängert. Dritter Mann im Vorstand ist Finanzchef Martin Winkle.

Duravit zählt zu den führenden Herstellern von Badmöbeln. Mit seinen 6500 Mitarbeitern erlöst das Unternehmen einen Umsatz von zuletzt 465 Millionen Euro. Der Sitz des Unternehmens ist im badischen Hornberg.

5 Sivis erweitert die Geschäftsführung

Karlsruher Software-Unternehmen stellt sich an der Spitze neu auf

Foto: oh

Karlsruhe. Das Software-Unternehmen Sivis verjüngt seine Geschäftsführung. Ab Januar werden Boris Grothues, 39, und Philipp Latini, 34, in die Spitze des Unternehmens aufrücken. Beide sind echte Eigengewächse.

Grothues kam vor 16 Jahren als Werksstudent zu Sivis und wird künftig die Entwicklungssparte leiten. Latini ist seit acht Jahren im Unternehmen, kam damals für den Vertrieb. Er wird zum Jahreswchsel die Verantwortung für das Beratungsgeschäft übernehmen.

Sivis wurde 1999  von Kai Bounin 1999 gegru?ndet. Das Karlsruher IT-Unternehmen entwickelt und vertreibt Software-Gesamtlo?sungen im SAP-Umfeld vor allem im Bereich Berechtigungsmanagement. Kunden wird sowohl ein Risk-Management als auch ein Compliance-System geboten: Einerseits, um gesetzlichen Anforderungen zu genu?gen, andererseits um unternehmensspezifischen Risiken zu begegnen.

6 Gerhard Sturm, 85

Der Mitgründer es Ventilatorenbauers EBM-Papst feiert Geburtstag

Foto: oh

Mulfingen. Gerhard Sturm, einer der Gründer des Ventilatorenbauers EBM-Papst hat vor kurzem seinen 85. Geburtstag gefeiert.

Innerhalb von fünf Jahrzehnten hat Gerhard Sturm aus der damaligen Elektrobau Mulfingen mit 35 Mitarbeitern einen global aufgestellten Konzern mit 15.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 2,2 Milliarden Euro gemacht.

Gerhard Sturm wurde am 17. Dezember 1934, als drittes von fünf Kindern, in Künzelsau-Nagelsberg geboren. Im Alter von 14 Jahren begann er eine Ausbildung zum Maschinenschlosser in Esslingen. Danach wechselte der Klassenkamerad von Reinhold Würth und Albert Berner zum Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg. Nach bestandener Meisterprüfung wurde Sturm zum Betriebsassistenten ernannt und im Jahre 1960 Leiter der Außenläufermotoren-Fertigung. 1963 gründete Gerhard Sturm, zusammen mit seinem Mentor Heinz Ziehl, die heutige EBM-Papst Gruppe, die er mehr als 50 Jahre prägte. Aus dem operativen Geschäft zog sich der Vollblutunternehmer im Jahre 2007 zurück.

Für sein soziales Engagement und seine unternehmerischen Tätigkeiten erhielt Gerhard Sturm zahlreiche Ehrungen. Darunter das Bundesverdienstkreuz, die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und die Dieselmedaille, die höchste Auszeichnung für Erfinder. Seinen 85. Geburtstag begeht Sturm im Kreise seiner Familie und seiner engsten Mitarbeitern.

7 Regionale Wirtschaftsförderung hat neuen Chef

Markus Nawroth führt Standortagentur Neckaralb – und es gibt auch einen neuen Chef im Aufsichtsrat

Foto: oh

Reutlingen. Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck hat den Vorsitz des Aufsichtsrates der Standortagentur Neckar-Alb übernommen. Auf dem Posten des Geschäftsführers folgt Markus Nawroth auf Wolfgang Epp. 

Keck wurde vom Aufsichtsrat der Standortagentur einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Barbara Bosch an, der ehemaligen Oberbürgermeisterin Reutlingens. 

Einen Wechsel vollzieht die Standortagentur Neckar-Alb auch in der Geschäftsführung. Zum Jahreswechsel wird Markus Nawroth neuer Geschäftsführer. Nawroth ist Bereichsleiter Standortpolitik bei der IHK Reutlingen und leitet bereits seit 2015 die Geschäftsstelle der Standortagentur. Nawroth folgt auf Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen, der die Geschäftsführung seit Gründung der Standortagentur im Jahr 2003 innehatte. Epp wird im kommenden Frühjahr in den Aufsichtsrat wechseln. 

