Rottweiler zum dritten Mal mutig

Die Bürger in der ältesten Stadt im Land stimmen mehrheitlich für den Bau der wohl längsten Hängebrücke der Welt. Die Mehrheit ist so eindeutig, wie es sich der Investor erhofft hat.

 
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Rottweil. Zuerst der Bau des Aufzugs-Testturms von Thyssen-Krupp, dann der lange Jahre umstrittene Neubau eines Gefängnisses und nun eine Hängebrücke: Erneut haben die Wahlberechtigten in Rottweil ihr Votum für eine Großinvestition abgegeben. Dieses Mal stimmten rund 72 Prozent für den Bau, rund 28 Prozent waren dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,4 Prozent – zum Erreichen des Quorums hätte es 20 Prozent bedurft.

In einer ersten Reaktion sagte OB Ralf Broß: "Rottweils Bürger haben Mut zur Brücke bewiesen. Wir verbinden Tradition mit Innovation, historische Innenstadt und moderner Testturm werden für unsere Gäste künftig als touristisch attraktives Ensemble erlebbar."

Der Investor Günter Eberhardt hatte auf ein derart klares Abstimmungsergebnis von mindestens 70 Prozent pro Hängebrücke gehofft, um ausreichend Rückhalt zu haben. Sechs Millionen Euro will er in das gut 600 Meter lange Bauwerk stecken, das sich von der Innenstadt über das Neckartal in Richtung Testturm spannen soll. Übrigens: Eberhardt hat mit seinem Unternehmen für Bewehrungsbau auch am Testturm mitgearbeitet.

Nach Auskunft von OB Broß wolle man nun zügig in das Bebauungsplanverfahren einsteigen. Baubeginn könnte dann in einem Jahr sein. Die Experten rechnen mit einer Bauzeit von einem halben Jahr, damit wäre Ende 2018 der früheste Termin für die Eröffnung der Attraktion.





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