Dossier

Die Express-Baustelle


1 Ruhe vor dem Bausturm

Die Erdarbeiten sind soweit abgeschlossen. Nun geht es zunächst in die Tiefe, bevor die Baustelle richtig lebendig wird.

Foto: wer

Ein Bagger und ein Bodenverdichter ziehen recht einsam ihre Bahnen auf dem Areal der neuen Produktionshalle, nehmen letzte Arbeiten vor. Die Erdarbeiten sind soweit abgeschlossen, zehntausende Kubikmeter Oberboden und Erdreich wurden abgefahren und auf dem Gelände von Ost nach West verfrachtet. Die ersten "Gräben" für die Fundamente der Bauten und Leitungen für die Ver- und Entsorgung werden gezogen.

Es wirkt wie eine Art Zwischenzeit. Nur wenige Tage, dann geht der Rummel auf der Baustelle richtig los – mit dem Bau der Fundamente startet der Hochbau und ab dann wird's recht lebendig. Und das braucht's auch, soll das Richtfest noch in diesem Jahr gefeiert werden.

2 Von Ost nach West

Das Areal für die neue Halle liegt landschaftlich reizvoll. Geografisch hat es indes einen Nachtteil: Es ist abschüssig…

Foto: Dirk Werner für econo

Es gleicht einer unendlichen Karawane: Fuhre für Fuhre rollen die Muldenkipper von früh bis spät über den Baugrund, bringen den steinigen Untergrund vom östlichen Teil zum westlichen. Denn während auf der einen Seite mehrere Meter zu viel an Erdreich liegt, ist es auf der anderen zu wenig.

Mit Bagger und Bulldozer wird das deshalb nachhaltige geändert. Noch 4000 Kubikmeter Untergrund müssen die Handwerker mit den Maschinen verschieben, bevor in einigen Tagen die im Branchenjargon "Cut & Fill" genannte Phase abgeschlossen sein soll. Dann geht es mit den Fundamenten und der Entwässerung weiter.

3 Mit schwerem Gerät geht's voran

Die Erdarbeiten für den IMS Gear-Neubau haben begonnen. Der Maschinenpark ist dabei überraschend klein

Foto: Dirk Werner für econo

Nur acht Arbeitstage, dann war die erste Aufgabe abgehakt: Mit dem Abtragen des Oberbodens haben die Arbeiten für die neue Produktionshalle begonnen. Rund 8000 Kubikmeter Erde wurde dabei kurzerhand zur Seite geschafft – den Großteil der Arbeit erledigte dabei eine 50 Tonnen schwere Cat D9N, die pro Tag gut 1000 Kubikmeter beiseite schob. 2500 Kubikmeter Oberboden bleiben am Rand des Areals, um abschließend wieder eingebaut zu werden.

Den restlichen 5500 Kubikmeter haben sich eine Laderaupe und zwei Muldenkipper angenommen: In rund 380 einzelnen Ladungen wurde das Material abgefahren und unweit der Baustelle deponiert.

Parallel zum Abtransport des Oberbodens wurde mit der D9N bereits begonnen, den Unterboden zu bearbeiten. Immerhin müssen auf der Baustelle für die rund 15.000 Quadratmeter große Halle Geländehöhen von vier bis fünf Metern ausgeglichen werden.  

4 Der Spatenstich

Der Startschuss für den Neubau im Gewerbegebiet "Salzgrube" in Villingen-Schwenningen ist gefallen. Jetzt gilt es, Tempo zu machen.

Foto: IMS Gear

Den Startschuss für den Bau der neuen IMS Gear-Produktionsstätte in Villingen-Schwenningen gaben Repräsentanten des Bauherrn, der Stadtverwaltung und des Generalunternehmers Goldbeck mit einem symbolischen Spatenstich. Auf dem rund 37.000 Quadratmeter großen Areal im Gewerbegebiet "Salzgrube" entsteht ein neues Werk mit einer Gesamtgröße von rund 15.000 Quadratmetern und einer Produktionsfläche von rund 12.000 Quadratmetern.

Der Zeitplan, den IMS Gear dabei verfolgt, ist durchaus ehrgeizig: "Wir planen noch vor Jahresende mit dem Richtfest. Um diese Zeit soll auch bereits die Gebäudetechnik eingezogen werden, damit wir das neue Werk im Frühjahr mit Produktionsanlagen bestücken können", betonte IMS Gear-Vorstand Dieter Lebzelter. Bereits im Sommer nächsten Jahres, so Lebzelter, will IMS Gear die Produktion in seinem neuen Werk in Villingen-Schwenningen aufnehmen.

"Wir heißen IMS Gear herzlich in Villingen-Schwenningen willkommen. Diese größte industrielle Einzelansiedlung in der Geschichte des Oberzentrums dokumentiert eindrucksvoll die Qualität und Stärke unseres Wirtschaftsstandortes", freute sich Villingen-Schwenningens OB Rupert Kubon (ein Standortporträt über die Doppelstadt finden Sie hier).

"Wir freuen uns sehr, dass IMS Gear uns die Rolle des Generalunternehmers übertragen hat", sagt Jörg Parschat, Leiter der Goldbeck-Niederlassung Bodensee. "Schon in der ersten Planungsphase hat sich gezeigt: Die Zusammenarbeit ist von einem partnerschaftlichen Miteinander geprägt." Positiv für die regionale Wirtschaft: "Der Großteil der Bauaufträge wird an Unternehmen aus dem Umland gehen."

Hintergrund für den Werksneubau von IMS Gear in Villingen-Schwenningen ist der Kapazitätsausbau in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Industrial Engineering (Anlagen-, Werkzeug- und Formenbau), den das Unternehmen derzeit vorantreibt. "Wir erweitern diese Kompetenzbereiche und konzentrieren sie in unserem Technikzentrum in Donaueschingen. Bislang noch dort untergebrachte Produktionsbereiche werden an den neuen Standort in Villingen-Schwenningen verlagert", erläutert IMS Gear-Vorstand Bernd Schilling. Geplant sei, zunächst rund 200 Mitarbeiter in dem neuen Werk einzusetzen.

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