Die Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH hat den Auftrag, die Stärken der Wirtschaftsregion im In- und Ausland zu vermarkten. Ziel ist es, das internationale Wirtschaftsprofil von Neckar-Alb innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart zu stärken und zu zeigen, wie attraktiv die Region als Wirtschaftsstandort ist. Im Vordergrund der Aktivitäten stehen die Schlüsselbranchen Maschinenbau, Automotive/Elektromobilität/Wasserstoff, Medizintechnik, Technische Textilien, Biotechnologie sowie Künstliche Intelligenz. Der Standortagentur gehören 32 Städte und Gemeinden, die drei Landkreise der Region, der Regionalverband Neckar-Alb sowie die Handwerkskammer Reutlingen und die IHK Reutlingen an.

8 Lamprecht wird neuer Zeiss-Chef

Er tritt die Nachfolge von Michael Kaschke an

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Oberkochen. Vor wenigen Wochen hat Michael Kaschke erklärt, dass er seinen Job als Vorstandschef von Zeiss abgeben wird. Nun steht sein Nachfolger fest: Karl Lamprecht, Chef der Halbleiter-Sparte SMT, wird zum 1. April auf den Chefsessel rücken.

Dies hatte der Aufsichtsrat von Zeiss einstimmig beschlossen und sich damit auch gegen eine Beförderung von Ludwin Monz entschieden, dem Chef der Meditec-Sparte. Der Wechsel an der Spitze des Optik- und Elektronikkonzern erfolgt nach einem weiteren Rekordjahr.

Nachfolger von Karl Lamprecht an der Spitze von SMT wird Markus Weber, der aktuell die Forschungsabteilung Mikroskoptechnik leitet.

9 Etengo installiert neue Doppelspitze

Der Mannheimer Personaldienstleister stellt sich an der Spitze neu auf

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Mannheim. Der Personaldienstleister Etengo leitet mit einem neuem Vorstands-Duo die na?chste Phase der Wachstumsstrategie ein. Zum 1. Januar startet Markus Ley als Sprecher des Vorstands und Chief Operating Officer (COO). Alexander Raschke wechselt im Fru?hjahr 2020 als Chief Financial Officer (CFO) zu Etengo und wird zusammen mit Markus Ley die Fu?hrung des 2008 gegru?ndeten Personaldienstleisters u?bernehmen.

Die erfahrenen Manager lo?sen den derzeitigen Alleinvorstand Johannes C. Ley sowie die seit kurzem ausgeschiedenen Vorsta?nde Sabrina La?pple und Nikolaus Reuter ab. Klares Ziel der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens ist das weitere Wachstum in allen Bereichen der spezialisierten Personaldienstleistung.

Als COO verantwortet Ley fortan alle Teilbereiche des Vertriebs. Er war zuletzt Vorstandsmitglied bei Allgeier Experts. Raschke wird die Verantwortung u?ber die Bereiche Finance, Controlling & Services, Human Resources, Business Engineering, Infrastruktur & IT-Betrieb sowie Marketing und Legal & Compliance u?bernehmen. Derzeit ist er als Director im Segment Financial Services bei der Unternehmensberatung PWC ta?tig. Zuvor arbeitete der studierte Mathematiker rund zehn Jahre als Unternehmensberater fu?r KPMG.

Dieter Du?rr, Aufsichtsratsvorsitzender von Etengo, blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich bin u?berzeugt, dass die Gewinnung dieser beiden erfahrenen Manager im Sinne der erfolgreichen Weiterentwicklung von Etengo ein logischer und konsequenter Schritt ist, um unsere ambitionierten Wachstumsziele in den kommenden Jahren zu erreichen.“

10 Führungswechsel bei Romaco

Markus Kimpel wird neuer Group CFO

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Karlsruhe. Markus Kimpel ist neuer Finanzchef des Karlsruher Maschinenbauers Romaco. Er tritt in dieser Funktion die Nachfolge von Carsten Strenger an. Dieser werde das Unternehmen zum Jahresende auf eigenen Wunsch verlassen, teilt das Unternehmen mit. Wohin es Strenger zieht, ist nicht bekannt.

