Chinesen kaufen Eyevis

Der insolvente Großbildspezialist wird bei der Leyard-Gruppe eingegliedert. Stammsitz und Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben – eine Unsicherheit bleibt

 
Foto: pr
 

Reutlingen. Insolvenzverwalter Holger Leichtle von der Kanzlei Schultze & Braun hat für Eyevis einen Käufer gefunden: Laut einer Mitteilung wurde mit der Leyard-Gruppe eine Absichtserklärung zur Übernahme unterzeichnet. Allerdings stehe der Kaufvertrag noch unter aufschiebenden Bedingungen, zu den Details gibt es wie üblich keine Angaben. Leichtle ist sicher, dass die Bedingungen "innerhalb weniger Tage erfüllt sein werden".

Der Eyevis-Standort Reutlingen sowie die rund 70 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Das Unternehmen gehört unter anderem im Bereich der Großbildtechnik zu den führenden Anbietern. Die Produkte kommen unter anderem in Kontrollräumen und Leitwarten zum Einsatz. Der Umsatz wird mit mehr als 30 Millionen Euro angegeben. Das Unternehmen war Ende vergangenen Jahres in die Insolvenz gerutscht, nach dem die bereit seit einiger Zeit laufende Umstrukturierung nicht den gewünschten Erfolg hatte. Dem Insolzverwalter war es indes binnen kurzer Zeit gelungen, Interessenten für eine Übernahme zu finden und den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Der jetzige Käufer Leyard mit Sitz in Shenzen, China, zählt zu den Top drei im Bereich der LED-Technik weltweit. So hat man nach eigenen Angaben den größten TV-Bildschirm vorgestellt – mit rund 580 Zentimeter Diagonale. Der Umsatz wird mit rund einer Milliarde US-Dollar angegeben.

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