Märklin wieder unter Dampf

Der Hersteller von Modelleisenbahnen wächst erneut beim Umsatz. Firmenchef Florian Sieber macht dafür das Marketing verantwortlich – die Konzernmutter hingegen schwächelt

 
Foto: Märklin
 

Göppingen. Die Modellbaumarke Märklin wird beim Umsatz im laufenden Geschäftsjahr (31. März) um fünf Millionen Euro auf 117 Millionen wachsen. Das sagte der geschäftsführende Gesellschafter Florian Sieber dem "Handelsblatt": "Mit unserer Umsatzentwicklung sind wir sehr zufrieden." Nach der Sanierung des Unternehmens in den vergangenen Jahren ist es nun schon das zweite Plus in Folge – in einem anspruchsvollen Markt.

Das kann man auch an der Konzernmutter ablesen: Die Simba-Dickie-Gruppe ist mit rund 3200 Mitarbeitern der größte Spiezlzeugkonzern in Deutschland. Deren Umsatz stieg im vergangenen Jahr zwar um 14 Prozent auf 702,3 Millionen Euro, allerdings fast ausschließlich aufgrund der Übernahme des französischen Puppenherstellers Corolle und dem US-Modellautohersteller Jada Group. Organisch wuchs die Gruppe nur um ein Prozent. Die Finanz- und Ertragssituation bliebt indes nach Aussage des Konzerns "sehr gut, solide und äußerst stabil". Nähere Angaben werden traditionell nicht gemacht.

Märklin-Chef Sieber sieht als Grund für das Plus bei den Modellbahnen in eine Umstellung im Marketing: Das Unternehmen addressiert modellbahnaffine Kunden fast ausschließlich über die einschlägigen sozialen Netzwerke und das durchaus stylisch. Sieber: "Das Image der Modellbahn  hat sich gewandelt. Das Hobby ist aus der Kellerecke raus."

Familie Sieber hat Märklin vor sieben Jahren aus der Insolvenz heraus übernommen. Michael Sieber formte in den vergangenen Jahrzenten über Zukäufe die Simba-Dickie-Gruppe zum führenden Spielzeughersteller. Zum Konzern gehören Marken wie der Bobby-Car-Hersteller Big, die Modellautohersteller Schuco und Majorette sowie der Spielehersteller Noris.

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