A. Maier Präzision: Sanierungsplan steht

Der Hersteller von Tachonadeln legt Ideen für die Zukunft vor: Mitarbeiter und Standorte bleiben erhalten, Veränderungen sind an anderer Stelle geplant

 
Foto: oh
 

St. Georgen. Die A. Maier Präzision hat nach eigener Aussage beim Amtsgericht Villingen-Schwenningen einen Insolvenzplan eingereicht, um so rasch wie möglich das Eigenverwaltungsverfahren verlassen zu können. Die Eckpunkte: Die beiden Standorte in St. Georgen und Peterzell sollen erhalten bleiben, ebenso die verbliebenen 150 Arbeitsplätze. Auch Geschäftsführer Thomas Ostkamp bleibt in dieser Position. Gehen werden aber die bisherigen Gesellschafter, sie sollen durch einen Investoren ersetzt werden. Nähere Angaben wurden indes nicht gemacht.

Laut dem eingereichten Plan können die unbesicherten Gläubiger im April mit der Auszahlung einer festen Quote in Höhe von 16,25 Prozent rechnen. Zudem sind zwei weitere Zahlung in 2021 und 2022 vorgesehen, wodurch am Ende eine Quote von "knapp über 20 Prozent" erreicht werden würde. Neben dem Insolvenzgericht müssen auch die Gläubiger diesem Plan zustimmen.

Die A. Maier Präzision wurde vor 150 Jahren gegründet. Heute hat sich das Unternehmen vor allem auf die Herstellung von Tachonadeln spezialisiert – von denen aber immer weniger benötigt werden. Im Mai 2019 ist das Unternehmen deshalb unter den Schutzschirm geschlüpft. Mit 222 Mitarbeitern erwirtschaftete A. Maier im Jahr 2017 ein Rohergebnis in Höhe von 14,5 Millionen Euro.

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