Als Chief Financial Officer (CFO) übernimmt Kimpel auch die Geschäftsführung des Produktionsstandorts der Romaco Pharmatechnik mit Sitz in Karlsruhe. Gemeinsam mit CEO Jörg Pieper leitet Kimpel fortan das Management der international aufgestellten Unternehmensgruppe. Die Geschäftsführung der Romaco Pharmatechnik teilt er sich mit Markus Regner. Sowohl als CFO als auch in seiner Funktion als Geschäftsführer der Romaco Pharmatechnik verantwortet Kimpel die Unternehmensbereiche Finanzen, Controlling, IT und das Personalwesen.

Kimpel bringt rund 25 Jahre Managementerfahrung mit. Zuletzt war er als kaufmännischer Geschäftsführer für die Aalener Alfing-Sondermaschinen-Gruppe sowie als CFO bei Aluplast in Karlsruhe tätig.

„Wir schätzen Markus Kimpel als erfahrenen Manager und ausgewiesenen Finanzspezialisten“, sagt Jörg Pieper. „Mit ihm in der Führungsriege sind wir für alle kaufmännischen und prozesstechnischen Belange bestens aufgestellt.“

Zu Kimpels Kernaufgaben wird die finale Integration der Romaco-Gruppe in den chinesischen Mutterkonzern Truking zählen. „Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe und die Zusammenarbeit mit meinem neuen Team. Vor allem, da ich die Entwicklungsmöglichkeiten und Wachstumschancen sehe, die sich aus der deutsch-chinesischen Unternehmenskonstellation für alle beteiligten Akteure ergeben“, so Kimpel.

Romaco wurde vor zweieinhalb Jahren von der DBAG an den chinesischen Konzern verkauft. Für die Integration von Romaco in die Truking-Gruppe wurde ein Dreijahresplan aufgestellt. 2020 wird die Romaco Holding mit ihren Tochtergesellschaften in die börsennotierte Truking Technology eingebracht. Der chinesische Pharmamaschinenkonzern ist seit 2014 an der Börse von Shenzhen gelistet.

11 Finanzchef verlässt Paul Hartmann

Der Spezialist für Wundbehandlung muss sich einen neuen CFO suchen

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Heidenheim. Die Paul Hartmann AG gehört zu den führenden Herstellern von Produkten zur Wundversorgung und Hygiene weltweit. Nun kündigt das Unternehmen eine neue Strategie an. Doch ein entscheidender Mann wird diesen Weg nicht mitgehen: Finanzchef Stephan Schulz.

Wie der Heidenheimer Konzern nun mitteilt, wird Schulz das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Diese wichtige Personalie teilt Hartmann am Ende einer vierseitigen Pressemitteilung mit. Schulz werde das Unternehmen verlassen, „da er sich nach zehn sehr erfolgreichen Jahren bei Hartmann entschieden hat, sich neuen beruflichen Herausforderungen zuzuwenden“. Wohin es den bisherigen Finanzchef führt, ist noch nicht bekannt.

Kern der neuen Firmenstrategie sollen eine höhere Innovationsdichte und mehr digitale Geschäftsmodelle sein. Ob es dieser Kurswechsel ist, der zu Schulz' Abschied führt, ist ebenfalls offen.

Der Hartmann-Konzern mit Sitz in Heidenheim ist einer führenden Hersteller von Medizin- und Pflegeartikeln. Mit seinen gut 11.000 Mitarbeitern erlöst das Unternehmen einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro.

12 Dürr holt Schaefflers Finanzchef

Dietmar Heinrich wird neuer CFO des schwäbischen Maschinenbauers

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Stuttgart. Der Maschinenbauer Dürr hat einen Nachfolger für seinen scheidenden Finanzchef Carlo Crosetto gefunden. Dürr holt Dietmar Heinrich an Bord. Dieser ist aktuell noch beim Autozulieferer Schaeffler unter Vertrag, hatte vor kurzem aber angekündigt, dass er seinen im Juli 2020 auslaufenden Kontrakt nicht verlängern werde.

Heinrich ist seit mehr als 20 Jahren für Schaeffler tätig. Dort hatte er einst als Controller begonnen und sich dann stetig empor gearbeitet. Von 2014 an war er drei Jahre lang Chef des Europageschäfts. Seit August 2017 ist er Finanzchef.

