28.09.2014 21:32 Uhr

Fall Hess: LBBW siegt vor Gericht

Das Landgericht Konstanz hat Klagen zweier Aktionäre des Leuchtenherstellers Hess gegen die Landesbank Baden-Württemberg abgewiesen.

Konstanz/Villingen-Schwenningen/Stuttgart. „Wir finden unsere Rechtsposition bestätigt“, sagte ein LBBW-Sprecher der Nachrichtenagentur DPA. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Kläger könnten noch in Berufung gehen. Laut LBBW läuft zudem noch ein ähnliches Verfahren.

Die Kläger hatten der Landesbank wie auch der Privatbank MM Warburg vorgeworfen, beim Börsengang der Hess AG falsche Angaben über deren wirtschaftliche Lage verbreitet zu haben. Das Gericht wies die Schadenersatz-Forderungen jedoch zurück. Es sei nicht bewiesen, dass die Banken Kenntnis von Manipulationen hatten.

Hess hatte kurz nach dem Börsengang im Oktober 2013 Insolvenz angemeldet. Zuvor hatte das Unternehmen mit Sitz in Villingen-Schwenningen seine beiden Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler wegen angeblicher Bilanzfälschung vor die Tür gesetzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Hess und Ziegler sowie weitere Verdächtige. Diese weisen die Vorwürfe zurück.

Vor gut einem Jahr hat der niederländische Lichtkonzern Nordeon Hess übernommen.

red
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