13 Freiburgs Handwerker halten an Ullrich fest

Der Kammerpräsident wurde jetzt im Amt bestätigt

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Freiburg. Johannes Ullrich (Foto) bleibt Pra?sident der Handwerkskammer Freiburg. Die neu konstituierte Vollversammlung der Kammer wa?hlte den 57-ja?hrigen Maler- und Lackierermeister aus Freiburg fu?r fu?nf weitere Jahre zum Pra?sidenten. Ullrich hatte das ho?chste Ehrenamt des su?dbadischen Handwerks bereits fu?nf Jahre inne.

Christof Burger, Bauunternehmer aus Waldkirch, wurde erneut zum Vizepra?sidenten der Arbeitgeberseite gewa?hlt. Neuer Vizepra?sident der Arbeitnehmerseite ist Kfz-Mechanikermeister Rene? Gammerdinger aus Lo?rrach. Der 52-Ja?hrige aus Lo?rrach tritt damit die Nachfolge von Joachim Scholz an.


Ullrich bedankte sich fu?r seine Besta?tigung im Amt und das Vertrauen in seine Person: „Ich bin Handwerker mit Leib und Seele und liebe das Handwerk, deshalb bin ich gerne weiterhin euer Pra?sident. Gemeinsam werden wir den eingeschlagenen Weg entschlossen weitergehen.“

14 Stuttgart: Handwerkskammer wählt erstmals Frau an die Spitze

Petra Engstler-Karrasch ist jetzt offiziell die Nummer Zwei bei der Kammer

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Stuttgart. Erstmals in der Geschichte der Handwerkskammer Region Stuttgart ist eine Frau in die Führungsspitze gewählt worden. Petra Engstler-Karrasch wurde am Montag von der Vollversammlung der Kammer einstimmig zur stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin bestimmt.

Die 54-jährige wird ab 1. Januar 2020 gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling die Handwerkskammer steuern. Petra Engstler-Karrasch kam 2018 von der Handwerkskammer für München und Oberbayern und übernahm bei der Stuttgarter Kammer als Geschäftsführerin den Bereich Unternehmensservice sowie die Stabsstelle Personal. Zuvor hatte sie ihre betriebswirtschaftliche und psychologische Kompetenz lange Zeit in der Führung eines Software- und Beratungshauses sowie als selbstständige Personal- und Organisationsberaterin bewiesen.

Engstler-Karrasch übernimmt das Amt von Bernd-Michael Hümer, der nach 40 Jahren Engagement für die Handwerkskammer in den Ruhestand tritt. Während seiner jahrzehntelangen Tätigkeit für die Handwerksorganisation begleitete Hümer unterschiedlichste Aufgabenfelder, Projektverantwortungen und hatte zahlreiche Funktionen inne. Unter anderem war er Leiter der Akademie des Handwerks, war zuständig für die Handwerksförderung und auf Regional-, Landes- und Bundessebene vielfach eingebunden. Seit fast 30 Jahren ist er verantwortlicher Leiter des Geschäftsbereichs Zentrale Dienste. So hat Bernd-Michael Hümer die Planung und Umsetzung des Neubaus des Verwaltungsgebäudes maßgeblich mitgestaltet. 

Neu im Amt ist ab dem 1. Januar 2020 Christoph Gräter. Er übernimmt als Geschäftsführer den Geschäftsbereich Zentrale Dienste der Handwerkskammer. Gräter war bislang als stellvertretender Geschäftsführer und Teamleiter für das Finanzmanagement zuständig.

15 Dornbach wechselt zu Procad

Karlsruher IT-Unternehmen mit neuem Technikchef

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Karlsruhe. Johann Dornbach ist neuer Gescha?ftsfu?hrer beim Karlsruher IT-Unternehmen Procad. Dornbach war zuletzt als Vice President Digital R&D and Engineering, Configure and Variant Configuration bei SAP ta?tig. In seiner neuen Funktion wird er die Weiterentwicklung einer Digitalisierungsplattform im Bereich Produktentstehung und Informationsmanagement von Produkten und Anlagen verantworten.

Damit wird Procad künftig von einem Trio geführt. Neben Dornbach gehören auch Raimund Schlotmann und Volker Wawer zur Geschäftsführung des Unternehmens, das aktuell rund 140 Mitarbeiter beschäftigt.

Aus seiner Ta?tigkeit bei SAP in Walldorf bringt Johann Dornbach umfangreiche Erfahrungen bei der Entwicklung und Bereitstellung einer PLM-Plattform mit. „Ich freue mich, in die spannende Unternehmensentwicklung von Procad einzusteigen und mitzuhelfen, eine fu?hrende Digitalisierungsplattform aus Deutschland zu formen“, so der 43-Ja?hrige.

16 Soluware setzt auf eine Doppelspitze

Amelie Schulz erweitert die Führung des Ravensburger Softwareunternehmens

Foto: Soluware

Ravensburg. Die Soluware bereitet ihre Strukturen auf weiteres organisches Wachstum vor und erweitert ihre Geschäftsführung: Neben Urs Gulba (r.) steht nun die gebürtige Ravensburgerin Amelie Schulz an der Spitze des Software-Spezialisten. Sie bringt mehrjährige Expertise aus verschiedenen internationalen Unternehmen wie IBM und Diebold Nixdorf mit und ist fortan für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Personal verantwortlich.

Soluware wurde vor drei Jahren gegründet und ist eine 100-prozentige Tochter der Schulz-Group. Mit modernen Tools und Methoden fokussiert sich das Team von Soluware auf zukunftsgerichtete Themen rund um den Themenkomplex Industrie 4.0. Neben der Entwicklung von Embedded Software für den Bereich der Industrieautomatisierung und der Automobilindustrie berät das Unternehmen seine Kunden rund um Prozess- und Qualitätsfragen der Software- und Systemprogrammierung.

„An die Entwicklung moderner Produkte und die damit einhergehende Bereitstellung komplexer Softwaresysteme werden heutzutage höchste Anforderungen gestellt“, sagt Amelie Schulz. „Wir bieten unseren Kunden hochqualitative Embedded Software Entwicklung und Beratung rund um Software Prozess- und Qualitätsfragen. Durch die Symbiose aus Entwicklungs- und Prozess-Know-how sind wir in der Lage, komplexe und sicherheitskritische Software zu entwickeln.“ Entsprechend der agilen Unternehmensphilosophie komme jetzt ein neuer Geschäftszweig hinzu, erklärt Geschäftsführer Urs Gulba: „Wir kombinieren unsere Erfahrungen, um künftig gemeinsam mit unseren Kunden an IOT-Anwendungen zu arbeiten.“

Das Unternehmen beschäftigt aktuell 15 Mitarbeiter. Angaben zum Umsatz gibt es nicht.

17 Schulz-Engineering erweitert die Geschäftsführung

Mit Roland Arnold hat das Unternehmen künftig eine Dreierspitze

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Ravensburg. Schulz Engineering, ein nach eigenen Angaben führender deutscher Ingenieursdienstleister für Sondermaschinen und Produktionsanlagen, bereitet sich auf weiteres Wachstum vor und erweitert sein Management: Neben den beiden bisherigen Geschäftsführern Eberhard Keller und Rolf Schramm gehört ab sofort auch Roland Arnold (Foto) zur Spitze des Unternehmens aus Ravensburg.

Der 58-Jährige Diplom-Ingenieur verantwortet bei der Schulz Engineering die strategische Planung sowie die Diversifikation in neue Märkte und ist zudem Sprecher der Geschäftsführung. Schulz Engineering zählt beschäftigt aktuell etwa 150 Menschen.

Die Management-Erweiterung mit Roland Arnold als Experten zur Steigerung der Wertschöpfung sei ein wichtiger Schritt zum Ausbau der bisherigen Dienstleistungsportfolios in weitere Zielindustrien und stelle eine bedeutende Grundlage für die anhaltend erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens dar. Arnold bringt 25 Jahre Management-Erfahrung mit. Zu seinen beruflichen Stationen zählen Thyssen-Krupp und die SMS Group. „Ich freue mich auf die spannende Herausforderung bei Schulz Engineering“, sagt Arnold. 
 

Die Schulz Engineering mit Hauptsitz in Ravensburg Erlen ist eine von sieben Tochterunternehmen der Schulz Group, einer mittelständischen Unternehmensgruppe mit deutschlandweit circa 500 Mitarbeitern, die in den drei Geschäftsbereichen Engineering, Maschinenbau und Cleantech seit mehr als 30 Jahren erfolgreich aktiv ist.

18 Hans-Peter Schöllhorn übernimmt komplett

Hohner Maschinenbau unter neuer Führung

Foto: Hohner Maschinenbau

Tuttlingen. Zum Jahreswechsel wird es beim Tuttlinger Maschinenbauer Hohner einen Führungswechsel geben. Der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Claus-Otto Hohner wird dann auch als Gesellschafter ausscheiden. Seinen operativen Posten hatte er bereits Mitte Oktober aufgegeben und Platz für den Nachfolger gemacht.

Das ist Hans-Peter Schöllhorn (Foto). Er übernimmt nun nicht nur die Verantwortung in der Geschäftsführung sondern wird künftig auch alleiniger Gesellschafter von Hohner Maschinenbau und seiner Auslandstöchter sein. Das gab das Unternehmen jetzt bekannt.

Die beiden Enkel des Firmengründers Otto Hohner haben das Unternehmen, das Maschinen und Komponenten für die Druck-Weiterverarbeitung entwickelt, produziert und weltweit vertreibt, in den vergangenen 24 Jahren gemeinsam als Doppelführungsspitze geleitet und sich nun jedoch zu einer Trennung entschlossen. Zu den Gründen für die Trennung gibt es keine Angaben.

19 Neuer Geschäftsführer bei Inprotec

Gründer Andreas Baranyai verlässt das Unternehmen

Foto: oh

Heitersheim. Der südbadische Lohnfertiger Inprotec bekommt eine neue Geschäftsführung. Mitgründer Andreas Baranyai wird das Unternehmen nach gut 20 Jahren zum Jahresende verlassen. Sein Nachfolger in der Unternehmensleitung ist der 47-jährige promovierte Chemiker Steve Döring.

Döring bringt umfangreiche Erfahrungen aus der chemischen Industrie mit, war unter anderem für Henkel, Cognis und Leuna-Tenside tätig. Baranyai werde nach seinem Ausscheiden noch in beratender Funktion für Inprotec tätig sein, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Im operativen Tagesgeschäft soll er aber keine Rolle mehr spielen.

Inprotec war vor gut einem Jahr an den Investor Paragon Partners verkauft worden. Nun hat dei Beteiligungsgesellschaft aus München eine neue Führung bei dem Unternehmen installiert, das mit rund 250 Mitarbeitern einen Umsatz von 38 Millionen Euro einspielt. Neben dem Stammsitz in Heitersheim bei Freiburg gibt es noch ein zweites Werk in Sachsen-Anhalt.

20 Generationswechsel bei Berthold Müller

Manuel Müller tritt die Nachfolge seines Vaters an

Foto: oh

Königsfeld. Der Versicherungsmakler Berthold Müller aus Königsfeld geht in die nächste Generation über. Firmengründer Berthold Müller, 67, (im Foto ganz rechts) hat die Geschäftsführung an seinen 38-jährigen Sohn Manuel Müller (ganz links) übergeben. Dieser ist bereits seit 13 Jahren im Unternehmen tätig.

Das Maklerbüro mit sieben Mitarbeitern betreut heute gut 150 Firmen- sowie mehr als 2000 Privatkunden. Bereits seit zehn Jahren ist Manuel Müller auch Teil der Geschäftsführung. Nun hat er die alleinige Verantwortung übernommen.

Firmengründer Berthold Müller wird sich jedoch nicht komplett aus dem Unternehmen verabschieden. Er gibt zwar Verantwortung ab, bleibt aber als Berater für die betriebliche Altersvorsorge und Finanzierungsfragen an Bord.

21 Harder sichert die Nachfolge

Mit Johannes Danieli ebnet der Logistiker den Übergang in die nächste Generation

Foto: Harder Logistics

Ulm/Neu-Ulm. Der schwäbische Logistiker Harder regelt die Nachfolge. Seit kurzem gehört Johannes Danieli, 25, zum Führungskreis des Unternehmens, das von seinem Vater Marcello Danieli, 57, geführt wird. Johannes Danieli soll sich in seiner neuen Funktion vor allem um Digitales kümmern – sowohl in der internen Infrastruktur als auch im Leistungsangebot.

„Es ist essenziell wichtig, dass wir dynamische junge Menschen wie meinen Sohn in unserem Team haben, diei die heutigen Anforderungen und Arbeitsweisen kennen und unser Unternehmen mit ihrem Know-how voranbringen“, sagt Marcello Danieli.

Ganz neu ist Johannes Danieli nicht im Unternehmen. Er gehört bereits seit einem Jahr zur Belegschaft, die aktuell 85 Mitarbeiter umfasst. Zuletzt hat das 2003 gegründete Unternehmen einen Jahresumsatz von gut zehn Millionen Euro eingespielt.

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